Band 
Erster Band.
Seite
221
JPEG-Download
 

Buchhaltung 226 Buchhaltung

10 .

W. Silberberg in

1862.

Aug.

28

Für nebenstehenden Betrag debitire dasselbe wieder.

919

20

919

20

9tp.

=====

11 .

Debet.

1862.

Aug.

21

2

Spt.

1

12 .Debet.

Für 20 Säcke mtl. Javakaffe ab Magdeburg

Für Saldo trage vor

Carl Thieme

366

366

366

28

28

28

Erieär. Seblegel

1862.

Aug.

24

273

15

273

273

15

15

Spt.

* 1

13.

Bebet.

W. Silberberg

1862.

Aug.

28

3

Für m/Rimesse pr. 10. Sept, auf dort ..... ■ ■ ■ • ^

822

822

8

8

T f .

=

14.

Debet.

Carl Wilier

1862.

31

3000

Sfy.

3000

In betn vorstehenden Schema des Hauptbuchs sind die Conten ebenfalls schon nach der Inventurabgeschlossen. In der Colnmne zur Linken neben dem Datum steht bei jedem Posten das Folium desMemorials oder Cassabuchs, aus welchem es übertragen ist; man setzt diese auch zuweilen rechts vor dieGeldcolumne. — Sehr oft setzt man aus der Debetseite vor jedem Posten das Wörtchen „An“ und aus derCreditseite „Per“; dies ist jedoch eigentlich nicht richtig und hat bei der einfachen Buchhaltung keinenSinn, sondern es ist richtiger, man setzt aus beiden Seiten „Für“, oder auch gar nichts, obgleich dies wiegesagt nur selten geschieht. Die Erzählung in der Mitte zwischen den Linien macht man nur kurz und so,daß sie womöglich nur eine Zeile bildet, da man das Ausführliche in den Vordächern findet; doch bedientman sich dazu auch anderer Worte als wir gewählt haben. — Zu allen Büchern, welche mehrere Contenenthalten, macht man auf den hintersten Seiten ein alphabetisches Register, in das man aber ein neuesConto, sobald man es im Buche gebildet hat, aus der Stelle eintragen muß, denn sonst kann man sehtleicht dem nämlichen Wanne zwei Conten machen, was sehr unangenehm ist. Wenn das Hauptbuchvoluminös und die Hahl der Conten bedeutend ist, macht man auch das Register in einem besonderen Buche.Wenn man reisen läßt und also dem Reisenden ein Verzeichnis der Außenstände an den verschiedenenOrten, die er besucht, mitgeben muß, ist es zweckmäßig ein Ortschaftenregister zum Hauptbuche zu

haben, in welchem immer eine ganze oder halbe Seite mit dem Namen eines Orts überschrieben ist, unterden man die daselbst befindlichen Firmen mit Angabe des Foliums im Hauptbuche setzt und auf dessen

Buchhaltung

227

Buchhaltung

Breslau, Commissions-Conto.

1862.

Aug.

20

2

Für 50 Säcke Kleesamen .... ^

919

20

=====

fftp.

919

20

11

Credit.

366

366

28

28

tu Leipzig.

1862.

Aug.

31

Für Saldo

in Eilenbnrg.

12 .

1862.

■

Aug.

31

Für Saldo .... ^

—-— Lsi

273

15

15

in Breslau.

13.

Credit.

1862.

Aug.

Für verkaufte 50 Säcke Kleesamen

goo

%

822

in Leipzig.

1862.

Aug.

1

1

Für baares Darlehn

Spt.

1

Für Saldo trage vor

14.

Credit.

3000

3000'

—

3000

v^tucu |iu; ein aipyaoen>cyes negier Der äjrtsnatttett vesmdet. Dasselbe kann auch sehr gutdie Stelle des gewöhnlichen Registers zum Hauptbuche vertreten, welches man dann nicht braucht. — Inunserem Schema ist übrigens angenommen, daß jedes Conto auf einer besonderen Seite steht, weshalbaus jedem die Foliumzahl steht, und das Nämliche gilt auch vom Waarenseontro.

Wenn wir nun annehmen, daß wir nicht bloß einen Monat, sondern vielleicht schon ein Jahr odernoch länger das Geschäft geführt haben und wir wollen wissen, was im Lause dieser Zeit gewonnen oderberiefen worden ist, so machen wir eine Inventur, d. h. wir Mitteln den jetzigen Werth der sämmtlicheneinzelnen Theile unseres Besitzes aus. Wir zählen zu dem Ende unser Haares Geld und unsere Wechsel,Staatspapiere re., wiegen oder messen die vorhandenenWaaren, ziehen die Außenstände aus dem Hauvtbucheaus und tragen dies Alles in gehöriger Ordnung in ein besonderes Buch, das Jnventarienbuch, ein.Die Waaren re. berechnen wir zu den Preisen, zu denen sie jetzt wirklich anzuschaffen sind , nicht zu.denEinkaufspreisen, denn diese können sich verändert haben, und so erhalten wir den jetzigen wirtlichenBetrag unsrer Activa. Dann führen wir auch unsere Schulden oder Passiva nach dem Hauptduche anund ziehen die Summe derselben von der Summe der Activa ab; der Rest ist unser jetziges wirtlichesBermögen. Ist dasselbe größer als unser ursprünglicher Geschästsfond oder als es bei der letztenInventur war, so haben wir gewonnen, im entgegengesetzten Falle verloren. Da sich unter den Außen-ständen einer Handlung meist einige von zweifelhafter Sicherheit befinden, die vielleicht ganz oder zum