Salz
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Salzäther
.kosten des Aussiedens nicht; manche Soolenwalten aber 20 % und mehr. Solche starke Soolenr ^^.unmittelbar in großen flachen Pfannen einge-UZ denen sich das Salz in Körnern zu Bodennnn>- schwächere werden, run das zum Aussiedenn ,f8 e Brennmaterial zu ersparen, vorher so derl, // ausgesetzt, daß ein großer Theil des darin ent-stärck ^ Wassers verdunstet, und dann wird die
gewordene Soole erst eingesotten. Das erstere
* u deii sogenannten Gradirhäusern,l yr langen und hohen Balkengeriisten, welche mit-^^MD ornen) ausgefüllt sind, so daß sie meh-i Wände bilden. Auf diese wird die
Ul diinnen geleitet, aus denen sie zwischen denv,j r r f n * u herabtröpfelt, und so verliert sie durch dieBerührung mit der Luft einen großen TheilLJ Wassergehalts. Außerdem wird die Sooleun? in großen offenen Bassins der Luft
odernf 0111 ^ ausgesetzt (Souneugradirung),r sl au fäßt sie auf einer wenig geneigten Flächeder ^uablaufen (Pritschen gradjrun g oder/rstl^igrad), oder man läßt sie frieren (Eis-a. f ^Ullg), wobei die Salztheile in einer sehr^^ole auf dem Boden zurückbleiben. Daskörn, • Mieden gewonnene Salz ist um so fein-fdm»« ' c, J e stärkeres Feuer angewendet wird und je^ Verdunstung vor sich geht; wenn garder ^s,euert wird, was in der Regel des Sonntagsstall? ? bildet es große, würfelförmige, feste Kry-den ' ^lche daher Sountagssalz genannt wer-feste s. k Boden der Sudpfannen setzt sich eineUnd f*? "u, welche gewöhnlich aus kohlensauremetw^« ^^elsaurem Kalk, schwefelsaurem Natron undwird - ^o^^lz besteht und Pfannenstein genanntBer-?, ^^n benutzt denselben gewöhnlich noch zursich * ■ 3 von Glaubersalz. Die Soole, aus der-selbe ?^°ch^ö mehr niederschlägt und die einehM '?Eiche, noch verschiedene andere Salze ent-B i t t . ^stkstgkeit bildet, wird Mutterlauge oderUock ,^^uge genannt; man benutzt sie zuweilenaus ^^ubersalz, Salzsäure, Salmiak rc. dar-Düiiü stewinnen, und auch zur Bereikung desMsem, l aI ,S e8 f indem man ihr gelöschten Kalkvon st^ dann abdampft. Es ist ein GemischChlors?/' Kalk, Magnesia, Kochsalz, Chlorkali undKlees??" Un ^ wird zum Düngen von Wiesen undden 1 denutzt. Auch der Pfanneustein, der anDorn?,, sich ansetzende Dornenstein und dieSalinen > dazu verwendet. Salzwerke oderes j n g' Ui denen Quellsalz gewonnen wird, gibtgroßxx und auch in anderen Welttheilen inn 9 e ’ don den deutschen sind besonders an-Saale U Dürrenberg und Kösen an derKreurK». ^''N und Frankenhausen an der Unstrnt,deck uim Salzungen an der Werra, Schöne-Sal'g,.? ^roßensalza bei Magdeburg, Lüneburg,dahflun^ ststd Salzderhelden in Hannover, Salz-^chm„<?^draunschweig, Allendorf, Nauheim undhall in «r eu ue Kurhessen, Kitzingen und Reichen-u. y, g "Oaiern, Schwäbisch-Hall in WürttembergDas Seesalz, Meersalz, Bai - oderdenn sich in der Natur in größter Menge,
^ wirt> ^ , ?^asser enthält gegen 3°/ 0 desselben,an and^o, ^st^brs in den Ländern, welche MangelPerdunn? haben, auf sehr einfache Art durchindeni ^ Meerwassers an der Luft gewonnen,^^tiefi,?? dasselbe in große, flache, ausgemauerteEinmir»„h^ um Meeresstrande leitet, wo es derung von Sonne und Luft ausgesetzt ist. Nur
