Goldtinktur
Goldpapicr 563
g, Gvldpapier ist entweder ganz mit unächtem-vtattgold vergoldet, oder es hat einen farbigenMu„v, auf den goldne Figuren gepreßt sind. Daserstere verfertigt man jetzt auch mit allerhand ge-preßten erhabenen Figuren und diefer Art sind auchsie papjxrnen Goldborten, s. d.
Gvldpflaume oder Jkatopflaume heißt diepstaumenartige Frucht eines in Westindlen undSüdamerika wachsenden Baumes, Obrxsobalannstosoo, die wegen ihres angenehmen Geschmacks dortllhr beliebt ist und auch zuweilen in Zucker einze-ucht, nach Europa, besonders nach Spanien kommt.^>e ist oval, röthlichgelb, purpurroth oder schwarz-roly von Farbe und hat 5 steinartige Kerne.
^ Goldphosphvr, die Verbindung des Goldes mit^?sphor, ist glänzend hellgelb bis schwarz und sehr
Gvldpiaster, Dsouckillo deoro, Goldmünze
'ZVanien,s. d.
. ^vldpurpur, Cassius'scher Goldpurpur°rer mineralischer Purpur, ist ein pnrpur-UU>er oder violetter Niederschlag, der bei Ver-mischung einer Goldanflosung mit Chlorzinn ent-lleht und welcher in der Hitze dem Glase oder ge-kannten Erden eine schöne Purpurfarbe ertheilt,daher er zur Verfertigung farbiger Gläser und Glas-lltstse, sowie bei der Porzellan - und Glasmalerei be-nutzt wird. Er wird in sehr verschiedenen Farben-llnancen in mehreren chemischen Fabriken , nament-Uch m Paris, verfertigt.
Goldrupie, s. Rupie.
Goldruthe oder heidnisch Wundkraut,«vltllg^o viij-anrea, eine in deutschen Berg-wäldern und auf Halben wachsende Pflanze mit 2bis 3 Fuß hohem aufrechtem Stengel, lanzettlichen' gesägten, hellgrünen Blättern und tranbensrändigen,zahlreichen gelben Strahlenblumen. Die blühendenStengel werden, jedoch nur noch selten, unter demlltamen Ilerba Oonsolickao saiiacenioao oder Virgaowrreae in der Medizin, auch in der Färberei gebraucht.Das getrocknete Kraut riecht aromatisch.
Goldsalmiak, Lllilorctuin auri et ammonii, wirdArch Lösung von Goldchlorid und Salmiak inGaffer mit Zusatz von etwas Königswasser erhalten.^ ll>ird selten in der Medizin angewendet.
Gold, salzsaures, trocknes salzsaures^oldvppd, Natriumgoldchlorid, Chlor-öoidnatrium, Aurum muriaticum natro-a tüm siccum, Chloretum auricum cliloretoan ^.nruiu sesquicliloratum natronatum, ein^Wasser lösliches Pulver, das bereitet wird,n „, 111 man 1 Theil Gold in Königswasser auflöst,Nr »theile Kochsalz und 16 Theile destillirteszusetzt und die Flüssigkeit bis zur TrocknißBei gleichen Theilen Gold und KochsalzL ,, e ® gelbe rechtwinklige oder tafelförmige Krystalle;«»Überschuß von Gvldchloridist es leicht zerfließlich.a»u/^^ Medizin, besonders in der Syphilis,der Darstellung von Lichtbildern gebraucht. Anverulk wird es leicht feucht und muß daher gut^hrt werden.
