Mncallar
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Madagaskar
Artikel verkauft, nach dem zweiten Alaun, Pfeffer rc.,nach dem dritten Reis.
Macassar, Hauptstadt der holländischen Be-sitzungen auf der Insel Celebes, hart an der Süd-westküste gelegen, schön gebaut, mit 35,000 Eiuw.,seit 1847 zum Freihafen erklärt. (Die StadtVlaardingen ist an die Stelle der zerstörten altenHauptstadt Macassar getreten und wird mit deinFort Rotterdam zusammen Macassar genannt).Die Einfahrt ist sehr bequem und von Süd undWest gänzlich frei von Klippen. Die Rhede, fastganz von einer Sandbank umgeben, bietet denSchiffen einen sicheren und festen Ankergrund.
Der Aufschwung des Handels geht aus nachfolgen-der Uebersicht hervor. Der General-Import, der imJahre 1846, also noch vor Eröffnung des Freihafens,nur ca. 8—900,000 Gulden, gegen 800,000 Fl.Ausfuhr betrug, war in 1850 bereits auf 2,760,000Fl. gegen 2,680,000 Fl. Ausfuhr gestiegen.
1858 betrug die Einfuhr 4.968,0(>0 Fl.
1859 ,. „ „ ' 6,347,000 „
1860 „ „ „ 8,736,000 „
1858 betrug die Ausfuhr 5,240,000 Fl.
1859 ,. „ „ 6.700,000 ,.
1860 „ ,. „ 6,161,900 .,
Die Haupteinfuhrartikel in den Jahren1858—60 waren aus Europa: Eisen, Manufaktur-waaren. Garn und Getränke; aus China und Sin-gapore: Opium, Seide, Cigarren, Kupferwaarenund Dachpfannen; von östlichen Produkten wurdenhauptsächlich: Kaffee, Ocl, Wachs, Tripaugs, Reis,Tabak, Muskatnüsse, Sandelholz, Gntta-Pcrcha rc.importirt. Als Hau ptaus fuh rartike l in denJahren 1858—60 sind anzuführen: Kaffee, Reis,Wachs, Tripang, Perlmutter, MaciSnüsse, Karet rc.Die Ausbreitung des Handels in Macassar ist natür-lich von Einfluß auf die Schifffahrt. In 1846 bis47 klarirten nur 54 Schiffe ein. in 1850 schon 132,in 1854 ca. 200, in 1860 222, wobei die Mehrzahlaus Küstenfahrern bestand. Außer dem Handel istdie Tripangfischcrei anzuführen.
Rechnung, Münz-, Maß- und Gewichts-verhältnisse, s. Celebeö.
Maccabeo heißt ein sehr guter französischer Lan-gucdocwein, der besonders in der Gegend von Per-pignan im Dcpart. der Ostvyreuäen erbaut wirdund seinen Namen von einer Art spanischer, hierherverpflanzter Weinstöcke hat. Er ist weniger süß alsder Rivesaltes und hat Aehnlicbkeit mit gutem Ungar-wein, der beste sogar mit den: Tokaier.
Maccaroni, s. Nudeln.
Macclessield, Stadt in der Englischen GrasschaftCheshire, ca. vier deutsche Meilen südlich von Man-chester, an beiden Ufern des Bottin und an der Man-chester-Leicester Route nach London, mit Kanalver-bindnng und 40,000 Eiuw. Sie hat eine Fortbil-dungsanstalt für Handwerker, eine Zeichnenschule,5 Jahrmärkte, wichtige Messingfabrik, bedeutendeBaumwollmanufaktureu, große Färbereien, Gie-ßereien, Brauereien, und ist Hauptsitz der britischenSeidenweberei. Es arbeiten mindestens 70 Sciden-drehmühlen und zahlreiche Fabriken liefern feineSeidengewebe, Hals-und Taschentücher rc. AuchKnöpfe werden hier massenhaft fabricirt. ZiemlichNahe hei Macclesfield sind große Schieferbrüche undSteinkohlenwcrke.
