Band 
Erster Band.
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Gewichtsnota

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Gewinn

pel geschlagen wird; die ersteren müssen daher ur-sprünglich etwas zu groß, die letzteren etwas zu kleinangefertigt werden. Bei den sogenannten Brücken-oder Decimalwagen (s.Wagen) gilt jedes Gewichts-stück lOmal so viel als es wirklich wiegte also einStück von 1 Pfd. Schwere 10 Pfd. rc. — Zu denverschiedenen im vorigen Artikel erwähnten Gewichts-arten hat man natürlich auch eigene Gewichte, vondenen besonders die in den Goldwagen befindlichenzu erwähnen sind, welche gewöhnlich Steine ge-nannt werden. Diese stehen nicht, wie die gewöhn-lichen Gewichtsstücke zu der im Lande üblichen Ge-wichtseinheit in einem bestimmten Verhältnisse, son-dern jedes derselben hat das gesetzliche Gewicht einerbestimmten Goldmünze, eines Dukatens, Louis-d'ors rc., deren Name darauf geprägt ist. Außerdiesen Steinen sind in den Goldwagen gewöhnlichnoch kleine Gewichtsstücke von 1 bis 0 As befindlich.Die Bankiers führen zuweilen auch Dnkatenge-wichte, nämlich Gewichtsstücke, welche soviel wiegenals 1, 2, 4, 8 bis 128 Dukaten und als '/ 2 , 1 U, Vsbis V 128 Dukaten wiegt, wobei das Gewicht des Du-katens zu Tot Mark angenommen ist. Sie bedienensich derselben zum Wägen leichter Dukaten al marco(die nicht einzeln, sondern zusammen gewogen wer-den). Ebenso haben die Goldarbeiter zuweilenKronengewichte (s. Krone) in den nämlichenVerdoppelungen und Halbirungen, aufwärts bis zu128 und abwärts bis zu y ,23 Krone. Beide Gewichts-arten sind jedoch nur selten mehr gebräuchlich. Zuganz feinen Wägungen, welche z. B. bei chemischenAnalysen und bei Münznntersnchnngen vorkommenund zu denen auch eigene, sehr empfindliche Wagengehören, hat man ganz kleine Gewichte bis zu 1 homGramm rc. herab, welche gewöhnlich aus einemkleinen Stückchen Platinblech oder Platindraht be-stehen.

Gewichtsnota, s. Nota.

Gewichtspesen, s. R e ch e n k u n st, kaufmännische,unter W a a r e n r e ch n u n g.

Gewinn in Bezug auf den Handel heißt derNutzen, den der Kaufmann bei Betreibung seinesGeschäfts erreicht und der ihm dadurch erwächst, daßer seine Waaren theurer verkauft, als er sie einge-kauft hat; auch versteht man darunter überhaupt dieSumme, um welche sich das Vermögen des Kauf-manns oder sein Geschästsfonds in Folge des ihman den einzelnen Handelsartikeln bleibenden Nutzensin einer gewissen Zeit vermehrt. Die ganze Thätig-keit des Kaufmanns muß darauf gerichtet sein, zugewinnen und er ist dazu, selbst dem Cousumentengegenüber, vollkommen berechtigt, weil er seine Zeitund Thätigkeit, sowie sein Kapital dem Handel wid-met; auch würde sich der Consument die Waare,wollte er sie selbst von dem oft weit entfernten Er-zeuger kaufen oder beziehen, in der Regel nicht bil-liger verschaffen können, als er sie vom Kaufmannerhält, theils weil er gewöhnlich nicht so wie dieserweiß, von wem und von welchem Orte sie am bil-ligsten zu beziehen sind, theils weil die Transport-kosten für das kleine Quantum, das er nur braucht,verhältnißmäßig viel bedeutender sein würden, alsfür eine größere Quantität, die der Kaufmann auseinmal kommen läßt; oft aber würde ihm der Er-zeuger eine kleine Quantität gar nicht ablassen, weiler auf den Einzelverkauf nicht eingerichtet ist, oderer würde ihm wenigstens einen viel höheren Preisstellen, als dem Kaufmanns. Aus dem letztenGrunde ist auch oft der Handel mit Artikeln, welche

