Niederländer. i8s
lcn aushelfen; wodurch er doch so viel erwarb, daß erseine Begierde zu Reifen stillen konnte. Er gieng nachLyon , hryrathcte daselbst eine alte Wirthin, die vielGeld halle, und nahm sie mit nach Holland
Nicht lange nach seiner Ankunft in Amsterdambekam er Lust Italien zu sehen, gieng heimlich ausdem Hause, segelte den folgenden Tag nach Livorno,und reißtc von da auf Rom.
Anfangs wählte er sich geistliche Gegenstände,und mahlte ein Kruzifix mit verschiedenen Figuren,worinn der Ausdruck und die Wirkung des Lichtserstaunend waren. Sein vornehmster Geschmack giengaber aufBambochaden: Er mahlte römische Märkte,Marktschrcyer, Strassenräubcr, welche Reisendeund Posten anpacken, u. d. g. Seine Landschaftenwaren mit wohlgezeichnetem und markigt gemahltemVieh« Ochsen, Schaafen und Ziegen ausstaffirt.
Auf diese Art bracht er bey unaufhörlicher Ar«beit einige Jahre zu, ohne seine Frau und Amster.dam jemals wieder zu sehen. Es überfiel ihn zu De«nedig eine Krankheit, die zwar an sich selbst keineFolgen hatte: Wein, da er seine gewöhnliche Be.
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