Hanaucr Zeuge
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Handel
wird ebenfalls in 4 Schoppen getheilt, enthält abernur l,«,,«) Liter und ist = O,^ Kasseler Maß,= 1 Franksurter junge Maß; 69 alle Maß —80 junge Maß. Oel und Milch werden nach deralten Maß gemessen. — Gewicht, s. Hessen, Kur-fürstenthum.
Hanaucr Zeuge werden zuweilen im Allge-meinen die in Hanau verfertigten Wvllenzeuge ge-nannt.
Hanbutte, s.Feldrose.
Handel bedeutet im weitesten Sinne des Wortesjeden Umtausch irgend eines Besitzgegenstandes gegeneinen anderen, der letztere mag nun Geld, als dasallgemeine Tauschmittel und der Repräsentant allerWerthe, oder wieder ein zur Benutzung oder zumVerbrauch bestimmter Gegenstand sein. Man sagtin dieser Beziehung z. B. daß der Landwirth mitseinen Erzeugnisse» und der Fabrikant mit seinenFabrikaten Handel treibe oder sie verhandle; fernernennt man es einen Handel, wenn man ein Grund-stück rc. gegen ein anderes vertauscht und dgl. Imengeren und eigentlichen Sinne versteht man jedochunter H a n d e l den gewerbsmäßig und in der Absichtzu gewinnen betriebenen Austausch von Gütern oderWaaren, durch welchen diese aus den Händen derPersonen, die sie im Ueberfluß baden, in den Besitzderer kommen, denen sie fehlen und die ihrer be-dürfen, und Den, welcher dieses Gewerbe betreibt,nennt man Handelsmann oder Kaufmann.Der Handel kann allerdings die Waaren unmittelbaraus den Händen des Erzeugers oder Producentenin die des Verbrauchers oder Consumentenbringen, wenn der Erstere sie in den kleinen Quan-titäten verkauft, welche der Letztere braucht; aber inder Regel geschieht dies nicht, sondern der Kaufmanntritt als Mittelsperson ein und oft gehen die Waarendurch die Hände mehrerer Handeltreibenden, ehe siein die des Consumenten gelangen. Die älteste undnaturgemäßeste Art des Handels ist der Tauschoder Tauschhandel, bei welchem Waare sürWaare gegeben wird, indem Der, welcher von einemGegenstände mehr besitzt als er braucht, das Ueber-flüsstge einem Andern überläßt, der es braucht undder ihm etwas Anderes dafür gibt, was er im Ueber-flusse besitzt und was der Erste zu besitzen wünscht.Aus diese Weise wurde in den frühesten Zeiten dermenschlichen Civilisation, ehe man einen Gegenstandzum allgemeinen Tauschmittel, als Geld (f. d.),bestimmt hatte, aller Handel betrieben, und diesfindet noch jetzt zwischen uncivilisirten Völkern, na-mentlich im Innern und an den Ost- und WestküstenAsrikas, statt. Der Tauschhandel kommt aber auchnoch jetzt unter gebildeten Nationen vor, entwederwenn es ihnen an der zu ihren Handelsgeschäftennöthigen Menge baaren Geldes fehlt, was z. B.meist und in einem großen Maßstabe bei dem Handelder Chinesen mit den Engländern und Russen,ferner beim Nordamerikanischen Pelzhandel undselbst in Europa auf den Färöer Inseln, in Grön-land rc. geschieht; oder wenn ein Kaufmann eineWaare besitzt, sür die er keinen Absatz hat. währendein Andrer sie brauchen oder absetzen kann, der sichmit einem andern Artikel in gleichem Fall befindet,welchen der Erstere besser verwerthen kann als denseinigen. In diesem Fall würden beide den einge-tauschten Artikel in der Regel nicht gegen baaresGeld gekauft haben, sondern sie machen den Handelnur, weil sie, ohne Geld auszugeben / eine Waarebekommen, die ihnen lieber ist als diejenige, welche