Rechnung, Münzen, Maße u. Gewichte,I- Großbritannien.
Mace, Mas oder Mahß, eine Münze, sowie
auch ein Gewicht für Gold und Silber in China,I a p a n, A n n a m rc.
Macemimer oder Mazcminer heißt ein sehrangenehmer und zarter, sowohl weißer als rotheritalienischer Wein, der besonders in der Gegend vonPadua und Bicenza wächst.
Macheier , ein Zeug, der aus grober Wolle ge-webt wird und daher auch nur gering ist.
Mncis, s. Muskatenblumen.
Macisnüsse, s. Muskatennüsse.
Mackintosh, nach dem Erfinder benanntewasserdichte Zeuge, welche durch eine Auflösung vonKautschuck auf wollene oder baumwollene Zeugedargestellt werden. Sie sind gegenwärtig fast ganzaußer Gebrauch gekommen, da sie der Gesundheitdadurch schädlich sind, daß sie der Körperausdünstungkeinen Abzug gewähren, so daß man bei dem Tragendieses Zeuges von Schweiß ganz durchnäßt werdenkaun.
Mackarets nennt man in England eine Artbaumwollener Strümpfe, welche aus schwarzem undblauem Garne stämmig gewirkt sind.
Maconweine, s. Burgunderweine.Macuba, s. Tabak.
Macuta, eine Münze auf der Westküste vonAfrika, s. Guinea.
Madagaskar, früher auch Lorenzo, JsleDauphiue und Mondsinsel genannt, großeInsel, der Ostküste von Afrika gegenüber, von dersie durch den Kanal von Mozambique getrennt ist,10,500 ^Meilen mit 3—4 Mill. Eiuw., ein sowohldurch seine Größe als durch seinen Produktcnrcich-thum ausgezeichnetes Land, das aber außer einigenKüstenpuukteu den Europäern noch fast ganz unbe-kannt ist. Im Innern ist es mit Gebirgen bedeckt,die bis 10,000 Fuß hoch sein und höchst fruchtbareLandstriche, doch auch große Einöden und Morästeenthalten sollen; das Küstenland, im Osten 2—7,im Westen 12—25 Meilen breit, ist dagegen ziemlicheben. Bon den Gebirgen kommen mehrere Flüsseherab, von denen einige an ihren Mündungen Baienbilden. Das Klima ist heiß, aber wenigstens an denKüsten meist angenehm und gesund. Die Insel er-zeugt alle Produkte des südlichen Afrika, hauptsäch-lich Reis, Mais, Hirse, Hülsenfrüchte, Zuckerrohr,Baumwolle. Hanf. Südfrüchte, Ananas, Cokosnüffe,Kaffee. Pfeffer, Ingwer, Safran, Pisang, Wein,Honig. Gummiarten. Drachenblut und andere Dro-gucn, Seide, zahme und wilde Rinder, Büffel, Zie-gen , Schafe, Affen. Geflügel und Fische aller Art,Schildkröten, Krokodile, Schlangen ; auch soll es vielEisen, Kupfer, Silber und andere Metalle und Edel-steine geben. Die Einwohner, M a d e g a ss e n oderMalgaschen genannt, scheinen ein Gemisch ver-schiedener Stämme zu sein; auch sind sie von ver-schiedener Hautfarbe, theils hell olivenfarbig, theilsbraun und schwarz, und letztere haben zum TheilWollhaar, sind aber keine Neger. Ein Stamm imInnern. die H o r a s, soll sogar völlig europäischeZüge und langes Haar haben. Sie besitzen einegewisse Bildung, haben eine Schrift, können meistetwas schreiben und lesen und treiben Ackerbau,Viehzucht, Bergbau, Weberei. Bearbeitung der Me-talle und bauen ansehnliche Häuser; namentlich ver-fertigen sie vortreffliche goldene und silberne Ketten,welche ein gesuchter Tauschartikcl sind. Besondersder im 1.1828 gestorbene König' der Horas, Na-dama, welchem die meisten übrigen Häuptlingeunterworfen waren, zeichnete sich durch Sinn für