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Zweiter Band.
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Maraciux 165 Mark

sauren Salze, die basisch, neutral, oder sauer rea-giren.

Margaux heißt eine Gattung rother Bordeaux-weine aus der Umgegend des gleichnamigen Ortesim Departement Gironde, welche theils zum zweitenRange erster Classe/ theils zur zweiten, theils zurdritten Classe gehören. Der beste und einer der fein-sten Weine erster Classe ist der (Matsau-Llargaux.(S. auch Bordeauxweine.)

Margofaöl, s. Zederach.

Margritins heißt in Frankreich eine Art ganzkleiner Glasperlen, die zum Stricken, Sticken, zuQuasten und dgl. gebraucht werden.

Mariasholz, s. Marien holz.

Mariendistel oder Frauendistel, 6anstunsmarianus, eine im südlichen Deutschland, auch imNaussauischen und in Schlesien wild wachsende, innördlicheren Gegenden angebaute Pflanze, mit pur-purröthlichen oder weißen Blüthen, deren Wurzel,Blätter und Samen, welcher letztere auch den Na-men Stechkörner führt, wie die Blätter sonst in derMedizin gebraucht wurden, jetzt aber nur noch derSame, Semen Cardui Mariae oder maria-nae. Er ist V 4 Zoll lang, glänzend braun, eiför-niig, flach und gebogen, an dem einen Ende mitHaaren besetzt, und wird gegen Seitenstechens Brust-entzündung rc. gebraucht. Er ist nicht immer ge-läufig zu haben und wird daher oft sehr theuer be-zahlt. In einigen Gegenden werden die zartenWurzelblätter gegessen.

Marienglas, s. Fraueneis und Glimmer.

Mariengroschen, ehemalige Scheidemünze inHannover, Brauuschweig, Lippe undWaldeck.

Marienguldcn, frühere Rechnungsmünze ä 20Mariengroschen in Brauuschweig und Hannover.

Marienholz oder Mariasholz kommt voneinem in Südamerika und besonders in Peru wach-senden Baume mit sehr geradem Stamme, daher esbesonders zu Masten gebraucht wird.

Mariemnilch, s. Siegelerde.

Mariennestel, s. Andorn.

Marienthränen, s. Hiobsthränen.

Marignane sind rothe und weiße Provenceweineaus der Gegend von Aix im Depart. der Rhone-wündungen, die besonders nach Genua ausgeführtwerden. Durch den Transport erhalten die rotheneine ganz dunkle, fast schwarze Farbe; auch haltensie sich nicht lauge.

Marigni, französische Leinen für den spanischenHandel.

Marineleim, s. Leim.

Marinirte Fische sind solche, die auf dem Rostgebraten oder auch abgesotten und dann in eineBrühe von Essig und Gewürzen gelegt sind. Diesgeschieht namentlich mit Lachs, Aal, Heringen. Neun-augen, Forellen, Muränen rc.

Marmo, s. Tabak.

Mark ist eins der ältesten deutschen Gewichte,Welches seinen Namen von dem Zeichen oder derMarke erhalten hat, mit welchem das Gewichtsstückversehen war. Es wurde iu 8 Unzen oder in 16 Loth“ 4 Quentchen getheilt und war die Hälfte des Pfun-bes. Als man die Münzen noch wog, nannte manso viel Schillinge oder Pfennige, als 1 Mark wogen,Ebenfalls eine Mark, und daher rührt die noch jetztln Hamburg und Lübeck gebräuchliche Münzbe-^ennung. Als man später das Silber mit Kupferle 0 trtc, nannte man 1 Mark fein 8 Unzen reines

und 1 Mark löth ig 8 Unzen mit Kupfer vermisch-tes Silber. Den Feingehalt des Silbers und auchdes Goldes drückte man dadurch aus, daß man an-gab , wieviel feines Silber in der löthigen Mark.später rauhe Mark genannt, enthalten war, führtedabei jedoch eine andere Eintheilung der Mark ein,nämlich beim Silber in 16 Loth ä 18 Grän undbeim Golde in 24 Loth ä 12 Grün, (s. Fein.) AlsNormalgewicht der Mark in den deutschen Länderngalt das halbe Pfund der Stadt Köln, welches daherkölnische Mark genannt wurde, und diese wurdeauch im Jahr 1524 ausdrücklich zum allgemeinendeutschen Münzgewichte bestinimt. Man theilte sie in16 Loth a 4 Quentchen ä 4 Pfennige oder Pfennig-gewicht a 2 Heller oder Hellergewicht ä 128 Richt-pfcnnigtheile, daher die Mark 65,536 Richtpfennig-theile (256 Pfennige a 256 Richtpfennigtheile) hatte.Außerdem wurde die Mark auch in 8 Unzen ä 19Engels ä 32 holländische As oder Eschen, oder derPfennig der ersten Eintheilung in 19 As getheilt;beides betrug 4864 As auf die Mark, was aber nichtgenau war, da sie wirklich 4864, 68 holl. As wog.Auch wurde sie in 4020 kölnische oder Dukaten-Äsgetheilt. In Köln wurde ein oder mehrere Normal-gewichte dieser Mark aufbewahrt und die übrigendeutschen Länder ließen sich ebenfalls dergleichen an-fertigen, um sie als Grundlage ihres Münzgewichtszu benutzen; aber dies war nicht mit der nöthigenGenauigkeit geschehen, so daß die Marken der meistendeutschen Länder mehr oder weniger von einanderabwichen. Selbst in Köln war die ursprünglicheNormalmark verloren gegangen und bei einer imJahr 1829 angestellten genauen Untersuchung fandes sich, daß die vorhandenen Kopien nicht genau miteinander übereinstimmten. Die älteste dieser Kopien,welche sich fand, vom Jahr 1705, die mithin als dierichtigste betrachtet werden mußte, wog 233, 8 i 2 3 fran-zösische Grammen, = 4864, 68 holl. Äs. Äls durchdie deutschen Münzconventionen in den Jahren 1837und 1838 das Münzwesen in den Zollvereinsstaatengeordnet wurde, nahm man, um ein überall gleichesGewicht zu haben, die Hälfte des preußischen Hamdelspfundes als Münzmark oder deutsche Ver-ein smark an, welches 233,855 (genauer 288 , 8555 )französische Grammen wiegt, und das auch von dendem Zollvereine nicht angehörenden Staaten, welchespäter der Münzconventiou beitraten, als Münzge-wicht angenommen worden ist. Die Länder, welchedies noch nicht gethan, hatten zwar ein von der deut-schen Vereinsmark abweichendes Münzgewicht, aberder Unterschied war so gering, daß er in der Regelnicht beachtet wurde. Durch den Wiener Münzver-trag vom 24. Januar 1857 ist statt der Mark alsGewichtseinheit das seitherige Zollpfuud (— 500Grammen) mit der Eintheilung in Tausendtheileund weiterer decimaler Abstufung als Münzpfundfür die meisten deutschen Bundesstaaten eingeführtworden (s. Münzfuß), daher auch die Benennun-gen feine und rauhe Mark, den Begriffen feinesund rauhes Pfund weichen mußten. — In Frank-reich hatte man früher auch in einzelnen Städtenverschiedene Markgewichte, von denen die Markvon Troyes, als die schwerste, in der königlichenMünze in Paris angewendet und auch nach undnach in ganz Frankreich eingeführt wurde. Auch inEngland und Holland wurde das Troygewicht ein-geführt und ist im erstgenannten Lande noch im Ge-brauch (s. G r 0 ß b r i t a n n i e n), in den Niederlandenaber ist es erst iu der neueren Zeit abgeschafft worden