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Erster Band.
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213
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Buchhaltung

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Buchhaltung

Der vorstehende Saldo von 5 Thlr. 18 Ngr. wäre demnach ins Credit des Cassacontos zu bringen.Dieser Saldo ist jedoch nicht der Gewinn oder Verlust durch das Agio, denn wenn man diesen findenwollte, müßte man beim Abschluß der Lasse die vorräthigen Sorten zum augenblicklichen Course zählenund das Agio dafür ins Debet, sowie beim Vortrage des Cassenbestandes auf den neuen Monat es wiederins Credit bringen. — Zuweilen führt man auch das Cassaconto nur auf einer Blattseite, indem man diebeiden Geldcolumnen entweder links und rechts, oder beide rechts neben einander zieht und dann alle Vor-fälle nach der Reihe wie sie kommen, ohne Unterschied ob es Debitoren oder Creditoren sind, einträgt.Man kann dann auch in die nämliche Zeile auf der entgegengesetzten Seite sogleich das Agio setzen. DerAnfang unseres Lassacontos würde auf die erste Weise folgende Gestalt haben:

August 1862.

Debet. Cassa - Conto. Credit.

1.

3076

20

Baarer Geschäftsfond. ffy.

3000

—

Carl Wilier hier, Dahrlehn ä 5% Zinsen, incl. 400 Ld’or.

ä 10%. „

200

—

100

—

A. W. Schröder hier, ich zahlte ihm a Conto, incl.

200 Ld’or. ä 10%.„

1260

—

2.

_

—

Von W. Müller u. Co. hier gegen baar gekauft:

10 Tonn. Reis Nto. 49% .ä 12 ^ „

594

—

6.

190

8

An Schmidt u. Kraft hier gegen baar verkauft:

3 Tonn. Reis Nto. 1463%K.. a 13 LA „

—

—

12.

64

4

An Ad. Bach hier gegen baar verkauft:

134 Stück Blauholz 1603% K. a 4 LA. — incl. 20 Duk.

ä 106%..

3

18

13.

—

—

Von Gebr. Schreck hiergegen baar gekauft:

700 Brd. mtl. Melis 8409-/» U .ä 20 „

1681

25

Die 10 Stück Magdeburg - Leipziger Eisenbahnactien, die mit zum Geschäftsfond gehören, werden imMemorial notirt, da in das Cassabuch nur baare Geldeinnahmen oder Ausgaben kommen. Diese Actiengeben eigentlich gar keine regelmäßigen Zinsen, sondern nur Dividende, deren Höhe nach dem Jahres-abschlüsse ermittelt wird; da diese Dividende aber bedeutend ist (12—18% jährlich), so rechnetman in Leipzig sowohl als in Berlin beim Verkauf der Actien 4 % jährliche Zinsen vom1. Januar an. —• Die Fracht rc. für den von Berlin erhaltenen Zucker haben wir nicht ins Cassabuchgeschrieben, sondern wir nehmen an, daß ein besonderes Spesenbuch geführt wird, in welches alle der-gleichen kleine Ausgaben sür Waaren nach der Reihe eingetragen werden, und aus dem am Ende desMonats die Summe ins Credit des Cassacontos gebracht wird. Man muß nämlich einen Unterschiedzwischen Spesen und Handlungsunkosten machen. Die ersteren find Ausgaben, welche unmittelbarfür Waaren gemacht werden, mit denen man handelt, die man also bei diesen auf die Preise schlägt oderüberhaupt beim Verkauf wieder erhält; dahin gehören z. B. Fracht, Steuer, Einschlag rc. sowie auch dieAusgaben für Fässer, Säcke und andere Emballagen, die man bei den Versendungen mit berechnet.Handlungsuukosten dagegen sind alle diejenigen Ausgaben, welche völlig verloren sind und daher durchden allgemeinen Gewinn am Geschäft gedeckt werden müssen, wie Gehalte und Arbeitslöhne, Miethzins,Abgaben, Ausgaben für Heizung und Beleuchtung rc. Dieser Unterschied wird in vielen Handlungennicht beobachtet, ist aber wenigstens bei der doppelten Buchhaltung durchaus nöthig. Die Fracht undEinschlag für den von Breslau erhaltenen Kleesamen, sowie die am 30. Aug. bezahlte Sensarie kommenebenfalls ins Spesenbuch. — Für die Zahlung von C. A. Fischer hier (unterm 14. Aug.) kann nur sovielins Cassabuch geschrieben werden, als er wirklich bezahlt hat; der Disconto aber, den er abzieht, wird ihmim Memorial gutgeschrieben, wodurch sich der Gegenstand im Hauptbuche ausgleicht. — Der Betrag desvon Schade u. Soh n in Chemnitz erhaltenen Wechsels kann nicht eher aus das Cassaconto kommen, alsbis er eingegangen ist; zuweilen creditirt man in solchen Fällen den Einsender zuerst im Memorial dafürund macht beim Eingänge des Wechsels nur eine Notiz davon im Debet der Casse, was wir jedoch nichtgethan haben, weil der Wechsel überdies schon in wenig Tagen fällig ist. — Bon dem Wechsel, den wiram 28. Aug. gekauft haben, um ihn an W. Silberberg zu senden, haben wir im Cassabuch nur alsAusgabe Notiz genommen und debitiren das Breslauer Haus im Memorial dafür. Da der Wechseljedoch sogleich für diesen Zweck getauft und auch am nämlichen Tage fortgeschickt wird, so könnte man ih"auch sogleich im Cassabuch aus den Namen des Empfängers notiren und der Posten würde dann folgen-dermaßen lauten:

W. Silberberg in Breslan,

ich kaufte von M. Siegel&Co. hier gegen haar und remittirte ihm:

Cour.«^ 7 822. 8. pr. 10. Se^t. auf B. Gohn in Breslau . . ä 99% % 820. 6.

Die Notiz, wie wir sie gemacht haben, ist jedoch im vorliegenden Falle deshalb richtiger, weil wir niwtden vollen Betrag für den Wechsel bezahlt haben und daher eine andere Summe als die im Cassabncheausgeworfene aus das Conto kommen muß. — Die an C. Miller bezahlten Zinsen kommen nur alseine Ausgabe ins Spesenbuch und werden demselben nicht debitirt, denn wir müßten ihn sonst vorher surdie versailenen Zinsen creditiren. — Für die Handlungsunkosten und Haushaltungsunkosten führen wwebenfalls besondere Nebenbücher und bringen nur die Summe dieser Ausgaben am Schlüsse des Monat»