Klappmützen
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Kleie
besten ausgesuchten und mit besonderer Sorgfalt ge- > die Körner glänzend, schwer und voll, nicht zusam-arbeiteten Pipenstäbe zu großen Weinfässern, welche > meugeschrumpft und nicht mit anderen Samenkor-hauptsächlich nach Bordeaux und anderen französi- > nern oder mit Sand vermischt sein. Oefters ist auchscheu Häfen geben. ! der röche Kleesamcn durch Indigo gefärbt. Auch muß
Klappmutzenwerden in Hamburg, Amsterdam rc. > man darauf sehen, daß er nicht angefeuchtet ist, wasdie größten Seehundsfelle genannt. ! man daran erkennt, daß sich ein Körnchen auf erner
Klariren bedeutet beim Seehandel, ein Schiff, harten Unterlage leicht mit dem Nagel zerdrücken
und dessen Ladung zum Behuf der Entrichtung derdarauf gelegten Abgaben bei der betreffenden Behördeangeben. Bei der Ankunft des Schiffes heißt eseinklariren, bei der Abfahrt ausklariren. Inder Regel hat es der Schiffer nur für das Schiff, fürdie Güter aber der Absender oder Empfänger der-selben zu besorgen; doch sind die Bestimmungen da-rüber nicht überall gleich. Auf den Seeplätzen wirddas Ein- und Ausklariren der Schiffe gewöhnlichvon den Schiffsmaklern besorgt, welche deshalb zu-weilen auch Klarirer oder Schiffsklarirergenannt werden.
Klarlinnen, Klar oder Schier heißt eine ArtBielefelder Leinwand, welche aus feinem Garne, abersehr locker gewebt ist und theils glatt, theils gewür-felt oder mit anderen Mustern verfertigt wird.Klatschrose, s. Feldmohn.
Klaverdoek, s. Karreldoek.
Kleber oder Gluten nennt man einen eigen-thümlichen Pflanzenstoff, der namentlich einen wesent-lichen Bestandtheil des Mehls in den Getreidekör-nern, den Hülsenfrüchteu, Eicheln, Kastanien re. aus-macht. Er kann dargestellt werden, wenn man inLeinwand gebundenes Weizenmehls» lange inWasserdrückt und knetet, bis dieses nicht mehr milchig ab-stießt, wobei er im Tuche als eine gelbe, graue, zähe,elastische Masse zurückbleibt, die im Wasser wenigauflöslich ist, im feuchten Zustande klebt, durch dasTrocknen aber hart und hornartig wird. Er bestehtaus Eiweißstoff, Pflanzenleim und Diastase. Aus100 Theilen Weizenmehl gewinnt man 250/0 Klebermit 38% Wasser. Er wird besonders bei der Stärke-fabrikation gewonnen und wurde bisher als nutzlosesNebenprodukt weggeworfen, jetzt aber verwendetman ihn bei der Fabrikation von Nudeln und Mac-caroni, oder man granulirt ihn, indem man ihnmit der doppelten Menge Mehl zu einem Teige kne-tet, den man in Streifen ausrollt und dann Körnerdaraus formt. Dies ist eine sehr nahrhafte Speise,welche mehr Nahrungsstoff enthält, als eine gleicheMenge Mehl oder Schiffszwieback. Er wird in denTt^kefabriken verfertigt.
Klebschiefer unterscheidet sich.vom Polir-fchlefer (s. b.) nur durch seine größere Schwere undWin starkes Anhängen an die feuchte Zunge. Er fin-det sich bei Paris und wird zu gleichen Zwecken wieder Polirschiefer verwendet. Er saugt Wasser ein,ohne darin zu zerfallen. Sein spez. Gewicht ist 2,0».
Kleesäure, s. L-auerkleesäure.
Kleesalz , s. S a u e r k l e e f a l z.
