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Erster Band.
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Hopfen

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Hopfen

, trägt aber weniger reichlich, ist auch cm-Sv < i. t * er un ^ ^>n Miißrathen mehr ausgesetzt alse« Von jeder dieser beiden Gattungen gibt

di-m "'ch^kre Spielarten, die sich theils durcharii °^ e ..U'?* 3 S 01 '*" der Zapfen, theils durch dieein dläuliche oder röthliche Farbe der Reben vonso,? 7 ^* unterscheiden. Die Ernte geschieht vom An-3 September bis znm Ende Octobcr; die Ranken. ?den auf dem Felde abgeschnitten und nach Hausncin^en, wo man die Zapfen sorgfältig davon ab-bän^/ dann gewöhnlich grün an die Hopfen-,^dler verkauft, die sie aus großen luftigen BödenPrell ' doun in Säcke oder in viereckige Ballenj). " C JJ. und so aufbewahren oder verkaufen. BorAnpacken muß der Hopsen hauptsächlich völligras* u ** ne * sein, so daß er beim Herumwerfen^d auch in den Stielchen keine FeuchtigkeitniemÄ denierken ist. An manchen Orten und na-lu er England, wird er, um ihn vollständigtz^dunenauch leicht gedarrt. Das Verpacken inund n ^schieht nur, wenn er nicht weit verschicktund r ^ verbraucht wird; zu weiter Versendungtick : engerer Ausbewahrung wird er so sest als mög-ex s. würfelförmige Ballen geschraubt, denn damitder Kraft behält, ist es hauptsächlich nöthig, daßtoirfc so viel als möglich davon abgehalten

Uten >, den Ballen bäckt er dann so fest zusam-n>it j,' man die zum Gebrauch nöthige QuantitätIi?it ^oile davon abhackt. Demohngeachtet ver-aber ^ aud ? "ach und nach von seiner Kraft, bleibteksten mehrere Jahre brauchbar und wird imu°ck"sogar etwas besser, weil sich das Aroma)U 7ll« darin entwickelt. Der Hopfen darf wederhab?» noch zu spät eingesammelt sein; ini ersten FallHab!,- Blättchen noch eine lebhast grüne FarbeMKi-' aromatischen Bestandtheile sind noch nichtüch entwickelt; im letzten Falle ist die Farbe rölh-und°?" bräunlich, die Blättchen stehen auseinanderfallend Lupnlin ist zum größten Theil Herausge-ber daher er nur noch sehr wenig werth ist. Wennsarb?°dfe» vor der Ernte vom Regen befallen wird,£ torf ei sich ebenfalls, desgleichen auch wenn er beimhörig ^ "nf dem Boden zu dick liegt und nicht ge-^wendet wird; das erstere nennt man stan-Et,» oder stangenroth, dasIe^tere toben»°tslen^> ?der bodenroth. Am besten ist er imbej in» - denn schon im zweiten hat er, selbstbex^lllaltiger Verpackung, einen Theil seiner Kraftso dok was in den folgenden immer mehr geschieht,»es ,, ^ nach 5—6 Jahren nur noch 7o oder % sei->f-bii,. dringlichen Werthes hat. Es gehört viel^ovk? ^nd Erfahrung dazu, um die Güte desund besonders sein Alter zu erkennen, dadein n u °8 alter unter den neuen gemischt wird. Beidie zv.Eston Hopsen, d. h. von der letzten Ernte, sindeiti e gelblich oder weißlich grün und haben

»Nd w Farbe, während die des alten bräunlichden d'o Körnchen des Lupulins sind unter

dicht ^ blättchen und auf den Samenkörnern ganzNicht .^fIbstrent, aber von einander abgesondert undcilr»»°biammengeflossen, auch haben sie eine heller l e, nicht bräunliche Farbe und durch eine^d dk man, daß sie voll und rund, nicht plattHochs iammengefallcn sind. Uebrigens hat der neueä»ps?n spuren starken, kräftigen Geruch und die"bglei^ noch meist ganz und nicht zerkleinert,durchs ba« letztere nur bei nicht eingepreßtem Hopfen>ennt°aag'g der Fall sein kann. Den Geruch er-Man am besten, wenn man einige Köpfe zwi-