ganz in der Nähe erzeugt werden, in den Händender Kaufleute. — Um so viel als möglich zunen, muß der Kaufmann seine Waaren so wohlstuals möglich einkaufen, und sie so theuer als mogucvwieder verkaufen, und in der Erreichung diesesZweckes liegt eigentlich die ganze Kunst des Kanf-inanns. Er muß daher wissen oder erforschen, wannund von welchem Orte er die Waaren am wohlstlststen einkaufen, auf welchem Wege er sie mit den ge-ringsten Kosten beziehen, auf welche Weise und anwelchem Orte er sie am theuersten wieder verlaust»und welche Waaren oder Waarengattungen er in st>stnem Geschäftsbereiche am schnellsten, sichersten uiwVortheilhaftesten wieder absetzen kann. So wenigaber als die Wohlseilheit des Einkaufs in seiner Mannsteht, da sie nur von dem Willen des Verkäufers ab-hängt, so wenig kann er den Verkauspreis seinerWaaren willkürlich bestimmen, sondern er kann Istnicht theurer verkaufen, als andere Kaufleute an 1 et fnem Wohnorte oder in der Nähe desselben sie bstgleicher Beschaffenheit und Güte (Qualität) ves^kaufen, denn er würde, wollte er höhere Preise dasmverlangen, keine Käufer dazu finden. Auch deshalbinuß er darauf sehen, daß ihm die Waare so bimgals möglich und nicht höher zu stehen kommt, m»anderen Kausteuteu. Hauptsächlich aber muß **Kaufmann, um so viel als möglich zu gewinnen, atstbeim Einkauf sowohl als beim Verkauf eingetretene»für ihn günstigen Umstände zu benutzen, auch d«?künftige Eintreten derselben beachten und es n»stMöglichkeit und Wahrscheinlichkeit voraus zu Uxffl"nen wissen. Das Letztere besonders ist Sache ySpekulation (s. d.), der größten und wichtigste»Kunst des Kausmanns. Es ist aber nicht genug, daoder Kaufmann möglichst viel an einer Waare g°swinnt, sondern dies muß auch möglichst oft £■'schcheu, denn es ist natürlich, daß ein kleiner Estwiun, der sich oft wiederholt, viel mehr einbringe»kann, als ein größerer, der nur selten eintritt, uNwer in einem Jahre 100 Centner einer Waare »n10 Thlr. Nutzen an jedem Centner verkauft, gewinnviel weniger , als ein Anderer, der 500 Ctr. verkamund am Centner nur 5 Thlr. Nutzen hat. Der Kaustmann muß daher auch, wie schon erwähnt, danstststreben, daß er seine Waaren möglichst schnell verkauft und daß er sein Kapital in einer gewissen Äst"möglichst oft umsetzt. Bei aller Sorgfalt und Amnierksamkeit aber wird es der Kaufmann nur fe*»vermeiden können, daß ihn zuweilen Verluste treffe»»Seine Spekulationen können mißglücken, indem ®für ihn günstigen Ereignisse, die er erwartet hal,l"?st.oder unerwartete ungünstige eintreten; die Preist st -Waaren, die er vorräthig hat, können fallen, soer genöthigt ist, mit Verlust zu verkaufen; er »an stwenn er Anderen Kredit gibt, außenstehende v"derungen verlieren rc., mancher anderen AnglUstfälle, die ihn treffen können, nicht zu godemSolche Verluste muß der Kaufmann zwar nach ™ 9lichkeit zu vermeiden suchen, aber er muß dernoygeachtet stets darauf gefaßt sein und daher so vl» ®möglich dasür sorgen, daß sein Gewinn zur Deanderselben ausreicht. Ueberhaupt kann der Kansnw ‘den Nutzen, den ihm seine Handelsgeschäfte nun»" .bar abwerfen, noch nicht als seinen Gewinn betrateil, den er, ohne sein Kapital zu vermindern, 'zehren könnte, denn er muß davon auch alle diebestreiten, welche die Betreibung seines Geschält" 7 ..,«ursacht, namentlich Miethe, Gehalte und Löhne!Personals, Abgaben, Heizung, Beleuchtung

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