Kleesamen oder Kleesaat ist der in den Han-del kommende Same zweier Arten Klee, des r 0 t h e n^0 h p f k l e e, Iritblinm pratonso , und des weißen,kriechenden oder Steinklee, Trifoliumrepens,welche^beide häufig zu Grünfutter angebaut werden.4*« Samen wird daher, je nachdem er von dereuren oder der anderen Pflanze kommt, rotheroder weißer Kleesamen genannt. Der erstereoosteht autz rundlichen genabelteu Körnern von gelb-grünlicher Farbe mit violetten Backen, der letztereaus bedeutend kleineren, weniger runden und durch-gängig gelben Körnern. Bon beiden Arten müssen
läßt. . Hauptsächlich hängt aber seine Güte undBrauchbarkeit von der Keimkraft ab und diese kannman nur durch Versuche erkennen. Man thut zudem Ende von rothem Kleesamen so viel als maumit 3 Fingern fassen kann, in ein Glas mit Fließ-wasser, in welchem man ihn 24 Stunden in gelinderWärme stehen läßt; dann schlägt man die erweichtenKörner in ein Stückchen Leinwand. legt sie in einenTopf mit feuchter Erde und nimnit sie nach 24 Stun-den wieder heraus. Man sucht hierauf diejenigenKörnchen, bei welchen der Keim zum Vorschein ge-kommen ist, heraus und zählt sie, die übrigen aberlegt man in die Leinwand geschlagen wieder in dieErde und sucht nach 24 Stunden abermals die ge-keimten Körner heraus. Dies wiederholt man 4 bis5 Mal und wenn mau auf diese Weise zusammen250—300 gekeimte Körner gefunden hat, so kannman den Kleesamen als gut auerkennen. Am bestenzur Aussaat soll der dreijährige Same» sein; derältere ist bedeutend weniger werth, doch ist der Unter-schied beim rothen nicht so groß als beim weißen.Unter den weißen Kleesamen wird zuweilen derSame des Steinklees gemischt, nachdem man den-selben auf einer Mühle von seiner schwarzen Hülsebefreit hat; er ist jenem sehr ähnlich, aber daran zuerkennen, daß die Körner kleiner sind. Beim Miß-rathen des rothen Kleesamens hat man zuweilen denSamen des gelben Hopfenklees dafür ausgegeben,dessen Körner aber bedeutend größer und ganz gelbtzud. Der Preis des rothen Kleesamens ist gewöhn-lich höher als der des weißen, doch ist es auch oftumgekehrt; übrigens ist dabei zu berücksichtigen, daßvom weißen viel mehr Körner auf das Pfund gehen,als vom rothen. — In Deutschland wird besondersin Schlesien, Böhmen, der Mark. in Holstein, undauch in mehreren anderen Gegenden Kleesamen er-baut und über Hamburg, Bremen, Amsterdam rc.ausgeführt; die Hauptmärkte dafür sind Breslau,Prag, Leipzig und Hamburg. Besonders der weißegeht häufig nach England. Auch französischer Klee-samen kommt zuweilen nach den deutschen Seeplätzen.
Kleidungsstücke für Männer und Frauen wer-den jetzt au 'mehreren Orten in Deutschland fabrik-mäßig verfertigt, namentlich in Berlin, wo die damithandelnden meist jüdischen Kaufleute sie von armen 'Schneidern gegen möglichst geringe Bezahlung an-fertigen lassen und sie dann auf den Blessen zu bil-ligeren Preisen verkaufen, als man sie von einemSchneider bekommen kann; aber die Ersparniß wirdmeist durch geringen oder schadhaften Stoff, schlechtesFutter, nachlässige Nätherei und dgl. ausgeglichen.In neuerer Zeit sind sie auch ein bedeutender Han-delsartikel nach Californien und Australien geworden,wohin bedeutende Sendungen aus den nordamerika-nischen Seeplätzen, aus England und zuweilen auchaus Hamburg gehen. Um sie billiger herstellen zukönnen, hat mau in Nordamerika und auch in Eng-land Nähinaschinen (s. d.) von verschiedener Con-struction erfunden; aber nicht allein in diesen Län-dern, sondern auch in Frankreich, Deutschland rc.sind jetzt solche Maschinen allgemein im Gebrauch.Kleie sind die zerrissenen Hülsen der Getreide-