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Zweiter Band.
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Maitrank

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Malachit

ein schönes gelbes Mehl haben, und wird 3—4 Wo-chen früher reif, als der große. 3) Der ägyptischeMais, ist noch kleiner als der vorige, hat nur 8 bis10 Reihen Körner und gelangt in warmen Gegendenschon in 2 Monaten, in kälteren in 3 Monaten zurVollkommenheit; in ersteren wird er sogar als Nach-zucht gepflanzt Man hat davon weißen und gel-ben. 4) Der Sixter oder Roßhofer Früh-Mais. auch Handschuhweizen benannt, welcher4—41/s Monat nach der Aussaat reif wird und be-sonders in Tirol und Steiermark gebaut wird. 5) Dervirginische Pferd ezah nmais wird 6—8Ellenhoch und hat weißgelbe, breitgedrückte Körner; er isterst seit Kurzem aus Nordamerika nach Deutschlandgekommen und wird als eine äußerst ergiebige Futter-pflanze sehr gerühmt. — Der Mais ist im südlichenEuropa ein ebenso wichtiger Handelsartikel als an-dere Getreidearten, ganz besonders aber in Nord-amerika und namentlich in den westlichen Staaten,wo er überall in großer Menge angebaut und sowohlzur Nahrung für Menschen, als auch vorzüglich zurViehmast, zum Branntweinbrenneu rc. benutzt wird.Auch kommt jetzt in den meisten Jahren viel davonnach England. Im nördlichen Deutschland undEuropa ist dagegen seine Benutzung noch wenig ver-breitet. Bei der Aufbewahrung muß man besondersdarauf sehen, daß die Körner, ehe sie auf größereHaufen oder in Säcke rc. gebracht werden, vollkom-men ausgetrocknet sind, weil sie sich sonst leicht er-hitzen; auch muß man ihn sorgfältig vor Ratten,Mäusen und Insekten schützen.

Maitrank, ein sehr beliebtes, aus leichtem Wein,Zucker und Kräutern bereitetes Getränk, wozuhauptsächlich der bekannte Waldmeister (Asperulaodorata) verwendet wird. Zu 1 Maß Wein werden4 Loth Zucker und iy 2 Loth Waldmeister genommen.Es gibt auch Maitrankessenz, die man jetzt vielfachversendet.

Maiwurm, Meloe proscarabaeus, auch^eloe majalis genannt, obgleich dies eigentlicheine andere Art ist, ein in Deutschland aus Wiesenlln Frühjahr lebender Käfer mit halben Flügeldecken,ßlänzendjschwarzblau von Farbe, der, wenn manlhn berührt, einen gelblichen , öligen, scharfen Saftausschwitzt. Er wird zuweilen zu Blasenpflasterngebraucht, wurde auch früher als ein Spezificumgegen die Hundswuth empfohlen, hat sich aber nichtals solches bewährt. Man faßt ihn beim Sammelnwit einer Zange an, um den Saft nicht zu verlieren,schneidet ihm den Kopf ab und bewahrt ihn dann inHonig auf. Auch eine andere Art, Meloe varie-Satus , wurde gesammelt.

Makao, s. Macao.

Makafsaröl nennt man ein oft mit vielem PompOupfohlenes Oel zur Beförderung des Haarwuchses.Das ächte, welches aus Batavia oder von der Küstevon Guinea kommen soll, und dessen Bereitung ge-hoirn gehalten wird, ist aschgrau von Farbe, mitheißen Klümpcheu vermischt und von dicklicher Con-slestenz. In England sowohl, als auch in den deut-schen Parsümeriefabriken wird es nachgeahmt undgewöhnlich jedes dieser Präparate ächtes genannt.Das englische soll bereitet werden, indem man 1 Pfd.

. "venöl mit 1 Drachme Origanumöl vermischt;M Deutschland verfertigt man es meist aus gereinig-leul Klauenfett, das mit wohlriechendem Oele ver-wrscht und mit Alkanna roth gefärbt wird, wasDeicht noch wirksamer ist, als das ächte.

