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Erster Band.
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Jalappenharz

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Iamairapfeffer

Geschmack und ist ost sehr von Würmern benagt, jedochohne Verletzung der Harzringe. Häufiger kommtne weiße Jalappenwurzel oder Mechoa-cannawurzel, Itaäixbloobaaoannae, auchtveißeRhabarberwurzel genannt, vor, die vonIpomoea Jalappa alba oder Convolvulus Mechoa-canna in Brasilien stammt. Sie besteht auch ähn-achen, jedoch meist größeren Scheiben wie die ächteJalappe, ist außen grau, innen weiß, gelb vonFarbe, geruchlos und von süßlichen Geschmack Siehat die nämliche, aber viel schwächere Wirkung wieMe und wird jetzt auch nur noch selten gebraucht.Die Wurzel von Nirabilis Jalappa, welche für dieachte Wurzel verkauft wird, hat ähnliche Wirkung,>st aber nur halb so stark. Die ächte Jalappa-wurzel unterscheidet sich von den unächten nochdadurch, daß sie, wenn man sie längere Zeit inWasser einweicht, sich leicht von einander blätternwßt, was die unächten nicht thun. Durch diesesEinweichen bildet sich Essigsäure. Die Jalappe istein kräftiges, sich gleich bleibendes Abführungsmittel,aus dem man einen braunen Extract von 2. Con-llffenz, geistige Tinktur und das Jalapvenharz be-reitet. Auch die Wurzel der Gichtrübe wird ost fürJalappe verkauft.

Jalappenharz, 1to »Ina oder blagistoriuni^nl ap p a e, wird aus der gröblich gestoßenen Jalap-henwurzel durch Digestion mit Weingeist ausgezogen,welcher dann abdestillirt'wird, worauf man dasZurückbleibende Harz abdampft und in Stangens°rmt.^ Es ist außen hellbraun, matt und pulverig,wnen schwach glänzend, spröde und leicht zerbrechlich;der Geruch wie der der Wurzel, der Geschmack scharfkratzend, das Pulver ist gelblichgrau. Ju der Wärmeschmilzt es, in größerer Hitze entzündet es sich undderbrennt vollständig. In Weingeist löst es sich sehrl«cht auf, auch in Essigsäure, Aetzkali- und Aetzna-troulauge, aber weder in Wasser, noch in fetten undätherischen Oelen. Durch Digestion mit Thierkohlelaßt es sich vollständig entfärben. Schwefeläther löstvon vem aus der ächten Wurzel bereiteten Harze nurhöchstens y 9 , dagegen das aus der faserigen völligauf ; die übrigen Eigenschaften haben beide Arten ge-meinschaftlich. Durch Aether wird es in zwei Harze»erlegt, ein hartes und ein weiches; letzteres ist scharfMid bitter. Es wird oft mit dem Harz vom Lerchen-.schwämme verfälscht, von dem es aber außen und?rnnen schwarz wird. Verfälschung mit Colophoninm !Und Guajakharz entdeckt man durch Schütteln mitfrisch rectificirtem Terpentinöl, wobei nach dem Der- j.rüsten desselben ein harziger Rückstand bleibt. Durcheine Beimischung von Schellack wird es härter undSlanzender, und gewöhnliches Fichtenharz erkenntMan am besten am Terpentingeruch. — Das Jalap-benharz ist, wenn es unverfälscht ist, eines derver sichersten und bestimmtesten Purgirmittel. Mangibt es in verschiedenen Formen, besonders als wein-»rislige Tinktur und nach der preußischen Pharnia-°poe auch mit Seife vermischt, als Jalappen-!l 4, £ > Sapo jalappinus. j

jgalappin ist das aus der Jalappenwurzel ge-;onneite Alkaloid, welches unkrystallisirbar, weiß!. einem Anfing ins Gelbliche, ohne Geruch und?.^ftwmack ist. Es löst sich leicht in Säuren und!,°wrt die Jalappinsänre, welche gleichfalls nicht ?rhsialllsirt, gelb durchscheinend ist, mit süßlichem, 'Jabenbem Geschmack uud das Jalappinöl,,/rches sich jp blumenkohlartigen Krystallen ab-lcheidet, die geruchlos sind und kratzend schmecken.

