Neugroscherr
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Nenhollnnd
an der weiter westlich gelegenen Navybai und auchin ungesunder Lage gegründet, welche das östlicheEmporiumdes Isthmus werden wird. — SantiagodeVeragna, 5000 Einw., Hafenstadt an der Küstedes stillen Meeres. — Cartagena am karaibischenMeere, 28,000 Einw-, mit vortrefflichem Hafen undbedeuiendem Handel. Im Jahre 1861 liefen 242Schiffe mit spanischer, englischer, französischer rc.Flagge von 89,613 Tonnen ein. — SantaMarta,au der nämlichen Küste, in gesünderer Lage, mit8000 Einw., gutem Hasen und lebhaftem Handel.—Ciudad de la Hacha oder Rio Hacha, ebenfallsHafen- und Handelsstadt, mitlOOOEinw. — Mom-pox oder Cruz de Mompox am Magdalenen-flusse, 20,000 Einw. — Pamplona im Gebirge,t'1,000 Einw., Bergbau. — Tunja an der West-seite des Gebirges, 11,000 Einw. — Popajan,unweit der Quellen des Cauca, 27,000 Einw. —Pasta, am Fuße eines fürchterlichen Vulkans,von Wald, Morast und dampfenden Schwefelgrubenumgeben, mit 11,000 Einw.
Rechnungsart und Zahlwerth. Man rech-net nach Pesos oder Piastern zu 100 Centavosoder zu 10 Decimos (oder Reales). Der Pesoist — 1 franz. 5-Frankenstück und stimmt mit demneuen Peso von Chile überein. Der Silberwerthdesselben ist also
= 1 Vs Thlr. im 30 Thalerfuß;
— 2 1 / 3 Gulden im 52 V 2 Guldenfuß;
= 2 Gulden im 45 Guldenfuß.
Die Goldvalnta herrscht hier, wie in Frankreich,neben der Vüberwährung. Bis 1853 galt die M a-cnquina-Valuta (f. Venezuela) in welcher abernur 27V» Peso der letzten Prägungen auf ein deut-sches Münzpfund f. Silber gingen.
Münzen. In Golde: Stücke zu 1 Peso(Piaster) oder Vio Condor (--- 5 Franken); Escudoszu 2 Pesos (—10 Franken); Condor zu 10 Pesos(— 50 Franken); Ouzas zu 20 PesoS (--- 100 Fran-ken. In Silber: Stücke zu 1 Peso (---5 Fran-ken), Decimos rc. nach Verhältniß. In Kupfer:Stücke zu 1 und 7-2 Centavo.
Wechselrecht. Im Wesentlichen das französische.
Maße und Gewichte. Seit dem 1. Januar1854 ist das französische Maß - und Gewichtssystemeingeführt; früher waren die spanisch-castilischenMaße ini Gebrauch.
Neugroschen, Scheidemünze im KönigreichSachsen u. im Herzoglhum A l t e n b u r g (s. beides.)
Neugrün, s. Chromgrün, Kaisergrün,Neuwieder Grün und Waschgrün.
Neuguinea, große Insel, nördlich von Neu-holland und östlich von den ostindischen Inseln Ce-lebes, Java rc. gelegen, zwischen dem Aequator und10» südlicher Breite, 13/ 00 (n. A.9000) Hs Meilen.Die Zahl der Einwohner ist nicht zu bestimmen, dadas Innere der Insel noch völlig unbekannt ist; siesollen jedoch zahlreich sein, meist kriegerisch und sichder Landung von Ausländern widersetzend, m einigenGegenden aber friedfertig und gutmüthig. Die In-sel hat Gebirge von bedeutender Höhe, auch mehrereVulkane und läuft sowohl in Nordwest als in Südostin große Halbinseln aus, welche durch Meerbusengebildet sind. Sie hat viele Flüsse, aus den Bergenein angenehmes, mildes Klima, das aber in denThälern drückend heiß ist, und ist zum Theil von Ko-rallenriffen umgeben. Sie erzeugt Palmen, Brot-früchte, Sago, Muskatennüsse und andere Gewürze,Südfrüchte, Pisang, Betel, Bambus, Ebenholz,
; Drachenblut, Bcnzoe rc.; Schweine, Hunde, Beutel-! thiere, Schildkröten, Perlenmuscheln, viele Arten vonj Vögeln (besonders Paradiesvögel) und Fischen, auchi Tripang; man weiß daß Gold gefunden wird und; die Gebirge enthalten ohne Zweifel Metalle. Diej Chinesen und die Bewohner einiger ostindischen Jn-! seln treiben etwas Handel mit den Eingeborenen;! auch hatten die Niederländer 1828 an der Südwest-! küste eine Niederlassung, Merkusoord mit dem; Fort Dub us an der Tritonsbai, gegründet, die sie! aber wegen des ungesunden Klimas wieder verlassen! haben.
