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2 (1862) Die Naturgesetze des Feldbaues / von Justus von Liebig
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294
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2S4

Repsknchenmchl.

setzt hat und ihr Stickstoff in Ammoniak übergeführt ist; dieseZersetzung findet übrigens ziemlich rasch statt, so daß die Wir-kung des Repskuchenmehls sich schon im ersten Jahre bemcrk-lich macht.

Wegen der größeren Verbreitbarkeit seiner Bestandtheile imBoden erscheint darum die Wirkung des Repskuchenmchls etwasstärker, wenn man sie z. B. mit der des Guanos bei gleichemGehalt an Phosphorsäure vergleicht.

Als Düngmittel hat das Repskuchenmehl insofern kaumeine Bedeutung, als nur verhältnißmäßig sehr wenige Land-wirthe in der Lage sich befinden, erhebliche Mengen davon fürdie Zwecke der Düngung sich zu verschaffen, und wenn dessenErnährungswerth für die Thiere allgemeiner bekannt und aner-kannt sein wird, so wird der steigende Preis desselben seine An-wendung als Düngmittel um so mehr beschränken, da man inden Ercrementen der damit ernährten Thiere die Hauptmasse derBestandtheile, die dem Repskuchenmehl als Dünger Werth geben,wiedererhält.

In den sächsischen Versuchen wurden durch Düngung mitRepskuchenmehl folgende Resultate erhalten:

Repskuchenmehl.

Cunners-

dorf

Mäusegast

Kötitz

Ober-

bobritzsch

Dünger.

Pfd.

1614

Pfd.

1855

Pfd.

1849

Pfd-

3288

^ tKorn . .

18681

2645!

1578!

1946!

1851 Roggen ^ . d

5699 s

5998!

4218!

4475!

1852 Kartoffeln ....

17374

18997

19165

10442

iKorn . . .

2052!

l 1619 Gerste

1408!

1517!

1853 Hafer

I Stroh . .

2768s

<2298

1550 j

1939!

1854 Klee.

9143

6659

981

2105