2S4
Repsknchenmchl.
setzt hat und ihr Stickstoff in Ammoniak übergeführt ist; dieseZersetzung findet übrigens ziemlich rasch statt, so daß die Wir-kung des Repskuchenmehls sich schon im ersten Jahre bemcrk-lich macht.
Wegen der größeren Verbreitbarkeit seiner Bestandtheile imBoden erscheint darum die Wirkung des Repskuchenmchls etwasstärker, wenn man sie z. B. mit der des Guanos bei gleichemGehalt an Phosphorsäure vergleicht.
Als Düngmittel hat das Repskuchenmehl insofern kaumeine Bedeutung, als nur verhältnißmäßig sehr wenige Land-wirthe in der Lage sich befinden, erhebliche Mengen davon fürdie Zwecke der Düngung sich zu verschaffen, und wenn dessenErnährungswerth für die Thiere allgemeiner bekannt und aner-kannt sein wird, so wird der steigende Preis desselben seine An-wendung als Düngmittel um so mehr beschränken, da man inden Ercrementen der damit ernährten Thiere die Hauptmasse derBestandtheile, die dem Repskuchenmehl als Dünger Werth geben,wiedererhält.
In den sächsischen Versuchen wurden durch Düngung mitRepskuchenmehl folgende Resultate erhalten:
Repskuchenmehl.
Cunners-
dorf
Mäusegast
Kötitz
Ober-
bobritzsch
Dünger.
Pfd.
1614
Pfd.
1855
Pfd.
1849
Pfd-
3288
^ „ tKorn . .
18681
2645!
1578!
1946!
1851 Roggen ^ . d
5699 s
5998!
4218!
4475!
1852 Kartoffeln ....
17374
18997
19165
10442
iKorn . . .
2052!
l 1619 Gerste
1408!
1517!
1853 Hafer
I Stroh . .
2768s
<2298
1550 j
1939!
1854 Klee.
9143
6659
981
2105