sie dafür geben. Dieses Tauschen, welches gewöhnlichBarattiren oder Troquireu, Baratt- oderS t i ch h a n d e l genannt wird, ist unter andrem auchim Buchhandel gebräuchlich, bei dem man es Chan-giren nennt. Diese Arten des Tauschhandels abersind fast inimer kein eigentlicher Tausch, sonderneigentlich ein doppelter Handel, indem dabei in derRegel jeder Theil seine Waare zu einem gewissesPreise in Gelde anschlägt, auch nicht selten ein Ueber-schuß, der sich nicht durch Waare ausgleichen läßt,mit Gelde bezahlt wird. — Die gewerbsmäßige Be-treibung des Handels durch Personen, welche ihn zuihrer Beschäftigung machten, um dadurch ihren Le-bensunterhalt zu gewinnen und selbst ihr Vermögenzu vergrößern, ist schon sehr alt und schreibt sichdaher, weil es den Producenten sowohl als den Con-sumeuten viel Mühe und Zeit kostete, den ersterendiejenigen Personen, welche ihre Waare brauchten'und den letzteren diejenigen, welche das was p cbrauchten im Ueberfluß hatten, aufzufinden, und eswar daher für beide Theile Vortheilhaft und will-kommen, daß sich Mittelspersonen dazu fanden,obgleich sie diesen einen Gewinn zugestehen mußten-Diese Mittelspersonen brachten die überflüssigenErzeugnisse der einen Gegend nach einer andern, wosie gebraucht wurden; sie wußten, wo sie am bestenerzeugt wurden und wo sie am willkommensten utwam leichtesten abzusetzen waren; sie waren mit denArtikeln versehen, gegen die sie sie am Erzeugungs-orte eintauschen konnten, und überließen sie dem Con-sumenten in der kleinen Quantität die er brauchteund die er durch seine Erzeugnisse auszugleichen >o>Stande war. — Zeder Kaufmann oder Handel-treibende muß an den Waaren mit denen er handelngewinn en, d. h. er muß sie theurer verkaufen alser sie einkauft, denn er muß nicht allein die Koste»für seinen und der Seinigen Lebensunterhalt un»die oft bedeutenden Ausgaben bestreiten, die ihm d»Betreibung seines Geschäfts, die dazu nöthigenRäume und fremden Arbeitskräfte, sowie auch desTransport der Waaren, die darauf zu bezahlende«Zölle rc. verursachen; er will ferner für das Kapsln»welches er zur Betreibung des Handels braucht, eine»Nutzen! Zinsengenuß) haben und wünscht dass«»womöglich zu vermehren, und da er es nicht intimvermeiden kann, daß er entweder an den Waareoder auch durch das Kreditgeben Verlust erleid«,so muß er diesen durch den Gewinn an den übrig«'Geschäften ausgleichen (s. Gewinn). Der Hast»hat daher zunächst den Nutzen, Diejenigen, diebetreiben uud viele Andere, die ihnen dabei H«»leisten, zu ernähren und selbst zu bereichern; avsein bei weitem größerer Nutzen besteht darin, »aner eine Verbindung selbst zwischen den entferntestLändern herstellt, daß er den Austausch ihrer Nat» 'und Kunstprodukte vermittelt und möglich maw,daß er die Geldcirkulation befördert und dadurch »den Reichthum der. Völker vermehrt, und ba»psächlich daß er die Theilung der Arbeit möglich man' Jindem jeder Einzelne dadurch in den Stand $ e !~Z rwird, sich vorzugsweis und mit Auswendung,, st' ^ganzen Kraft und Zeit derjenigen GewerbstlMllzu widmen, die sich für seine Kräste, seine Fa»fetten, für die Lage und die Verhältnisse I« ^Wohnorts am besten eignet. Der Producent erddurch die Vermittelung des Handels die ® ean »i a tdaß er seine Erzeugnisse absetzen kann, und i* bum so schneller und vortheilhaster, je wohlfeiler » ^je besser er sie herzustellen im Stande ist; «'