ss Einleitung.
Von einer solchen Linie kann man erwarten, daß siegenau ist, weil sie mit Bedacht gezogen wird, abernicht, daß sie mit einer freyen Hand gemacht scheint.Die Linie wird mit vieler Mühe durch das Kupfergezogen, und kann also nur bis auf einen gewissenGrad leicht scheinen.
Eine uneingeschränkte Freyheit ,st hingegen der, Characktcr der Radiernadel. Sie fährt flüchtig aufder Platte, ohne Widerstand zu finden, hm, und 8folgt einer ieden Wendung der Hand willig. Das !Radieren ist fast nichts anders, als Zeichnen, undgeschieht eben so leicht. Weil das Echeidcwasser abernicht gleich ftißt, so können die Linien auch nicht soscharf seyn, als wenn sie mit dem Grabstichel insKupfer geschnitten find. Ueber dieses hält es auchschwer, zu vermeiden, daß die Platte nicht durch»,aus gleich tief gefressen wird. Die entferntesten Thei»lc der Platte können zwar leicht mit Wachs bedecktwerden, wodurch man die Wirkung der Haltung zu.wcgebringt; aber einer jeden Stelle auf der Plattedie gehörige Haltung zu gebei, und dadurch eineHarmonie des Ganzen zu verschaffen, modert st»diele Grade von Starke, so rieie Nüanzcn von einer !Starke bis zur andern, welches man durch das
Schei-