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Erster Band.
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Gibus

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Gifttattich

verordnet, die nicht auf einen bestimmten Tag zahl-bar gestellt sind.

Maße und Gewichte sind die englischen und«panischen im Gebrauche; der Wein wird jedochnach einem besonderen Gallon verkauft, welcherLiter und l mi alte englische Gallons ist.ivle Piste ist die von Cadiz. Man rechnet 5 ge-nnchene Getreide-Fanegas --- 8, und 2 gehäufte =%/* gestrichene alte engl. Winchesterbushels, 1 PipaWem --- H6 altx eiigl. Weingallons, 1 Aroba Oel^ dgl ' = 26 engl. Pfd. avoir du poid, 1

von 100 Pfd. = 101 3 / 4 dgl. Pfd.

Mbus,s. Hüte.

Gtchtbeere, s Johannisbeere, schwarze.Glchtpapier oder Gesund heitspapi er nenntman Papier, das mit einer harzigen , meist auch mit^'zerlegenden Stoffen, wie Canthariden, Euphor-o>um und dergl. vermischten Masse bestrichen ist und°gs man bei Gicht und Rheumatismus auf diesEmenden Theile legt, auch zuweilen auf die Brust,jm n Magen rc., um sich vor Erkältung zu schützen,wtan verfertigt es meist in den Apotheken, bezieht es^brr auch von Nürnberg.

Glchtrose, Pfingstrose, Päonie, Paeonia““ieinalis, eine bekannte, wegen ihrer großenprachtvollen rothen oder weißen Blumen häufig ingezogene und im südlichen Europa in Berg-waldern wild wachsende Pflanze. Die knollenartige,lin röthliche, innen weißliche Wurzel von bitter-^^.mßem Geschmack und starkem Geruch wird nurselten unter dem Namen Päo nienwurzel,ü tV' x ■ Pae °niae, in der Medizin gebraucht, da» burch das Trocknen einen großen Theil ihrerverliert. Sie enthält ein dickes, saures Fett,Ä^Eer, Stärke, Gummi, Gerbstoff, Stickstoff undw Salze. Die rothen Blumenblätter, Plor esein.°°viae, welche getrocknet geruchlos sind undb " ^bitterlich schleimigen Geschmack haben, werdend,-Mchlich ihrer Farbe wegen zur VerschönerungWucherpulvers benutzt, auch zuweilen unter diealänr ^ie^ genommen. Die ovalen, erbsengroßen,Kern ^« schwarzenSamenkörnermit weißem, öligem,leirfit “ emen Paeoniae, sollen das Zahnen er-unSk tt ’ ^enn man sie in rothen Wein einweichtKinb "" zu 32 Stück an einen Faden gereiht, den^»vn um den Hals bindet. Sie kommen ausd-i.sveich, Italien und auch aus Thüringen undnicht mit vielen glanzlosen vermengt fein.

^ «ttchtrübe, Zaunrühe oder Stickwnrzel,ttrH*° nia alba > eine kletternde Pflanze mit kraut-lavu- ' eckigem, rankigem Stengel, herzförmig füns-ten R^^n Blättern, blaßgelblichen Blüten und schwar-u,,/?eeren, die in ganz Europa häufig an Hecken undN-?Men wächst. Die große, rübenartige, oft 4—61ere ' weißliche Wurzel kommt in Scheiben ge-^mnten und getrocknet unter dem Namen RadixbitfA- 0niae den Handel und wird als drastisch^ Anendes und harntreibendes Mittel in derein-« ' besonders häufig in der Homöopathie alsS-. 4 ^ Obigsten Mittel gegen Wassersucht benutzt.bat ' weißgelhlich von Farbe und geringelt undeckelhaft bittern Geschmack, wie im frischenx„lwnde einen äußerst starken -und widerlichen Ge-getrocknet verliert. Sie enthält einenExtractivstoff, das Bryouin, Stärke-\Sn» Schleimzucker, Harz, Eiweiß, Pectin-

aem ^ Salze. Früher führte man auch das darausLi°nnene Stärkemehl, Paecula Br^ouiae. Gleicheg^uschaften hat die Wurzel der zwcihäusigen Zaun-

rübe, Bryonia dioioa, die mehr im südlichen, jenedagegen mehr im nördlichen und mittleren Europavorkommt. Die B. americana wird in Amerikawie die B. africana in Afrika als Arznei gebraucht.Bon der B. rostrata, grandis und maderaspatana inOstindien, werden die Wurzeln und Blätter gegenBlattern, Schlangenbisse rc. verwendet.