j Neuholland, Auftrat land oder der Conti-I nent von Australien, jetzt gewöhnlich Austra-i 1 1 e it genannt, große Insel im südlichen Ozean,
; zwischen 10 und 39» südlicher Breite und 131 und! 171» östlicher Länge, im Norden durch die Torres-! straße von Neuguinea und im Süden durch diei Baßstraße von Bandiemensland getrennt. DerFlächeninhalt beträgt gegen 150,000 ^Meilen; die' Zahl der eingeborenen Bewohner ist völlig unbekanntl und die der Ansiedler, die sich aber fortdauernd durch: Einwanderungen vermehrt, dürfte jetzt wohl über; 600,000 betragen. Das Klima ist im nördlichen,j am wenigsten angebauten Theile tropisch, im Süden; und Südosten, wo sich die meisten englischen Nieder-lassungen befinden, gemäßigt und kühl, aber fast! überall angenehm und gesund. In einiger Entfer-nung von den Küsten erheben sich in mehreren Ge-j genden Gebirge, namentlich im Osten die blauenBerge, welche viele fruchtbare Striche enthalten undjenseits welchen ein Hochland mit schönen Thälernbeginnt. Die Küstengegenden sind zum Theil ariNan Bewässerung, doch gibt es mehrere größere Flüsse,unter denen der Murray, der an der Südküstemündet, der bedeutendste ist. Seine größten Neben-flüsse sind der M u r r u m b i d j i und ver D a r l i n g-In Neu-Südwales sind der Macquarie, Bris-b ane, Hast ings, Hunt er, Hawksbury, & l£aber nur eineStromlängevon30—40Meilen habcmund diese beträgt bei dem an der Westküste münden-den Schwanenflusse sogar nur 15 Meilen-Größere Flüsse sind im nördlichen Theile, wie derAlbert, Adelaide, Victoria und Fitzroh-Von den bekannten Landseen ist der fast 150 Meilenlange und ca. 7 Meilen breite TorrensseeSüdanstralien der bedeutendste. Die Produkte stnvverschieden nach den Himmelsstrichen; viele Gege^"den sind unfruchtbar, andere reich an verschiedenemzum Theil ganz eigenthümlichen Pflanzen und Tb ''reu; auch haben sich viele europäische Produkte letchacclimatisirt, wodurch die angebauten lÄegenvmeist sehr ergiebig geworden sind. Die Zahl ®einheimischen Fruchtbäume und überhaupt Nahrungpflanzen ist sehr gering und beschränk: sich sästauf Kohlpalmeu, Aams, einige Wurzelarten,Beeren u dgl.; doch gibt es mehrere durchGummi, Farbestoff oder Rinde nützliche VanAngebaut hat mau Aepfel, Birnen, Pflaumen, ^ven, Feigen, Flachs, Tabak, Hopfen, J"b>gM^ ..j Futterkräuter, Südfrüchte, Pisang, Getreide, M! Kartoffeln, Hülsenfrüchte,-Zucker, Baumwolle, Ca, Wein rc. An viersilbigen Thieren war da« .ursprünglich sehr arm. Ganz eigenthümlich ! ^ihm das Känguruh, das sich in großer Meng ^in mehreren Arten hier findet, das seltsame ubelthier und der Dingo oder nenholläudische v •Außerdem gibt es mehrere Arten Beutelthiere, . {t; senbären, fliegende Eichhörnchen, eine Arr