ein?, Wawm oder unächtes Blattgold istgold ^ dünnen Blättern, wie das ächte Statt«' •®Ü c *) la S5 ent Composition von Kupfer und Zink.^denfalls in Büchelchen von dünnem weißembe!o„^ gelegt, von denen 24 ein Buch heißen, und«5 ] n .Nürnberg und Fürth verfertigt,^doscheidewaffer, s. Salpetersäure,vldschlägerhautchen sind die dünnen Häut-
chen, zwischen denen das Blattgold geschlagen wird,damit es nicht zerreißt, und die außerdem zu manchenSpielereien benutzt werden. Man verfertigt sie ausder feinen Oberhaut des Mastdarmes der Rinder,dieman, nachdem sie gereinigt und auf einem Rahmengetrocknet worden, mit einem Firniß aus Weingeist,Hausenblase, Kampher und einem wohlriechendenätherischen Oele bestreicht und dann 2 und 2 aufein-ander legt, so daß sie fest zusammenkleben. JedeHaut wird hierauf in 6 viereckige Blätter geschnitten,von denen 700—750 Stück in Pergament gepacktund eine Form genannt werden. Bor der Ver-wendung werden sie noch im Backofen gut ausge-trocknet. Die Goldschläger verkaufen sie gewöhnlichnach davon gemachtem Gebrauch an die Metall-schläger, welche unächtes Blattgold und Silber ver-fertigen. Sonst waren sie nur aus England zu be-ziehen, jetzt aber verfertigt man sie in Wien, Berlin,Breslau, Nürnberg u. a. O.
Goldschlägerpapier nennt man das dünne Pa-pier, aus welchem die Büchelchen zum Blattgoldeverfertigt werden.
Goldschwefel oder Spießglanzschwefel,Lnlpllni auratum Antimonii, Sulphurstibiatum aurant iacu m, Stibium sul-phuratnm aurantiacum, eine Verbindung vonSpießglanz und Schwefel, in Form eines schönenorangegelben, feinen, leichten, geruch- und geschmack-losen Pulvers, das sich an der Lust nicht verändert,aber vom Lichte nach und nach blässer wird. Manverfertigt es aus einer mit Salzsäure gefällten Ans-lofung'vvn Glaubersalz, Spicßglanz und Schwefel,oder auf eine wohlfeilere Art aus Soda, Aetzkalk,Spießglanz und Schwefel, mit Schwefelsäure ge-fällt. Es wird als starkes Brechmittel in der Mc-dizin, auch zu Pastellfarben und zuweilen in derKattnndruckerei verwendet und aus chemischenFabriken bezogen. Es ist häufig durch Arsenik undandere Metalle verunreinigt.
Goldskaub nennt man gewöhnlich das aus kleinenKörnern bestehende Gold, welches durch Waschen ausdem Sande der Flüsse oder aus aufgeschwemmterErde gewonnen wird und so in den Handel kommt.
Goldstoff, Goldstück oder Goldbrokat,Drap ll'or oderb'oiiil ck'or, s. Brokat. Manunterscheidet zuweilen Goldstoff und Goldbrokat da-durch , daß mau mit dem ersten Namen solche Ge-webe bezeichnet, deren glänzender und schimmernderGrund ganz aus Gold- und Silbergespinnst oderaus unächtem Goldlahn und die Kette zum Theilaus Gold- und Silberfäden besteht, das zum Ein-schlag verwendete Glanzgold aber durch die ganzeBreite des Zeugs geschossen ist, während man unterBrokat diejenigen Stoffe versteht, in denen entwederdie einbroschirten Figuren oder der Grund größlen-theils aus feiner Seide bestehen. Diese Stosse gehenhäufig nach dem Orient und werden außerdem zuKirchenornaten, die unächten zu Theater- undMaskenanzügen verwendet.
Goldsulphid entsteht, wenn eine Lösung vonGoldchlorid mit Schweselwasserstost gefällt wird; esgibt einen dunkelgelben Niederschlag. Geschieht jedochdieses Verfahren mit einer erwärmten Lösung, sobildet sich das Goldsulphür, dessen Niederschlagdunkelbraun ist.
Goldtinktur oder trinkbaresGold, Aurump o tab ile, eine Goldaustösung, der man sonst großeHeilkräfte zuschrieb, die aber jetzt nirgends mehr ge-braucht wird. Man löste Blattgold in Königwasser
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