Einleitung,
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' Eben so wenig ist der Grabstichel im Stande da-durch scheinende dcS Rolorits auszudrücken. DaSDurchscheinende entstehet aus der Verschmelzungzweyer Tinten übereinander, so daß man rede gleich-sam besonders entdeckt. Braucht man nur eine Zar.be, so scheint der Körper undurchsichtig. Eine schö-ne Fleischfarbe entsteht aus einer durchscheinendenHaut, d«e über unzähliche Blutgefäße, die durch-schimmern, gespannt ist. Wenn der Mensch stirbt,so hören diese kleinen Besässe auf zu fliessen , die fti.sche Farbe verwelkt, und eine blassgclbe, die Farbedes Todes, nimmt deren Platz ein. Der Mahlerallein ist so glücklich, dieses nachahmen zu können.Er kann die feurige Nöthe über die Wangen einerjungen Schönheit verbreiten, und ihr, wenn sie ge-storben, die Blässe des Todes geben. Der Kupfer-stecher hingegen kann keines von beyden ; er muß auseinerley trockne Art die durchscheinende Nöthe sowohl, als die undurchsichtige Blässe, ausdrücken.
Endlich ist der Kupferstecher auch nicht im Stau,de, dir glatten, polirlen oder scheinenden Körpervorzustellen, welche oft iyb schönes Ansehen den aufsie fallenden Farben zu danken haben; ob der Ku-pfer.