Aus letzteren wird die weiße Jalappinölsäuregebildet, die Fettflecke auf dem Papier hinterläßt.Diese Substanzen finden nur erst in der ChemieVerwendung. Das Jatappin kostet die Unze 3 Fl.Durch Oxidation des Jalappins durch Salpeter-säure entsteht noch die Jpomsäure, farbloseBlättchen oder Nadeln die bei 104» schmelzen.

Zamaica, eine der großen Antillen, seit 1670 denEngländern gehörig, zwischen 17-/2 und 18-/2° uörd-.licher Breite und 299 und 302° östlicher Länge,300 sü Meilen mit 377,600 Einw. Im Innernhat die Insel ein Gebirge, das sich in seinen höchstenSpitzen bis zn 7500 Fuß erhebt, mit reizenden undfruchtbaren Thälern, und von einem flachen, zum: Theil hügeligen und ebenfalls sehr fruchtbaren Ufer-lande umgeben ist. Das Klima ist tropisch, aber diebrennende Hitze des Sommers wird durch regel-? mäßige Winde abgekühlt; dagegen sind Orkane undErdbeben häufig. Von den zahlreichen Bergflüssenist nur der Blackriver schiffbar; auch gibt es einige: Seen. Die Hauptbeschäftigung der Bewohner istPlantagenbau und außerdem der Handel mit denreichen Produkten der Insel. Von diesen sind diewichtigsten: Zucker (200 Mill. Psd. und 30 Mill.Quart. Rum), Kaffee >25—30 Mill. Psd.), Piment(wovon in den 10 Jahren vom 1. Octbr. 1852 bis30. Septbr. 1862 im Ganzen 65,523,896 it. aus-geführt wurden), Jngber, Blei, Kupfer, Baum-wolle, Cacao, Tabak, etwas Indigo und Reis,spanischer Pfefler, Vanille, Orlean, Cocosnüsse,Palmöl, Gelb-, Roth- und Blanholz, da« meisteund beste Mahagoniholz, Häute, Hörner, Schild-krot rc. Die meisten europäischen Hausthiere ge-. deihen hier, und höher als 4000 Fuß über dem Meere? findet man auch europäischen Feld- und Gartenbau.

, In Folge der Emancipation der Neger hat sich jedoch,wie überall, die Production der Insel gegen früher? bedeutend vermindert; indessen ist sie noch immerdie wichtigste englische Besitzung in Westindien. Imj Jahre 1860 betrug die Totalansfnhr 1-/z Mill.Pfund Sterl.; die Einfuhr, in Weizenmehl, Reis,Wein, Heringen, getrockneten Fischen rc. bestehend,ebensoviel. Eingelaufen sind 508 Schiffe von' 91,000 Tonnen; ausgelaufen 493 Schiffe von 87,000Tonnen. — Die bedeutendsten Städte sind folgende:

, SpanishTown oder SanJagodela Vega,im Innern, mit 5— 6000 Einw., Hauptstadt undSitz des Gouverneurs und des Parlaments. EineEisenbahn führt von da nach Kingston, an derSüdküste, mit 36,000 Einw. und schönem Hasen,der 1000 Schiffe fassen kann, der wichtigste Han-delsplatz der Insel, ist schön gebaut, mit niehrerenKirchen und Synagogen, einem Fort, Kasernen rc.Montegobai, an der Bai gleiches Namens, mit4000 Einw. und Hafen. Port Royal, ehemaligeHauptstadt unweit Kingston, auf einer schmalenErdzunge, die einen der schönsten Häfen bildet,wurde mehreremale durch Erdbeben, Feuer undWasser zerstört und ist jetzt unbedeutend. Im Nord-westen liegen die beiden Kaimansinseln, welchereich an Schildkröten sind und von 150 Menschen,Nachkommen der ehemaligen Flibustier, bewohntwerden.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Westindien.

Jamaicaholz nennt man das aus Jamaica kom-mende Blau- und Gelbholz und auch eine Art R v t h-holz s. d.

Jamaicapfeffer, s. Piment.