schen den Händen zerreibt und dann zwischen diezusammengehaltenen hohlen Hände riecht; auch mußdie Haut durch das Reiben von dem Lupulin klebrigwerden. Um die Güte mehrerer Hopfcnsorten miteinander zu vergleichen, breche man einen Zapfen inder Mllte von einander, fasse beide Stücken mit derrechten Hand und reibe mit den Bruchflächen überden Rücken der linken Hand, wodurch von dem Lu-Pulin ein gelblicher Strich entsteht, und einen solchenStrich macht man mit jeder der zu prüfenden Sorten.Je stärker der Strich ist und je fetter und klebrigerer sich anfühlt, desto besser ist der Hopfen. Um ihmdie vom Alter oder von sonstigen Fehlern herrührendebraune Farbe zu benehmen, wird er auch nicht seltengeschwefelt; ein geübtes Auge erkennt dies zwar schonan der dadurch erzeugten gelben Farbe, welche andersist, als die natürliche; auch haben die Stiele die näm-liche Farbe wie die Blätter, während sie im natür-lichen Zustande bräunlich sind. Außerdem benierktman an dem geschwefelten Hopsen, wenn man ihnin der warmen Hand drückt, den säuerlichen Schwe-felgeruch, aus glühenden Kohlen zischt er, in warmemWasser verliert er die helle Farbe und das Wasserwird gelblich gefärbt, und wenn man blankes Silberdazwischen legt, so läuft dieses in der Wärme baldschwarz an. — Die Güte des Hopsens in den ver-schiedenen Erzengungsländern ist sehr verschiedenund die Sorten werden daher auch im Handel nachdiesen bezeichnet. Der beste ist der böhmische undunter diesem der Saazer, und zwar besonders deraus der nächsten Umgebung der Stadt Saaz; dannfolgt der von Anscha, welcher röthlich von Farbe ist,und hierauf als dritte Sorte der grünliche aus derGegend von Dauba, Melnik und Ocholitz, welchedeshalb das Grünland genannt wird. Ihm ziemlichnahesteht der baierische aus dem Kreise Mittel-franken, zwischen Nürnberg und dem Main, der be-sonders bei den Orten Spalt, Hersbruck, Langen-zenn, Altdors, Laus, Neustadt a. d. Aisch rc. erbautwird, und unter diesen ist der Spalter der vor-züglichste. Man nennt jedoch häustg alle diese Sor-ten Spalter oder Hersbrucker, ebenso wie allen böh-mischen aus der oben bezeichneten Gegend Saazer.Uebrigens erzeugt Baiern noch in mehreren anderenGegenden guten Hopfen. Außer diesen beiden Län-dern wird in Deutschland besonders in der Umgegendvon Braunschweig viel Hopfen gebaut, der schon inalten Zeiten berühmt war, aber in der Qualität demböhmischen und baierischen merklich nachsteht. Derbeste ist der braunschweiger Stadthopfen aus der näch-sten Umgegend der Stadt; geringer ist der Land-hopsen aus entfernteren Gegenden, wozu auch dervon benachbartem preußischen Gebiete: vom Dröm-linge, aus der Gegend von Hornburg rc. gehört.Der Hopsen wird daselbst bei der Versendung vonverpflichteten Hopfenmessern untersucht und wenn erals Stadthopfen und unvermischt befunden wird,werden die Ballen auf allen Nähten mit einem gro-ßen Stempel bedruckt. Auch in Böhmen und Baiernfindet eine solche Controle statt. —In Württemberg,Baden, Sachsen, Hannover, Anhalt, Mecklenburg,Preußen rc. wird ebenfalls Hopfen erbaut, aber nir-gends genug, um den eigenen Bedarf zu decken; ammeisten noch zwischen Heidelberg und Mannheim, beiSchwetzingen, sowie bei Durlach, der auch von guterQualität ist. Frankreich erzeugt ebenfalls nicht ge-nug für seinen Bedarf und bezieht daher noch vielaus dem Auslande, hauptsächlich aus Bblgien, woviel Hopfen erbaut wird, besonders in der Gegend

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