Acpstistrup
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Afghanistan
Vo gelbeersäure (Acidum sorbicum ) Bor. DiereineAepfelsäure krystallisirt äußerst schwer, dann nurin Körnern; gewöhnlich bildet sie eine dicke Flüssig-keit, die an der Luft zerfließt und sehr sauer schmeckt.Durch Währung wird sie zu Bernsteinsänre.Aus der Aepfelsaure bildet sich durch Entziehung vonWasser die Fumärsäure (gestreifte Blättchen,schwachsauer schmeckend) und aus dieser geht durchErhitzung die Malern- oder Mafursäure her-vor. Die Aepfelsäure ist wichtig wegen der Leichtig-keit, womit sie in Verbindung von Basen Salze bil- |bet, von denen viele schon in der Natur vorkommen,z. B. apselsaurer Kalk, Kali rc. Auch mit Metall-salzen geht sie wichtige Verbindungen ein, wie apfel-saures Eisen, Blei rc., die in der Medizin verwendetwerden. Aus der Aepselsäure wird der Aepfel-äth er, eine gelbliche, ölartige Flüssigkeit bereitet.
Aepselsirup, zur Sirupsdicke eingekochter Aepfel-saft, der besonders in Frankreich, Holland und amRhein verfertigt und in der Haushaltung, sowie auchvon Conditoren benutzt wird.
Aepfelwein, s. Lider.
Aequivalent, Gegenwerth, heißt gleich-werthig, Ersatz von gleichem Werthe.
Aeromel, s. Manna.
Äerugo, s. Grünspan.
Aesculin, das Alkaloid der Roßkastanie, s.d.
Aes ustum, s. Kupfer, gebranntes.
Aes viride, s. Grünspan.
Aethal, Aethalsäure, Ceten, Aethaläther,s. Cetylalkohol.
Aether, Schweseläther, Aethhloxid, Vi-triolnaphta, Aetber, Aetber snlpbnri-cus, Jfaphta Vitrioli, eine Wasserhelle, sehrdünne Flüssigkeit von angenehmem, durchdringendemGeruch und kühlendem, geistigem Geschmack, welchebereitet wird, indem nian Schwefelsäure mit Alkoholdestillirt und das gewonnene rohe Produkt durchSchütteln mit Wasser und wiederholtes Destillirenreinigt. Man erhält auf diese Weise zweimal,dreimal rectificirten und absoluten, als den stärksten.Das specifische Gewicht dieser drei Gattungen ist0,75, 0,73 und 0,72; der absolute löst sich in 0 Thei-len, die beiden anderen Sorten in 10 Theilen Was-ser auf, mit Weingeist aber vermischt er sich in jeden!Verhältnisse. Er darf die Farbe des Lackmus - undKurkumapapiers nicht verändern und muß in einemoffenen Gefäße schon bei gewöhitlicher Temperaturschnell und ohne Rückstand verdunsten; wenn eineölige, fuselig riechende und scharf schmeckende Flüs-sigkeit zurückbleibt, so rührt dies entweder von An-wendung eines sehr fuseligen Weingeistes oder vonWeinet her, das sich während der Destillation erzeugthat. Er ist außerordentlich leicht entzündlich, undschon in bedeutender Entfernung entzündet sich derDunst an einem brennenden Körper, weshalb manbei der Umfüllung desselben die größte Vorsicht be-obachten muß. Er wird zu verschiedenen technischenZwecken, namentlich zur Auflösung des Schwefels,Phosphors, Kautschucks, des Kopals rc. bemltzt, undin der Medizin wurde er als Betäubungsmittel beischmerzhaften Operationen angewendet, ist 'aberdazu durch das Chloroform verdrängt worden. DerAether geht mit Brom, Chlor, Jod, Schwefel,Schwefelwasserstoff wichtige chemische Verbindungenein, auch liefert er eine große Reihe von Zersetzungs-produkten. Dahin gehören z. B. das Weinöl, dieAethionsäure, die Jsäthionsäure, welche mit Basenverschiedene Salze bilden. Durch die große Man-
nigfaltigkeit der neuen Verbindungen ist der Aetherfür die Chemie von der größten Wichtigkeit gewor-den. 1 Theil Aether und 2 Theile Weingeist gebendie Hoffmannschen Tropfen. Er wird imGroßen in chemischen Fabriken sabrizirt.
