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Erster Band.
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216
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Buchhaltung

Buchhaltung 217

August 1862. 3..

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W. Silberberg in Breslau .

für meine Eimesse auf B. Kohn dort, 2 Monat vom 10. Juli . LA

Debet.

822

8

1

6

empfing Ziel 2 Monat:

Debet.

1

15 Säcke ord. Brasilkafiee, JSto. 2915 As. ... . ä 6 FA

583

_

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5 Tonnen Keis, .Nto. 2477 x /4 As-. £ lö ,,

322

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905

1

Zu betn vorstehenden Schema des Memorials ist ebenfalls zu bemerken, daß die Einrichtnnghäufig in mancher Beziehung davon abweicht. Ost werden die Seiten nur mit der Jahreszahl überschriebenund dann zur Linken noch eine Columne für den Monatstag gezogen; ferner zieht man zuweilen keinebesondere Columne für die Folien, sondern schreibt diese unter jeden Posten über den Querstrich oder auchlinks in die Monatseolumne. Zuweilen macht man auch doppelte Geldcolumnen und wirft entweder indie zweite die Hanptsummen der Posten aus, oder auch in die erste die Summen der Debetposten und indie andere die der Creditposten, so daß man den Betrag der gemachten Geschäfte jeder Art den Monat oderdas Jahr hindurch addiren kann. Ferner hat man zuweilen mehrere Bücher für die Memorialposten,z. B. ein besonderes Buch für die Versendungen nach auswärts, oder für die Geschäfte auf dem Platze,oder ein Buch für die Debetposten und eins für die Creditposten rc. Auch sührt man, wie schon frühererwähnt, nicht selten Vvrbücher, in denen die ersten Notizen gemacht werden, und die auch wieder auf ver-schiedene Art eingerichtet und getheilt sind. In diesen Borbüchern wird Alles ganz speziell ausgezeichnetund man kann dann im Memorial die ausführlichen Angaben, namentlich das Gewicht der einzelnen Colli,weggelassen, ohngefähr wie man es in unsrem Schema findet. Häufig hat man ein Buch, Bestellungs-buch oder Commis sions buch genannt, in welches die Bestellungen aus Waaren, so wie sie eingehen,ausführlich und mit allen Bestimmungen und Vorschriften eingetragen und nach welchem sie dann aus-geführt werden. Zu den Faetnren, die man von auswärts erhält, führt man immer ein besonderes Buch,das Facturenbuch oder Einkaufsbuch, in welches man sie ausführlich und wörtlich einträgt undworaus man bei der Notiz im Memorial verweist. Für die Caleulationen hat man entweder ein beson-deres Calcnlatiousbuch, oder, was noch zweckmäßiger ist, man vereinigt dieses mit dem Facturen-buch, indem man jedesmal die Faetura auf die linke und die Calenlation derselben auf die gegenüber-stehende rechte Blattseite schreibt. Wir haben kein Schema dieser beiden Bücher hier beigefügt, weil dasFacturenbuch wie gesagt, nichts als wörtliche Abschriften der Faetnren enthält, von denen wir in demArtikel Rechnungen, sowie von den Caleulationen in dem Artikel Rechenkunst, kaufmännische,sprechen werden. Von dem was man beim Beginn eines Geschäfts besitzt, sei es baares Geld oder andereGegenstände (wie in unsrem Schema Aetiens, mnß natürlich in den Büchern Notiz genommen werden, undhäufig ereditirt man es einem Conto, welches man Kapitaleonto nennt und das gewisser-maßen den Besitzer des Geschäfts darstellt. Diese Art der Notirung gehört jedoch der doppeltenBuchhaltung an, weshalb wir sie bei der einfachen nicht angenommen haben. Hat das Geschäst jedochmehr als einen Besitzer, wovon später die Rede sein wird, dann ist es am besten, man ereditirt jeden der-selben für seine Kapitaleinlage. Es kommen jedoch allerdings mehrere Fälle vor, die man bei der ein-fachen Buchhaltung nach Art der doppelten notirt und auch so notiren mnß, und es läßt sich überhauptgar keine genaue Grenze zwischen diesen beiden Formen ziehen. Selbst das Cassabuch, welches doch injedem Geschäst geführt wird, gehört eigentlich in die doppelte Buchhaltung, und ebenso auch das Waaren-sevntro und andere Seontros, d. h. solche Bücher, in denen Conten für leblose Gegenstände (todteConten) geführt werden, um daraus den Verrath und den Gewinn oder Verlust daran zu, ersehen. Zuden erwähnten Notirnngen gehören auch diejenigen der Commissivnsgeschäfte, nämlich in unserem Schemader Sendung der Baumwolle nach Chemnitz und des in Commission erhaltenen Kleesamens. Bei demersteren Geschäft müssen wir Jemanden für den Betrag der Baumwolle debitiren, da wir sie fortgeschickthaben; aber den Commissionair können wir nicht dafür belasten, da die Waare, so lange er sie nicht ver-kauft hat, noch uns gehört und er erst nach geschehenem Verkauf unser Schuldner wird, und zwar für denBetrag, den er dafür erhält, den wir aber bei der Absendung noch nicht einmal wissen. Wir nehmendaher vorläufig ein fingirtes Conto als Debitor an, das wir Schade u. Sohn in Chemnitz, Com-M issionseonto, nennen, und belasten dasselbe für die Waare zu dem Preise, den sie uns kostet, und erstwenn wir Anzeige vom Verlaus erhalten, debitiren wir (unterm 17. Aug.) das wirkliche Conto vonSchade n. Sohn für den Betrag den sie uns berechnen. Diesen Betrag schreiben wir zugleich demCommissionseonto gut und wir finden dann aus diesem, wieviel wir an dem Geschäst gewonnen oder ver-loren haben. Bei dem Kleesamen von Breslan verfahren wir auf ähnliche Art, indem wir (unterm^0-Aug.) das Commissionsconto von W. Silberberg vorläufig dafür creditiren; zu welchemPreise dies geschieht, ist eigentlich ganz gleichgültig, wir nehmen dafür den an, den uns der Absender surden Verkauf vorschreibt. Nachdem wir den Kleesamen verstaust haben, creditiren wir das wirutcheConto des Absenders für den Nettobetrag unserer Verkaufsrechnung (unterm 28. Aug.) und betasten zu-gleich das Commissionseonto desselben zur Ausgleichung wieder für den Betrag, den wir ihm I y o -lanfig gutgeschrieben hatten. — In Bezug auf die Geschäfte mit dem Auslande . welches m einer andernWährung rechnet als wir, ist zu bemerken, daß die Geldeolumne in unseren Büchern durchgängig nurunsere Währung enthalten darf. Wenn wir jedoch einen AuswLrtkgen für den Betrag einer Zusendungereditiren, die wir von ihm verlangt haben oder die überhaupt anf unsere Veranlassung geschehen ist,