Hydrargirum 680 Hypothek
pflanze beliebten Blume, und der Handel mit denZwiebeln wird noch gegenwärtig von Holland aus,hauptsächlich von der Gegend von Hartem stark be-trieben. Die Zwiebel soll giftig wirken, besondersaus Stellen des Körpers ausgelegt, den Haarwuchsverhindern. Der Samen wird bei verschiedenenKrankheiten, sowie gegen den Biß giftiger Insektenverwendet. — Häufig sind auch die in Treibhäuserngezogenen, blühenden Pflanzen ein Gegenstand desHandels. In Holland wendet man zu Hyacinthen-zncht ff Mischung von Erde an, zwei TheileSand, ein Theil Gerberlohe und drei TheileKuhdünger, welche einige Jahre liegen bleibt sund dann nach öfterm Durcharbeiten verwendet >wird. j
Hydrargirum, s. Quecksilber. — Hydvar-girum aeeticum, s. Quecksilber oxydul, essig - ;s aures. — H. bibromatum, s. Quecksilb er- sbromid. — H. bichloratum, s. Quecksilber-sublimat, ätzendes. — H. bichloratum ammo-niatum, s. Quecksilberpräcipitat, Weißes. ^
— H. bijodatum rubrum, s. Qu eck silb erj 0 d id,rothes. — H. borussicum, s. Quecksilber- soxyd, blausaures. — H. bromatum, s. Queck- jsilberbromür. — H. chloratum, s. Queck-silberchlorür.— H. cyanatum oder hydrocya- ;nicum, s. Que ck s ilb er oxyd, blausaures. —H. fulminans, s. K nallquecksilber. — H. joda-tum, s. Quecksilberjodür. — H. muriaticumammoniatum, s. Quecksilberpräcipitat, wei-ßes. — H. muriaticum corrosivum, s. Queck-silbers ublimat, ätzendes. — H. muriaticummite, s. Quecksilberchlorür. — H. nitricumoxydatum, s. Quecksilberoxyd, salpetersau-r e s. — H. nitricum oxydulatum, s. Quecksilb er-oxydul, salpetersaures. — H. oxydatumrubrum, s. Quecksilberpräcipitat, rothes.
— H. oxydulatum aeeticum, s. Quecksilberoxy-dul , essigsaures. — H. oxydulatum nigrumoder nitricum ammoniatum, s. Queck silberk alk,schwarzer. — II oxydulatum nitricum, s. Queck-silberoxydul, salpetersaures. - II. oxydu-latum purum, s. Quecksilberoxydnl, reines.—- H. phosphoricum oxydulatum, s. Quecksilber-oxydul, phosphorsaures. — H. stibiato-sul-phuratum, s. Quecksilber-Dchwefelantimon.
— H. subsulpburicum, s. Quecksilberoxyd,schwefelsaures. — II. sulphuratum nigrum,
s. Quecksilber, schwarzes Schwefel-. -H. sulphuratum rubrum, s. Zinnober. — H. sul-pburicum, s. Quecksilberoxyd, neutralesschwefelsaures.
Hydra« barytious cum aqua, s. Schwer-erde.
Hydraulische Presse, ist eine Maschine (vonBramah erfunden und Murray verbessert), durchwelche auf eine zu pressende Masse, nach hydrosta-tischen Gesetzen mittelst einer Saug- und Druck-pumpe , welche Wasser in einen massiv eisernen Cy-linder führt, in welchem ein dicker, beweglicherKolben befindlich ist, ein ungeheurer Druck ausgeübtwerden kann. Die Maschinen sind verschieden con-strnirt mit einfachen oder doppelten Hebeln, wonachdie Kraft der Presse gleichfalls eine verschiedene wird.Die hydraulischen Pressen werden zum Pressen vonPapier, in Zuckersiedereien zum Auspressen des Saf-tes und vielen technischen Zwecken verwendet
Hydraulischer Widder, eine von Montgolfier
erfundene Maschine, um Wiesen aus tiefer fließendemWasser zu bewässern.
