Band 
Zweiter Band.
Seite
341
JPEG-Download
 

Persienne

341

Peru

den 8. Theil abgeben müssen; größere Häuser haben«n ^ re eigenen Mäckler.

^ Maße und Gewichte. Längenmaß. DieArschin oder Guz (Göß) hat 4 Viertel (Tscheharek)M 4 Ghire ä 2 Bar. Die persische Arschin ist zweier-leu 1) Arschin Schahi oder königliche A., besondersmr Wollwaaren; 2) Arschin Mokäsär, hauptsächlichs«r persische Zeuge und im Kleinhandel gebräuchlich.Uere -- 1, 12 Meter = 1, 679 preuß. Ellen = l liR1steiler Ellen; letztere = 1, 025 Meter--- 1, 537 Preuß.; m l= 7^' 315 Wiener Ellen. — Gewicht. Das'}} Persien übliche Gewicht ist ebenfalls zweierlei:

Das in Täbris gebräuchliche Mähn (Mahnd) ent-halt 4 türkische Oka oder 1000 Miskal — 4, 840 Kilogr.r- 0, 68o deutsche Zollpfd. = 10, 671 engl. Pfd. avdp.;$ das zu Teheran einheimische Mähn (Mahnd) hattürkische Oka oder 640 Miskal — 3, u98 Kilogr.^.6,196 deutsche Zollpfd. ----- 6, 8297 engl. Pfd. avdp.^Nrd aber nicht ausdrücklich das Täbriser Gewicht^wahnt, so kommt immer das von Teheran zurs7^venduug. Unterabtheilungen in 1 / 2 , 1 U, 1 / 8 MähnL"ddie nächst kleineren Maße. — Das Miskal als^sold-upd Silbergewicht, welches in ganz Perstensein soll, wird in 6 Döng ä 4 Karat oderqr < ht a 3 Häbbi getheilt und ist — 4,840 Grammen;engewicht ist der Abas — 2 1 / i engl. Troygränv e ( v 0,l458 Grammen. — Flüssigkeiten und^"übrigen Körperinhalte werden ebenfallsm Gewichte unterworfen und auf obiges Gewichton i bis 1 Miskal reducirt. 100 Mähn8'ben I^Halwar.

- ^kvsienne heißt ein schwerer seidener Stoff mit

- , ^'°schirten Blumen und anderen Mustern, derlvnders zu Kirchenoruaten gebraucht wird.

Vmi«?' 10 , rotherIndigo oder Cudbearist einM,, ^rother Farbstoff, welcher zum Färben vonPurpur, Biolett, Lilla, Braun rc., besonders aufauch als Zusatz zu Indigo, umber • T eur t< 3 ev zu machen, gebraucht wird. Manli(f> ^ au8 urehreren Flechtenarten, hauptsäch-Ig, .^s I^eanora tartaroa und oaloaroa, in Eng-in D Frankreich, Nordamerika, Holland und auchk,;.^^schland, namentlich in Eisenach, indem manUrin ec ^ en M Pulver reibt und einige Monate inei,,pichen läßt. Er kommt in den Handel alsgemahlenes Pulver von dunkel violetterM.ss und nicht unangenehmem Geruch, das keinAler annimmt.

TaE?^s^er Taffet nennt man ei(,,^bt"Mit eingewebten bunten Must».Küchen Fabriken verfertigt wird.

Rotk^w^Eö Noth oder ächtes indianischesder ein purpurrother Eisenocher, der von

Dgz n'el Ormus im persischen Meerbusen kommt,ein-q^^eine indianische Roth dagegen ist»Wr Todtenkopf (s. Indianisches Roth).Hnffbrsonal-Arrest heißt so viel als persönlicheWeckt^rT hauptsächlich ein, wenn z. B. einder R»^sAuldner nicht bezahlen kann oder will undJr at ^ heimlicher Entweichung vorliegt.Co^^'^enconten, persönliche Conten, s.

