Ahornjuckcr
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A jonr
Guitarren, Klavieren ic.; auch ist es wegen seinerschönen Masern, besonders vom Wurzelstocke, undda es sich gut beizen läßt, zu eingelegter Arbeitbrauchbar. In Siebenbürgen werden hölzerne Fla-schen (llsntura) daraus verfertigt, die besonders inKronstadt ein bedeutender Handelsartikel sind. EineArt gemasertes Ahornholz von unregelmäßig gewach-senen Stämmen wird gewöhnlich französischesAhornholz genannt. Das marmorirt gemasertenennt man auch zuweilen Pfauenholz. DasHolz wird theils in ganzen Stämmen, theils zu Boh-len oder Bretern geschnitten in den Handel gebracht.
2) Der kleine deutsche oder Feldahorn, oderMash older, A. campestre, 30 bis 40 Fuß hoch,mit gelbbrauner, sehr aufgerissener Rinde und klei-neren Blättern als der vorige, wird im Allgemeinenebenso benutzt. Der Wurzelstock gibt vorzüglichschönes Maserholz, besonders wenn die Schößlingevon Zeit zu Zeit abgeschnitten werden; diese verar-beitet man an einigen Orten Thüringens zu sehrguten Peitscheustöcken, welche viel Absatz finden.
3) Der eschenblätterige oder Negundo-A.,A. Negundo, aus Nordamerika, aber auch inDeutschland fortkommend, liefert das ganz weißeamerikanische Ahornholz, das besonders zuÄlavierkästen und noch zu mehreren andern Arbei-ten den anderen Sorten vorgezogen wird. 4) DerZuckerahorn, A. saccharinum, wächst besondersin den westlichen Staaten des mittleren Amerika.Der Saft aller Ahornarten enthält Zucker, der desZuckerahorn aber ist besonders reich daran und wirddaher in Amerika häufig dazu benutzt. Man gewinntden Saft, indem man gegen Ende des Januars oderim Februar 1 bis l 1 /^ Fuß über der Erde an meh-reren Stellen Löcher schief aufwärts, etwa 1 Zolltief, in den Stamm bohrt und Rohr - oder Hollun-derstäbchen hineinsteckt, durch welche der Saft inuntergesetzte Gefäße fließt. Er wird dann einge-kocht und 300 Pfd. Saft geben etwa 15 Pfd. einesbräunlichen Zuckers und viel Sirup. Ein Baumgibt jährlich 5 bis 20 Pfd. Zucker und kann 8 bis 9Jahre benutzt werden. Der Geschmack des Zuckerskommt dem des Rohr- und Runkelrübenzuckers fastgleich, und er läßt sich wie dieser raffiniren. InNordamerika sollen jährlich 7 bis 12 Mill. Pfd. ge-wonnen werden. Während der französischen Con-tinentalsperre hat man auch in Europa gelungeneVersuche mit der Gewinnung des Zuckers gemacht,die aber später nicht fortgesetzt worden sind, weil dernordamerikanische Ahorn bei uns nicht häufig ist undauch nicht gut sortkommt, die übrigen Ahornarten aberzu wenig Zucker liefern, um die Kosten zu decken.In Canada unterscheidet man Maple sugar undPlane sugar nach zwei Varietäten des Ahorns. —Aus dem Safte des Znckerahorns kann auch guterEssig, Bier und Branntwein bereitet werden, auchwird die Ahornsäure daraus gewonnen.
Ahornzucker, s. d. vorstehenden Art.
Ahuabeeren, Grains d’Aoua, aus Ostindienkommende Beeren, aus denen in Frankreich ein sehrschönes, dauerhaftes Schüttgelb (s. d.) bereitetwird.
Ahuwolle, das feine, weiche Flaumhaar einer inKleintibet lebenden, aber noch nicht bestimmten Ga-zellen- oder Steinbockart, welches in Kaschmir zuden feinsten Shawls verarbeitet wird.