Makats heißt eine Art geköperter wollener Serge,

einfarbig und meist von hellen Farben, scharlach-oder karmoisinroth, himmelblau, hellgrün rc., welchebesonders im südlichen Frankreich verfertigt werdenund nach der Levante gehen, wo man sie zu Sopha-überzügen braucht.

Makler, s. Mäkler.

Makrele, Scomber Scomber, ein in deneuropäischen, amerikanischen und indischen Meerenin großer Menge lebender Raubfisch, der bis 5 Pfd.schwer wird, in der Nordsee jedoch gewöhnlich nur2—3 Pfd. und 2 Fuß fang, einen spindelförmigenKörper hat und auf dem Rücken blau von Farbe ist,mit kleinen schwarzen, wellenförmigen Querstreifen.Er hat ein festes, wohlschmeckendes, aber sehr fettesund schwer verdauliches Fleisch, und wird vom Aprilbis in den August an den Küsten von Frankreich,besonders der Bretagne, England, Holland, Nor-wegen rc. in Menge gefangen. Er wird theils frischgegessen, theils eingesalzeu und versandt; in Frank-reich in Tonnen von 300—350 Stück. Auch anden Küsten von Neufundland, Neuschottland, La-brador rc. werden sehr viel Makrelen gefangen undnach Südamerika, Westindien, England, Spanien rc.gesandt.

Makuba, s. Tabak.

Makulatur nennt man gebrauchtes, besondersbedrucktes Papier, das zum Einpacken benütztwird und daher einen nicht unbedeutenden Handels-artikel ausmacht. Es besteht in der Regel ausBüchern, von denen der Verleger keinen Absatz mehrzu machen weiß, und die er daher, um sein Lager zuräumen, zu Makulatur macht oder makulirt, wo-bei gewöhnlich die Titel der Bücher davon getrenntund vernichtet werden. Man bezieht es hauptsäch-lich von Leipzig, wo es theils von den dortigen Ver-lagsbuchhandlungen, theils von den Coinmissions-lägern auswärtiger Verleger kommt, welche es an diePapierhandlungen oder auch an eigene Makulatur-händler verkaufen. Der Preis richtet sich, wie beiandrem Papier, theils nach der Größe und Stärke,theils danach ob es geleimt oder ungeleimt, ob esMaschinenpapier oder geschöpftes ist rc. Makulaturvon broschirten Büchern ist weniger werth, als vonbedruckten, und hauptsächlich müssen es ganze, nichthalbe oder Viertelbogen sein, daher beschnittene Bro-schüren nicht zu Makulatur gebraucht werden können,sondern nur von den Pappenmachern zum Ein-stampfen gekauft werden. Auch beschriebenes Papiervon Akten, Tabellen und dergl. wird von Postäm-tern, Collégien und anderen Behörden zuweilen alsMakulatur verkauft.

Makute oder M acuta, eine Münze auf derWestküste von Afrika; s. Guinea.

MalabathrumMätter , s. IndianischeBlätter.

Malacca Cambrania, s. Benzoe.

Malachit ist ein Kupfererz oder eigentlich kohlen-saures Kupferoxyd von schöner smaragdgrüner, insSchwärzliche und Spangrüne übergehender Farbe,zuweilen in Streifen oder in scharfbegrenzten, wol-kigen, wellenähnlichen oder kreisförmigen Zeichnun-gen wechselnd, mit concentrisch auseinanderlaufenderTextur, seiden- bis glasglänzend oder auch matt, anden Kanten durchscheinend bis undurchsichtig. Dmblätterigen, tafelförmig krystallisirten, gewöhnlichmit Perlglanz, nennt man Malachitspath oderblätterigen Malachit; den faserigen, aus Na-deln zusammengesetzten, traubigen, seidenglänzendenund weichen, Fasermalachit oder Atlaserz;