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holz verwendet und zu den ganz großen Wellen inimmt man auch Ulmen- oder Lerchenbaumstämme,weil sich das Eichen- und Buchenholz zuweilen durch !seine eigene Schwere biegt; zu kleineren wird Ahorn-,!Elsebeer-, Haiubuchenholz und bgl. verwendet. Oft jwird das Holz schon im Walde so behauen oder ge-;schnitten, wie es znni Bauen gebraucht wird; man ;nennt es dann ausgezimmert, und es hat wie-lder nach den Zwecken, zu denen es bestimmt ist, ver- sschiedene Namen. Schwellholz, hat etwa 10 Zoll ;Breite nnd 8 Zoll Stärke; dazu gehören besondersdie Eisenbahnschwellen, welche jetzt ein wich-tiger Artikel des Holzhandels sind. Das zum Schiff-bau bestimmte Holz wird schon an den Erzeugungs-vrten säst zu jedem vorkommenden Stücke aus denStämmen, die sich ihrer Form und ihrem Wüchsenach dazu eignen, besonders zugeschnitten, da haupt-sächlich viel krummgewachsenes Holz (Kruinm holz)dazu gebraucht wird, und jedes dieser Stücke hateinen eigenen Namen, z. B. Kiel stücke, Binnen-und Vorderstevenbuchten, Verdeckbalken,Lieger, Pükstöcke, verschiedene Knie, Kropp-und Spiegelwangen, INastspurlinien u. v. a.Zum Schiffbau werden auch viel eichene Bohlen ver-braucht, die man Caravellen nennt. —Das Holzfür Stellmacher und Maschinenbauer wird im All-gemeinen Schirrholz genannt; es werden dazuebenfalls viel krumme Hölzer gebraucht, die zuweilenauch schon aus dem Gröbsten behauen in den Handelkommen und ihre besonderen Namen haben. DasBöttcherholz, auch Stabholz oder Staffholzgenannt, ist entweder zu Faßdauben oder zuBöden bestimmt; das erstere wird gespalten, dasletztere geschnitten, und es muß ganz gerade ge-wachsen und astsrei sein. Die Stämme werdendazu sogleich an Ort und Stelle zu Klötzen von derLänge, welche die Dauben nach ihren Bestimmun-gen erhalten sollen, zugeschnitten und die darausgespaltenen Stäbe nennt mau nach ihrer Länge,Breite und Dicke Pipen-, Oxhoft-, Faß-,Halbsaß-, Tonnenstäbe rc., nnd ebenso werdenauch die Bodenstäbe nach ihrer Größe unterschieden.Eine Art ganz reines und fehlerfreies Stabholz wirdKlappholz oder Franzholz genannt. Das inden Handel kommende Böttcherholz ist meist zu Wein-fässern bestimmt und daher hartes, am häufigstenEichenholz; doch werden auch zuweilen andere Hölzer,in den südlichen Ländern besonders Kastanicnholz,dazu verwendet. Auch die Faßreifen, zu denendünne Zweige von Weiden, Birken, Kastanien,Haselnußsträuchern rc. verwendet werden, kommenin den Handel. — Die verschiedenen Tischler-hölzer werden theils, in Klötzern oder Blöcken,theils in Bohlen oder Breter geschnitten in denHandel gebracht, was wir in den einzelnen Artikelnüber die verschiedenen Arten angeben. — ZnmBrennholz benutzt man in der Regel diejenigenStämme, welche nicht vortheilhafter als Bau- oderNutzholz abzusetzen sind. Es ist ebenfalls entwederweiches oder hartes und zu dem ersteren gehört na-mentlich Kiefern-, Fichten- uud Tannenholz, zu demletzteren Eichen-, Buchen-, Birken- und Erlenholz.— Die weite Versendung des Holzes kann eigentlichnur zu Wasser geschehen, weil der Landtransport eszu sehr vertheilen! würde; indessen geschieht er jetztauf mäßige Entfernungen auch zuweilen durch dieEisenbahnen. Auf. den Flüssen wird das Holz meistgeflößt, d. h. man läßt es, ohne vs in ein Fahr-zeug zu laden, den Fluß hinabschwimmen, und zwar