Äichen heißt den Inhalt eines Maßes oder Ge-säßes nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Maßeuntersuchen und wenn derselbe mit dem letzteren
übereinstimmend befunden worden ist, das geaichteMaß rc. mit einem Stempel bezeichnen, der gewöhn-lich mehrere Male auf das Ende oder die Kante soaufgedrückt wird, daß eine Verkleinerung des Maßesnicht unbemerkt geschehen kann. Es ist gewöhnlicheine besondere Behörde, das Aichamt, eingesetzt,um die für den allgemeinen Gebrauch bestimmtenMaße zu aichen. Auch das Untersuchen und Stem-peln der Gewichte wird zuweilen aichen, öfterjedoch justiren genannt. Schiffe werden ebenfallsgeaicht, wenn man sie ansmißt, um zu unter-suchen, wie viel Ladung fie fassen.
Aichkanne nennt man an manchen Orten einegroße hölzerne Kanne mit eisernem Rande, Reifenund Henkel, welche bis an ein darin angebrachtesZeichen (Zäpfchen) ein bestimmtes Maß, gewöhn-lich 'U Eimer, faßt und deren man sich zum Messenund Umfüllen von Wein rc. bedient.
Aichmaß, eine im südlichen Deutschland noch hinund wieder gebräuchliche Benennung für das beimGroßhandel anzuwendende Weinmaß, welches ge-wöhnlich etwas größer ist, als das für den Einzel-verkauf bestimmte Schenk maß. S. Frank-furt a. M. und Stuttgart.
Aiglefin oder Aigrefin wird in Frankreich derSchellfisch genannt.
Äigrette, s. Federn (Schmnckfedern).
Aiguillettes nennt man in Frankreich die anden Enden mit Metall beschlagenen Achselschnüreder Offiziere rc., und überhaupt Schuürbänder, diezum bequemeren Gebrauch an den Enden mit Blechumgeben sind.
Ailantholz, f. Anghikaholz.
Airihvlz oder Ayriholz, s. Ebenholz.
Äiswasperwerdesi, eine Art Gelee, das inAdrianopel verfertigt wird und in der Türkei sehrberühmt ist.
Aix, Stadt iin französischen Departement derRhonemündungen, an der Are, mit einer Eisenbahnzur Lyon-Mittclmeerbahn (Marseille), in welche siebei der Station Rognac mündet, und 28,000 Einw.Es befindet sich hier ein Handelstribunal, Gerbereien,Werkstätten zu Verfertigung von Packleinwand, zurErbauung von Dampfmaschinen, hydraulischen Pres-sen, Turbinen, Mählmühlen rc., eine Baumwoll-spinnerei, Druckereien von farbiger Leinwand undKattun, Wagen-, Seifen-, Chokoladen- und andereFabriken. Einer der bedeutendsten Industriezweigeist die Hutsabrikation. Die wichtigsten Produkte vonAix und seiner Umgebung sind Mandeln-, Getreide,Wolle, Bauholz, Oliven und Olivenöl. Die Oele,deren Ruf durch ganz Europa verbreitet ist, verdan-ken ihre Qualität der Bereitungsart, der Wahl derOlivenbäume nnd der Natur des Bodens. Es gibtmindestens 30 Arten von Oliven. Die Mandelnwerden beinahe in alle Theile der Welt, besonders inden Norden Europas, nach Amerika, in das InnereFrankreichs rc. verführt, und eine Menge am Platzeselbst verarbeitet. Die ausgezeichnete Qualität derGetreidearten hat zu allen Zeiten einen wichtige»Handel darin hervorgerufen, auch ist der Verkehr i»Wolle, Bauholz, Wein und Vieh sehr bedeutend.Nahe bei der Stadt sind ausgedehnte Gypsbrücheund zwei Marmorbrüche.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Frankreich.
Ajamis , eine Art levantischer bunter Baum-wollenzeuge.
Ajour, bis zum (laufenden) Tage; daher: M»