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Erster Band.
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Buchhaltung

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Buchhaltung

toieber vortragen, was in unserm Schemas dieser Bücher schon geschehen ist. — Im Hauptbuche hat dasCommissionsconto von Schade u. Sohn in Chemnitz im Credit weniger als im Debet und wir schreibendaher, da das Geschäft abgemacht ist, den Saldo als Verlust ab, um das Conto ausgleichen zu können.Wäre die Baumwolle oder ein Theil derselben noch unverkauft, so müßten wir das Vorhandene als Ver-rath ins Credit bringen und zwar zu dem Preise, zu dem wir dem Commisstonair den Verkauf vorge-schrieben haben. — Den Saldo von Wartens n. Sohn in Hambnrg haben wir, weil der HamburgerCours gestiegen ist, zu dem jetzigen Stande desselben von 151°/» annehmen müssen; sein Conto schließtsich daher, nachdem wir den Saldo mit der richtigen Summe des Banco ins Debet gebracht haben, nichtab, sondern die Lolumne unsrer Währung ist im Debet stärker als im Credit und wir müssen daher diesenUnterschied als Coursdifferenz zur Ausgleichung ins Credit bringen. Die in einer fremden Währunggeführten Conten werden sich in der zweiten Geldcolumne in der Regel nicht abschließen, weil die Coursesich stets verändern und daher auf beiden Seiten nur sehr selten einander gleich sein werden; da nunimmer der Saldo gilt, welchen die erste Columne zeigt, so muß der Unterschied in der zweiten wegge-schrieben werden. — Nachdem wir im Waarenscontro die wirklich gefundenen Vorräthe zu den gegen-wärtigen Einkaufspreisen ins Credit der Conten gebracht haben, sollen die Gewichtscolnmnen eigentlichgleiche Summen geben; dies wird jedoch nicht immer der Fall sein, weil die Waaren zuweilen auf demLager eintrocknen oder anziehen, oder auch weil nicht ganz genau gewogen worden ist. Dieser Unterschiedwird auf der Seite, deren Summe die kleinste ist, als „Gewichtsdifferenz" abgeschrieben. Die Geld-cvlumnen werden jedoch immer einen Unterschied zeigen, ausgenommen, wenn an einer Waare wedergewonnen noch verloren worden wäre; der Ueberschuß der Creditseite wird daher als Gewinn ins Debet,der der Debetseite als Verlust ins Credit geschrieben. — Dann werden die Gewichts- und die Geldcolumnenabgeschlossen, worauf man den Vorrath, so wie er in der Inventur aufgenommen war, unterm 1. desfolgenden Monats, im Debet aufs Reue vorträgt. — Auf den Conten der Waaren von denen es mehrereSorten gibt, wie das Kaffeeconto, Zuckerconto rc. muß man bei jedem Posten die Sorte mit angeben,was bei den übrigen nicht nöthig ist.

Dies ist im Wesentlichen das Verfahren bei der einfachen Buchhaltung und wir gehen nun zurdoppelten über, wobei wir die nämlichen Geschäftsvorsälle zum Grunde legen. Die doppelteBuchhaltung hat hauptsächlich den Zweck, zu zeigen, wie und an welchen Geschäftszweigen der reineGewinn oder Verlust entstanden ist, indem sie die einzelnen Gewinne oder Verlust- angibt. Zu demEnde wird jeder Vorfall nicht allein aus das betreffende Personenconto gebracht, sondern auch demjenigentodten Conto debitirt, das etwas erhält, für das etwas ausgegeben wird rc., oder demjenigen creditirt,das etwas hergibt, einbringt rc., wie wir schon weiter oben ausführlicher dargestellt haben. Es ist dabeihauptsächlich nöthig, daß man zu jedem Debitor den richtigen Creditor und zu jedem Creditor den rich-tigen Debitor findet, worüber man zwar in den meisten Fällen nicht in Zweifel sein kann, was aber dochzuweilen einige Schwierigkeiten hat. Im Memorial gibt man nun bei jedem Posten sowohl den Debitorals den Creditor an und zwar ist es gebräuchlich, den Debitor immer zuerst zu nennen. Im Caffabuchgibt man aus der Debetseite bei jedem Posten das Conto an, welches dasür zu creditiren und aus dieCreditseite das, welches zu debitiren ist. Für den Geschäftssond wird das Kapitalconto als Creditorangenommen. Beim Kauf oder Verkauf von Staatspapieren und Actien kommt nur der Betrag derPapiere selbst auf das Staatspapier- oder Aetienconto, der der Zinsen aber auf das Zinsenconto, weilder Zinsenüberschuß nicht an den Papieren selbst, sondern an dem darin angelegten Gelde gewonnen wird,wie wir ebenfalls fchon oben näher erklärten. Der Disconto kommt auch auf das Zinsenconto, da er inWahrheit nichts Anderes ist, als Zinsen. — In der doppelten Buchhaltung schreibt man, wie schonerwähnt, zu den Posten, welche ins Debet eines Contos kommen, „Ln", und zu denen, welche ins Creditkommen, „Der" und hier hat dies einen Sinn, denn es heißt z. B. U. N. Debet (Soll oder schuldet) andas Cassaconto, und ebenso: Js. N. Credit (ist Gläubiger) durch (per) das Cassmconto rc. An stehtaber allemal vor dem Namen des Creditors und Der vor dem Namen des Debitors, was man,besonders wenn man sich dieser Wörtchen in der einfachen Buchhaltung bedient, fast immer verwechselt.

Den nachfolgenden Schemas zum Caffabnche und Waarenscontro, aus denen man das Nähereerfleht, werden wir noch einige nöthige spezielle Bemerkungen hinzufügen.