^ Ferngläser.

theils erue Art französischer Hanflemen,

zu Sea s' gebleicht, von denen die gröberenLeibw'-!?!"^ feineren zu ordinairer Bett- und

besonk-^^ gebraucht werden. Man verfertigt sieLüsten r ^ P^'te und Dinant im Depart. der Nord-' l^'e auch im Depart. Jlle und Bilaine.

leichtender in

! Perth, in Schottland mit 25,000 Einw., arnj rechten Ufer des Tay, Station der schottischen Haupt-(Nord-)Bahn, die von Berwick her meist an denj Ostküsten fortzieht, wodurch Dundee, Edinburgh,: Stirling, Glasgow, Aberdeen, wie auch die Fabrik-! orte der Grampianthäler durch Zweiglinien obiger! Bahn mit Perth verbunden sind. Der Handel dieses! Platzes, durch die Eisenbahnen und die im Flußbett- vorgenommenen Verbesserungen unterstützt, ist be-deutend und im Wachsen begriffen, und auf den hie-sigen Schiffswerften können sowohl Dampf- alsSegelschiffe gebaut werden. Die Stadt besitzt Flachs-spinnereien, Druckereien, Bleichen, Färbereien,Seilereien, Gerbereien, wichtige Manufakturen,welche hauptsächlich gedruckte Kattune und Baum-wollengewebe aller Art, Leinengewebe, Taschentücher,Schärpen, nachgemachte indische Shawls für dentürkischen Markt, Tinte, Kutschen, div. Artikel inEisen rc. liefern.

Rechnung, Münzen. Maße und Gewichte,s. Großbritannien.

Peru, Republik in Südamerika, an der Küstedes stillen Meeres, das Vaterland der China- oderperuvianischen Rinde, 23,941 sDMeil. init 2,500,000Einw. Es grenzt gegen Norden an Ecuador undBrasilien, gegen Osten an Brasilien und Bolivia,gegen Süden an Bolivia und gegen Westen an dasstille Meer. Längs der Küste, in einer Entfernungvon 6—20 Meilen vom Meere, wird es seiner gan-zen Länge nach von den Anden durchzogen, welcheim Norden aus zwei fast parallelen Bergketten be-stehen und von denen weiter südlich auch eine Kettenach dem Innern ausläuft. Die höchsten Spitzensind 17,600 Fuß hoch, da aber die Schneelinie über16,000 Fuß hoch liegt, so gibt es in einer Höhe von13,000 Fuß noch menschliche Wohnungen. DerKüstenstrich ist meist sandwüste, nur an den Küsten-flüssen fruchtbar und fast ohne Regen, bei gemäßig-ter Temperatur; doch wird die Vegetation durchstarken Thau und kilnstliche Bewässerung erhalten.Das Land zwischen den beiden Bergketten, die soge-nannte Sierra, ist ein 9—16,000 Fuß hohes Hoch-land mit fruchtbaren Thälern und sehr gesunderLuft. Oestlich von den Gebirgen folgen Wald- undgrasreiche Hochebenen, Pampas oder Pajonalgenannt, die aber im Osten und Süden noch vonvielen niedrigen Bergketten mit ungeheuren Wal-dungen , wilden Bergströmen und fliesen «sümpfen,dieMontana real genannt, durchschnitten sind,in denen übrigens große Fruchtbarkeit herrscht. DerM arano n entspringt auf den Anden und außerdemhaben mehrere bedeutende Zuflüsse desselben hierihre Quellen und durchströmen die Gegenden imOsten dieses Gebirges, namentlich der H ualla ga,der aus dem Zusammenflüsse des Parobeni undTambo entstehende Ucayale, der Aav ari, welcherdie Grenze gegen Brasilien, und der Beni, derweiter südlich die Grenze gegen Bolivia und Brasi-lien bildet. Der Tambo entsteht aus der Bereinigimgdes Apurimac, Jauja und Chanchamayo. DreSchifffahrt auf den meisten dieser Flüsse ist wegenihres reißenden Laufes und wegen der vielen Baum-stämme, die sie mit sich fortreißen, schwierig, undviele haben auch nur in der Regenzeit hinlänglichesWasser. Im Süden liegt gegen 12,000 Fuß hochin einem Hochthale der 18 Meilen lange und 14 Mei-len breite See Titicaca, dessen südlicher Theil zuBolivia gehört, und nordöstlich von diesem, ebenfallsau der Grenze von Bolivia der 7 Meilen lange See