Die wichtigste» Artikel derPrivateinsuhr aus Europa,Amerika und dem Vorgebirge der guten Hoffnungwaren: leinene und baumwollene Waaren, Wein,Eisen, Eiscnwaaren und Maschinen, Kupfer, Ci-garren, Thee, Reis, Wachs, Oel, Opium, Gambier-gummi, Guiiimi-Elasticumrc. — In den Häfen vonJava und Madura sind während des Jahres 1862überhaupt 281!) Fahrzeuge von 196,620‘/ 2 Lasten,1861 2762 Fahrzeuge von 175,096 Lasten ange-kommen, während im Jahre 1860 nur 2410 Schiffe,aber mit 190,159 Lasten ankamen. Abgegangen sindim genannten Jahre 3047 Fahrzeuge von 215,924Lasten; 1860: 2614 Fahrzeuge von 215,914 Lasten.Ueberhaupt hat sich die Kultur und der Ertrag derInsel in den letzten 25 Jahren und ganz besondersin der neuesten Zeit außerordentlich vermehrt, unddies bezieht sich hauptsächlich auf Kaffee, Zucker, In-digo und Thee; der letztere Artikel ist erst seit ohn-gefähr 8 Jahren hier angebaut worden. Die bedeu-tendste Ausfuhr geschieht, wie obige Angaben zeigen,durch die niederländische Handcls-Maatichappy fürRechnung der Regierung. — Die Beschäftigung derEinwohner bezieht sich hauptsächlich auf die Erzeu-gung und Zubereitung der Landesprodnkte (Znckcr-mühlen, Arakbrennerei, Jndigobereitung, Ger-berei rc.) auf den Handel, Schifssahrt und Fischerei;außerdem ist die Industrie unbedeutend, doch giebtcS in den größeren Städten mehrere Fabriken, be-sonders von Baumwollenwaaren. Der Handel wirdhauptsächlich von europäischen und chinesischen Kauf-leuten betrieben. — Außer der Hauptstadt Bata-via ls. d.) giebt es besonders folgende bedeutendeStädte: Surabaya, jetzt die blühendste Stadt mitdem besten Hasen der Insel, an der Mündung desKediri und der Insel Madura gegenüber, mit 51,000Einw., Fabriken von Baumwollenwaaren, Schiffs-werften, Kanonengießerei rc. — Samarang amFlusse gl. Namens mit 30,000 Eitiw., Festungs-werken und Fort, Gymnasium, einigen Manusak-turen und nicht unbedeutendem Handel, aber mitseichtem Hasen. —Cheribon mit 10,000 Einw.Außerdem sind besonders an der Slidküstc in derneueren Zeit mehrere bedeutende Hafenplätze auf-geblüht, darunter namentlich Bassarnwan, Pro-bolingo, Patjitang, Tjilatjab rc. Im süd-östlichen Theile der Insel liegen die Gebiete zweiereinheimischer Fürsten, des Susunans und desSultans; im ersteren liegt die Stadt Snra-karka, imletzterenDschokdschokarta, von denenjede 100,000 Einw. haben soll. In der sehr unge-sunden und wenig bewohnten Provinz Bandschu-wangie auf der Ostspitze der Insel, wird der besteKaffee erbaut. Auch das Preanger Land, südöst-lich von Balavia an der Südküste mit dem HauptorteDschand schor ist sehr ergiebig an Kaffee. — Unterden Java umgebenden kleinen Inseln ist Madura,der Nordostküste gegenüber, mit der Stadt Pam a-kassan, die wichtigste; sie ist 20 Meilen lang undhat mehr als 400,000Einw., welche zum Theil unterzwei von den Niederländern - abhängigen Fürstenstehen. Bei den kleinen Inseln an der Südküstewird bedeutende Perlenfischerei betrieben.
