Caatk
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Earao
C.
Caate oder Caatjes, eine Art ostindischerBaumwollenzeuge, die früher von der Küste Koro-mandel kamen.
Cabacalliholz, ein festes, dauerhaftes Holz, dasvon dem gleichnamigen Baume in Guyana kommtund zum Häuser- und Schiffbau benutzt wird.
Cabanas, s. Tabak.
Cabans sind dicke wollene Mannsröcke, die inder Türkei verfertigt werden und nach Asien gehen.Auch in Marseille verfertigt man ähnliche Röcke fürSchiffsleute unter diesem Namen, zuweilen auchohne Aermel, welche halbe Cabans heißen.
Cabarrorinde, s. Alcornocorinde.
Cabas oder Lab äffen, f. Matten.
Cabassoni nennt man in Italien eine Art sehrwohlschmeckender Fische, welche an der Küste vonGenua gefangen und weit versandt werden.
Cabbage-Wovd, s. Rebhühnerhol;.
Cabesa heißt eine Art spanische Wolle ausEstremadura.
Cabessa wird eine Gattung feiner ostindischerSeide aus Bengalen genannt.
Cabir, s. Caveer.
Cabochons werden in Frankreich Edelsteine ge-nannt, welche mit Beibehaltung ihrer natürlichen,obgleich zuweilen unregelmäßigen Form geschliffensind. Man sagt daher auch in Deutschland, einEdelstein sei en cabochon geschliffen.
Cabo-Roxa, s. Tabak.
Cabotage nennt man in Frankreich und auchzuweilen in Deutschland die Küstenschisffahrt zumBehuf des Handels, womit zugleich die Kenntnißder Küste, der Landungsplätze, Untiefen, Klippen rc.verbunden ist.
Cabrija oder Cabuja heißt eine Art südameri-kanischer Hanf, der namentlich in Peru und Colum-bien wächst und zu starkem Garne versponnen wird,aus dem man sehr dauerhafte Stricke, Maaten,Waarensäcke und dgl. verfertigt.
Caeahute, s. Erdpistazie.
Cacao sind die bohnenförmigen Samenkörnerdes in Mittel- und Südamerika und aus den mei-sten westindischen Inseln wachsenden Cacao-daumes, Ibeobroma Cacao, welcher hin und wie-der wild wächst, meist aber in eigenen Pflanzungengezogen wird. Er erreicht eine Höhe von 40 Fußbei 6 Zoll Durchmesser, wächst sehr schnell und trägtschon vom 3. Jahre an bis zum 40. oder 50. Früchte.Diese entstehen aus citronengelben, röthlich geäder-ten Blüten, werden 6—8 Zoll lang und 3—4 Zolldick und haben die Form einer Gurke oder länglichenMelone, welche oben zugespitzt, mit zehn hervor-ragenden Kanten und vielen Warzen besetzt ist.Ihre Farbe ist anfangs blaßgrüu, dann gelblich undbei völliger Reife Hochroth. Unter der äußerenSchale hat.sie eine dicke gelbe und darunter einezarte weiße Rinde, welche die in einem weißen, an-genehm sauren und eßbaren Marke in 5 Reihen lie-genden 25 bis 40 langovalen Bohnen umschließt.Diese sind von der Größe einer Olive, haben eineharte und zerbrechliche Schale und einen öligen,
violetbraunen Kern von bitterem, herben Geschmack.Die Haupternte findet zweimal des Jahres, im Juniund December, statt, doch werden auch in der Zwi-schenzeit fast täglich einzelne reife Früchte abgenom-men. Bon der völligen Reife hängt ganz besondersdie Güte deö Cacaos ab, denn zu diesem Zeitpunkteenthalten die Bohnen das meiste Oel und habendaher auch die meiste Kraft. Die abgenommenenFrüchte werden aufgeschnitten, die Kerne herausge-nommen und von dem Fleische gereinigt und dannentweder in Fässer, oder auf Haufen geschüttet, dieman mit Matten oder Blättern bedeckt. Sie kom-men darin in Gährung, durch welche der Keim ge-tödtet und ihnen die überflüssige Feuchtigkeit, sowieder herbe, rohe Geschmack genommen wird. Manläßt sie so lange liegen, bis sie eine dunkelrotheFarbe angenommen haben, trocknet sie dann in derSonne und nachdem der Staub davon abgesiebtworden, sind sie zum Versenden fertig. Man gräbtsie auch zuweilen in die Erde und läßt sie dort einigeZeit liegen, damit sie ihre Schärfe verlieren; manerkennt sie an einem grauen, thouigen Ueberzuge,den sie bekommen. Die so behandelten Sorten sindwohlschmeckender. Der Kern ist dann hart, meistwie in mehrere kleine zusammenhaltende Stücke zer-sprungen und hat einen angenehm aromatischen,mäßig bitteren Geschmack. In dem heißen Klimaseines Vaterlandes hält sich der Cacao nicht längerals ein Jahr, da er bald durch Würmer, Milbenund Schimmel zerstört wird, und in Europa läßt ersich auch nicht länger als 3 Jahre aufbewahren; manmuß ihm ein ganz trocknes Lager geben und sorg-fältig jede Feuchtigkeit davon abhalten. In Mexikound Südamerika dienten die Cacaobohnen schon seitden ältesten Zeiten als Nahrungsmittel und dieSpanier lernten von den Bewohnern dieser Länderein nährendes und wohlschmeckendes Getränk dar-aus bereiten, welches sie C h o k o l a t nannten, weil dieFrucht in der Sprache der Azteken Chocolatl heißt,und das ihnen bald zum unentbehrlichen Bedürfnißwurde. Im Jahre 1520 wurde die Chokolate zuerstnach Europa gebracht und die Bereitung lange Zeitgeheim gehalten; später verbreitete sie sich jedochüber den größten Theil Europas und überhauptnach allen civilisirlen Ländern, wodurch der Ver-brauch des Cacaos so allgemein wurde, daß er einwichtiger Handelsartikel geworden ist. Indessen hatsich die Consnmtion desselben in der neueren Zeitdurch den zunehmenden Verbrauch des Kasieesgegen früher bedeutend vermindert. Die im Handelvorkommenden Sorten sind von sehr verschiedenerGüte, die hauptsächlich von der größeren oder ge-ringeren Menge des darin enthaltenen Oeles ab-hängt, und darauf hat das Klima, der Standort,das Alter der Bäume und die auf den Anbau unddie Behandlung verwendete Sorgfalt wesentlichenEinfluß. Man bezeichnet sie mit dem Manien desUrsprungslandes wie folgt: 1) Socvuusco, ausdem Distrikt dieses Namens im Staate Guatemala,der beste von allen, der früher nur an den spanischenHosgeliefertwurdeund nur selten in den europäischen