entweder lose, indem die einzelnen Stücke oberhalbin den Fluß geworfen und weiter abwärts aufge-fangen werden, oder zu Flößen aus mehrerenBaumstämmen verbunden, welche wie ein Schiffdurch Menschen gelenkt werden. Das erstere ge-schieht nur auf kleinen Flüssen und Bächen und amhäufigsten mit Brennholz, das in Scheite oderKloben geschnitten oder gespalten ist; doch werdenauf Bächen auch Stämme auf diese Art geflößt,von denen man dann weiter abwärts, sobald es dieBreite des Wassers erlaubt, erst einige mit zähenRuthen (Mieden) zusammen an einen oder mehrereQuerbalken bindet und auch zuweilen mehrere solcherFlöße hintereinander zusammenhängt. Je mehr derBach oder Fluß an Breite zunimmt, desto mehrkleinere Flöße werden mit einander vereinigt, indemdie Stämme nicht allein nebeneinander, sondern auchmehrfach übereinander gelegt werden. Gelenktwerden die großen Flöße durch eine Art Steuer-ruder, von denen vorn und hinten eines odermehrere angebracht sind. Zu den Flößen wird nurweiches Holz genommen, weil das harte zu tief imWasser gehen würde; man legt das letztere aber aufdie Flöße, uud ebenso beladet man sie mit Bretern,Latten rc. und mit geschnittenem Brennbolze. DasHolzflößen wird am stärksten auf dem Rhein, Mainnnd ihren Nebenflüssen betrieben, auf denen großeMassen Bau- und Nutzholz aus den holzreichcnGegenden des südwestlichen Deutschlands, besondersvom Schwarzwalde, Fichtelgebirge. Thüringerwalde,Odenwalde rc. nach Holland transportirt werde»Der Holzhandel ist für diese Gegenden von großerWichtigkeit, indem er bedeutende Geldsummen insLand bringt u. in Umlauf fetzt uud eine große MengeMenschen mit dem Fällen, Zurichten und Flößendes Holzes, sowie viele hundert Schneidemühlen inThätigkeit setzt. Im Badischen kommt das meisteHolz aus der Kinzig und der Murg in den Rhein,uud es werden hier schon sehr große Flöße gebildet,die indessen meist an Holzhändler in Mannheim,Worms rc. gehen. Alan versendet von hier ausbesonders große Stämme und Breter lBorden), aberauch viel anderes geschnittenes Holz. Von denersteren werden die größten und stärksten H o l l ä n *verholz oder Holländertannen, gleichviel obes Tannen oder Kiefern sind, genannt. Bon denBretern sind die gangbarsten 1!) Fuß lang und1 Fuß breit; sie werden nach der Güte gewöhnlichin 5 Sorten getheilt. In den Neckar gelaugt dasHol; vom Schwarzwalde herab besonders auf derNagolv und Enz und geht nach Mannheim, wo diemeisten kleinen Flöße zu großen vereinigt werden.Noch starker wirb aber das Fixgeschäft am oberenMain vom Fichtelgebirge und seinen Ausläufern ausgetrieben und namentlich in den Gegenden oberhalbBamberg, aber auch im Würzburgifchen ist der Ho>ZsHandel von großer Bedeutung. Es gehen von fy tetviel harte und weiche Stämme, Breter (Ma>mborden), Pfosten, Latten, Stangen, Faßdauben u»vauch Brennholz den Main hinab, an dessen Muifldüng, besonders bei Kastei, Mainz gegenüber,außerdem auch bei Biugeu, Koblenz, Neuwied,Auderuach u. ».Orten die großen Holländerstößroder Kapitalflöße zusammengesetzt werden, wozuauch noch das aus der Lahn, Mosel und andere!Nebenflüssen des Rheins kommende Holz genommelwird. Ein solches Floß besteht aus 5 bis ü über-einander verbundenen Lagen großer Stämme, so oaves 6 — 8 Fuß tief im Wasser geht, und es P a