Oestlich von Java liege» in einer gegen 200 Mei-len langen Reihe bis unweit der Nordspitze von Neu-holland die kleinen L>undai>iseln, welche zumTheil unter niederländischer Herrschaft stehen oderaus denen die Niederländer doch Niederlassungenhaben. Fast alle habe» Vulkane und sind Erdbebenausgesetzt; sonst ist ihre Bodenbeschaffenheit und ihre
Produkte wie auf den größeren Inseln. Die bedeu-tendsten sind von Westen nach Osten: Bjali, nahean Java, gegen 100 HsMeilen, sehr fruchtbar, mitfast 1 Mill. Einw., welche »och starken Sklave»'Handel treiben und lange Krieg mit den stüeder-ländern geführt haben, der erst 1849 durch einenVertrag beendigt worden ist, durch welche der Fürstdie Oberherrschaft der Niederländer anerkannt hak-Städte: Baliling und Dschambarana. —Lombok, 70 Ilj Meilen und stark bewohnt, aberschwer zugänglich, mit den Städten Ampinnauund M ataran.— Sumbava, 370 ßJ Meilen,mit einem furchtbaren Vulkane, der schon schrecklich/Verwüstungen angerichtet hat; übrigens gut bewäs-sert und fruchtbar, erzeugt besonders Sandelholz,gute kleine Pferde, Schwalbennester rc. Die gleich-namige Hauptstadt an einer Bai, hat einen große»Hasen; von 12,000 Bewohnern der Stadt unv Um-gegend blieben beim Ausbruch des Vulkans >>»Jahr 1825 nur 26 am Leben. Außerdem ist die be-deutendste Stadt Bima. Auch die Portugiese»haben von alten Zeiten her noch Niederlassungenhier. — Tschindana oder Sandclbosch, 1*0sü Meilen — Flores oder Mandshirei, 422□ SOietlen, mit portugiesischem Gebiet im Osten »>»?der Stadt Larantuca, deren Bewohner messtschwarze Portugiesen sind. — Timor, 400 sJ Meilen und über 500,000 Einw., mit einigen unabhä»'gigenDistrikten und kleinen, aus alter Heil stamme»'den portugiesischen Facioreicn, uanientlich Bato»-Giie de und Dilli, und sogar mit einem eigene»Staate schwarzer portugiesischer Mulatten. Die S»!' 1erzeugt besonders Sandel- und Rosenholz, Gewürze,vortreffliches Bauholz, Reis, Opium, Wachs, Per-len, Hausthiere, Büffel, wilde Schweine, HirscheKcokodille, Schlangen, Gold, Kupfer, Naphta reEin wichtiger Handelsartikel ist der Tripang, der i»den benachbarten Meeren und an der Küste von Ne»'Holland gefischt wird. Die Hauptstadt der Nieder-länder ist K n p a n g an einer Bai, mit 5000 Ei»»'--besuchtcm Hafen und Handel mit Gold, Wachs,Opium rc. — Kleinere Inseln sind: Sabrao,«oolor, Loblem, Pantar, Ombay, R»tt>,Wetta u. a.
Geldwährung. Man rechnet auf Java,in allen niederländisch-ostindischen Colonien »»*-Gulden zhier auch Silberrnpie genannt)
100 Cents oder Dui ten, oder zu 20 Stüber »5 Duiten. Der Zahlwcrth ist gesetzlich und seit 1&* 4auch faktisch der des Mutterlandes (s. Nieder-lande.) — Bis zum Jahre 1826 wurde im Verlebgewöhnlich nach niederländischen Reichsthaler*(Rijksdaalders) zu 8 Schillingen, dann aber «»<*nach Gulden „ostindischen Geldes-' zu 20 Slubcr» *16 Pfennige gerechnet und man setzte dabei 240 Gm-den indisch --- 197',4 Gulden oder 100 Reichsthas^niederländisch. Der Reichslhaler war daher r'"48 Stüber indisch Dagegen führte die damaligostindische Compagnie Bnchrechnung nach niederländischen Gulden. „
Münzen ({. Niederlande). Die ga»l,und halben Gulden, welche besonders für die EM
nicii bestimmt sind, werden im Miitterlande U»>eigenem Stempel, aber ganz den Normen der »redeländischen gleichartigen Stücke entsprechend,„ aU %. tmünzt. Seit 1854 werden für das niederländOwOstindien 25 Centsstücke besonders geprägt,..^nur 3,im Gramm schwer, aber im Feiiigew'*-.und Werthe den Biertclgulden für das Mutterla