Aetster aceticus, s. Essigäther. — A. ci-tricus, s. Ci tro n en äth e r. — A. formicarum, s.Ameisenäther. — A. muriaticus, s. Salzäther.— A. nitricus, s. Salpeteräther. — A. nitrosusalcoholatus, s. Salpeterätherweingeist. —A. oxalicus, s. Sanerkleesäure.
Aetherische £Me,j. Oelc.
Aetherphosphorsäure bildet sich durch Ein-, Wirkung concentrirter Phosphorsänre auf Weingeist,j ist dick wie Sirup, von saurem, beißendem Geschmack,j Ist diese Säure sehr concentrirt, dann bilden sich' glänzende, kleine Krystalle. Mit Basen gibt sie dieätherphosphorfauren L-alze.
Aetherschwefelsaure, doppeltschwefelsau-rer Aether, ist eine ölige, Wasserhelle Flüssigkeitvon scharf saurem Geschmack, die sich sehr leicht zer-setzt. Mit Salzbasen verbindet sie sich zu äther-schwefelsauren Salzen.
Aediriops martialis, s. Eisenmohr. — A.mineralis, s. Quecksilber, schwarzes Schwe-fel-. — A. vegetabilis, s. Meere iche.
Aethokirrin, s. Frauenflachs.
Aethrioskop ist eine Art sehr empfindlicher Ther-mometer, mit gefärbter Schwefelsäure gefüllt.
Aethusa Cynapium, s. Schierling 3.
Aetzbaryt, s. Schwererde.
Aetzgrund, s. Wachs.
A-tzkalilauge,! f-Kali, kaustisches.
Aetzkalk, s. Kalk.
Aehnatron, ^ s Soda.
Aetznatronlauge, s 1
Wetzstein, s. Kali, kaustisches.
Affenbrodbaumrinde kommt von Adansoniadigitata, einem in Westindien und Afrika angebau-ten, schönen Baume, der einen ungeheuren Umfangerreicht und dessen Alter aus mehrere tausend Jahreberechnet wird. Er hat melonenartige wohlschmeckendeFrüchte, gefingerte Blätter und die Rinde ist dickund flach, von graubräunlicher Farbe, ihr Geschmackadstringirend, nicht sehr bitter, salzig und etwaskühlend, der Geruch wie Weiden. Sie ist in neuerenZeiten besonders in Frankreich als Mittel gegenFieber mit sehr gutem Erfolge gegeben.
Affenthaker Wein, ein guter, schwerer, rotherMarkgräfler Wein, aus der Gegend des DorfesAffenthal in Baden.
Affensteiner Wein, ein nicht häufig vorkommen-der, sehr guter weißer Wein aus dem Rheingau.
Aitiuerie nennt man in Frankreich den in Ringegelegten Eisendraht.
Affodil, s. Goldwurzel. .
Afghanistan oder Kabulistan, Land im süd-westlichen Asien, nördlich an Turan, östlich an dasPendschab und das englische Ostindien, südlich anBeludschistan, westlich an Persien grenzend, 12,000^Meilen, gegen 10 Mill. Einw. Der größte, be-sonders der östliche Theil hat hohe Gebirgsketten, imWesten aber senkt sich das Land zu tiefen Sandstep-pen herab. Der Indus oder Sind bildet die Grenzegegen das Pendschab und nimmt vom Westen herden Kabulfluß oder Lundi und einige andere wenigerbedeutende Flüsse auf; außerdem fließt im Süd-westen der Humend oder Hindmend. ein bedeutender,