Gichttaffet oder Gesundheitstaffet heißteine Art Wachstaffet, der von dem PremierleutnantSchütz in Nürnberg verfertigt, aber auch hin undwieder nachgeahmt wird, und den man wie dasGichtpapier auf schmerzende Glieder rc. legt, indemer durch Beförderung der Hautthätigkeit und durchAbhalten äußerer schädlicher Einflüsse das Uebel ver-mindert oder heilt.

Gieke, s. Ringelblume.

Gifte nennt man alle diejenigen Stoffe, welcheschon in geringer Menge in den thierischen Körpergebracht, eine nachtheilige und selbst tödtliche Wirkungauf denselhen äußern. Da die meisten derselben inkleinen Gaben und zweckmäßiger Anwendung alsArzneimittel benutzt werden, so sind sie Gegenstanddes Droguen- und Apothekerhandels und diese allesind in unsrem Werke in besonderen Artikeln aufge-führt. Um Mißbrauch und Unglück zu verhüten,gibt es überall gesetzliche Vorschriften für die Aufbe-wahrung und den Verkauf der Gifte, die jedoch inden einzelnen Ländern verschieden sind. Hauptsäch-lich dürfen sie entweder nur auf schriftliche Verord-nung des Arztes oder nur an ganz bekannte Personenund unter Angabe der Verwendung, von den Dro-guisten nur an Apotheker rc. verkauft werden; dieletzteren müssen sie in einem besonderen, sorgfältigverschlossenen Schranke aufbewahren, alles was da-von verkauft wird in einem besonderen Buche auf-zeichnen, die dazu verwendeten Schachteln, Tecturen rc.mit dem Worte Gift, oder mit Kreuzen oder einemTodtenkopfe bezeichnen und dgl.

Giftesflg, f. Vierräuberessig.

Giftheil, Radix Antirorao, die fleischige,außen braune, innen weiße, rübenförmige, scharfbitter, hintennach ekelhaft süß schmeckende Wurzeldes gelbblühenden, aus den Alpen wachsenden Aco-nitum Anthora. Man hielt sie früher für einGegenmittel bei Vergiftungen durch Sturmhut; jetztist sie kaum noch im Gebrauch.

Giftlattich, Lactuca virosa, eine hier undda in Deutschland an Felsen, Wald- und Ackerrän-dern, auf wüsten Plätzen rc. wachsende Pflanze, mitlänglichen, ungleich gezähnten und auf dem Mittel-nerven mit Stachelhorsten besetzten, oben hvchgrünen,unten blaugrünen Wurzelhlättern und sitzenden,pfeilsörmigen Stengelblättern, die bitter und scharfschmecken und einen narkotischen, opiumartigen,widerlich betäubenden Geruch haben. Der Stengelist aufrecht, rund ästig, unten stachlicht, 2 — 3' hoch,die Blumen sind klein und gelb, der Same länglicheiförmig, an der Spitze borstig. Sie werden unterdem Namen Horba laotnoae virosae in denApotheken geführt, häufiger aber der aus den frischenBlättern bereitete grünliche Extract, dritter Cvnststenzangewendet, weildurch das Trocknen ein großer Theilder Kraft verloren geht. Der in der Pflanze ent-haltene Milchsaft gibt das deuts che oder sogenannteenglische Lactucarium (s. d.). Die Blättervon Lactuca Scariola, welche jenen sehr ähnlich sehenund auch wohl die nämliche Wirkung haben, werdenoft dafür gesammelt, doch unterscheidet sich letzteredurch feine meist vertikalen, fast fiederspaltigen,