Hydrocarbür ist P h o t o g e n, s. d.
Lydroohloras chinicus, s. v. a. salzsau-res Chinin, s. Chinin.
Hydrocyausäure, s. Blausäure
Hydrofluorsäure, s. Flußspatsäure.
Hydrogemum sulphuratum aquosum, i-Schwefelwasser st ofssäure.
Hydrophan, s. Opal.
Hydrostatische Presse , ein Apparat, um ausKräutern die wirksamen Bestandtheile auszuziehen,der aus einer langen Röhre besteht, in welche dieKräuter eingepreßt werden, und welche dann umWasser auch mit Alkohol und Wasser gefüllt wird.Der Druck der Wassersäule, wirkt so kräftig, daßvölliges Extrahiren dadurch bewirkt wird und dieseArt Extracte viel kräftiger werden, als die auf an-dere Art bereiteten.
Hydrothionsäure, s. Schwefelwasserstofi-säure.
Hygrometer sind Instrumente, welche den Feuch-tigkeitsgehalt der Luft abmessen. Es gibt sehr ver-schiedene Arten, da es verschiedene Körper gibt, welchedie Feuchtigkeit der Luft begierig einsangen und dem-gemäß sich ausdehnen und bei Trockenheit der Lustwieder zusammenziehen. So wird z. B. ein durwschwache Natronlauge oder Aether seiner Fettigkeitberaubtes Menschenhaar dergestalt an einem 3 e '9 etbefestigt, der sich auf einem Rade, das in Grade ein-getheilt ist, befindet, daß dasselbe durch Ausdehnungoder Zusammenziehung den Feuchtiqkeitsgrad in derLust angibt. Auch von Pflanzensamen hat maUähnliche Instrumente.
Hyosciamin, das giftige Alkaloid des BilstU-krauts, das aus allen Theilen der Pflanze. aMbesten aus dem Samen gewonnen wird. Im reinenZustande bildet es weiße, seidenglänzende Nadeln-welche trocken geruchlos sind, angefeuchtet aber wi-derlich betäubend, tabakähnlich riechen, einen wider-lich scharfen, tabakähnlichen Geschmack haben u»dsich im Wasser, Weingeist und Aether auflösen. Da»im Handel vorkominende ist jedoch gewöhnlich nichtrein.
Lyosoyarnus, s. Bilsenkraut.
Hypocistensaft, Succus Hypo cistidis, ^eingedickte Saft einer im südlichen Europa wachst"-den Schmarotzerpflanze, Cytinus Hypocistis, dedaselbst gegen Durchfall und Blutflüsse angeweudeund auch dem Theriak zugesetzt wird. Esschwere, schwarzrothe, zähe und harzige, undurchfsichtige, auf dem Bruche glänzende, runde, kuche"'förmige Massen von ca. 1 / 2 Pfd. an Gewicht, tw"säuerlichem, herbe zusammenziehendem Geschmack.
Hypothek, Unterpfand, Pfandrecht, nennman das, Jemanden an einem bestimmten unbewemlichen Eigenthume eines Dritten, ohne Besitzukwtragung eingeräumte Recht, die Befriedigung st,seine Forderung an den Dritten aus dem Bevamdieses unbeweglichen Eigenthums und der 'Haltung des Kaufpreises für sich zu erlangen., f 1mit einem solchen Rechte ausgestattete Gläubigheißt Hypothekar-, Psandgläubiger. Die Bestell"Jeiner Hypothek erfolgt nach den meisten Gesetzgeb»gen durch eine öffentliche Behörde, durch Eintrags »in ein öffentliches Buch, Hypothekenbuch, dessen ^ficht jedem frei steht, der ein Interesse anficht nachzuweisen vermag. Diese Behörde,