in nördlicheren, kälteren Gegenden wird es durchEinsieden, wie das Quellsalz, gewonnen. DiesesSalz ist jedoch immer sehr unrein und enthält beson-ders schwefelsauren Kalk und schwefelsaure Magnesia;es wird^daher oft noch raffinirt, indem man es wie-der in Seewasser auflöst und die dadurch erhalteneSoole einsiedet und zuweilen auch vorher gradirt.Auch durch Ausbreiten an der Luft wird es von denzerfließlichen Salzen einigermaßen gereinigt. Dasrohe Seesalz, welches gewöhnlich Boy- oder B a y -s alz genannt wird, hat eine bräunliche, graue oderröthliche, schmutzige'Farbe, das gereinigte aber istganz weiß. Es wird in großen Quantitäten beson-ders zum Einsalzen der Fische gebraucht und haupt-sächlich an den Küsten von Frankreich, Spanien undPortugal, außerdem auch in Holland, Italien, Jlly-rien, Dalmatien rc. gewonnen. Das beste ist dasvon Setuval oder St. Ubes in Portugal, daher St.Ubes salz genannt, von dem große Quantitätennach England und den Häfen der Noch- und Ostseeausgeführt werden. Auch wird das Seesal; wegenseiner auflösenden, abführenden und reizenden Eigen-schaften in der Medizin, besonders zu Bädern, ge-braucht. Besonders in Asien und Afrika gibt esauch viele Landseen, welche Salz enthalten, das sichaus dem Boden und an den Rändern derselben an-setzt und gesammelt wird, indem es meist einen wich-tigen Handelsartikel bildet. — In den meisten Län-dern ist die Gewinnung des Salzes ein Monopolder Regierung und der bedeutende Gewinn, den die-selbe abwirft, wird als eine indirecte Abgabe betrach-tet. Der einzelne Verkauf geschieht entweder durchbesonders dazu angestellte Personen, oder durchKaufleute, die es aus den Magazinen der Regierungkaufen müssen. Das reine Kochsalz hat einen reinenSalzgeschmack, wird an der Luft nicht feucht, zerkni-stert im Feuer, indem es sein Krystallwasser verliert,und 37 Theile werden in 100 Theilen kaltem sowohlals warmem Wasser aufgelöst; auch von wässerigemWeingeist wird es aufgelöst, nicht aber von absolu-tem. Ein bitterlicher Geschmack würde einen An-theil von Magnesiasalzen, und wenn es Feuchtigkeitaus der Luft anzieht, von salzsaurem Kalk und salz-saurer Magnesia verrathen. Die Salzproductionvon ganz Europa wird auf ca. 45 Mill. Ctr. und dieConsumtion auf 35 Mill. Ctr. angeschlagen; es wer-den daher gegen 10 Mill. Ctr. nach anderen Weltthei-len ausgeführt, wozu Spanien, Portugal, Englandund Frankreich das Meiste beitragen.
Salzäther, leichter, Chloräthyl, durch De-stillation von Alkohol und Salzsäure zu gleichenTheilengewonnen, ist eine wasserhelle, etwas nachKnoblauch riechende, süßlich durchdringend schmeckendeFlüssigkeit, welche mit grüner Flamme brennt, in-dem Salzsäuredämpfe dabei sich entwickeln; es siedetbei 12°. Spec. Gewicht 0, 874 . Durch Destillationvon Chlorkalk und Alkohol erhält man eine klare,farblose, oft in das Gelbliche fallende Flüssigkeit,mit dem Gerüche nach Chlor und Geschmacknach Wein, den Chloräther, welcher als Be-lebungsmittel angewendet wird, aber nicht mitChloroform zu verwechseln ist. Durch Einwirkungvon Chlorgas endlich auf den leichten Salzäther ent-steht ein neues, dem Chloroform sehr ähnliches Pro-dukt, der betäubende Aether oder gechlorterChloräther, eine farblose Flüssigkeit, mit demGeruch nach Kampher, der weniger flüchtig als dasChloroform ist, auch von diesem sich noch durch denSiedepunkt 80° unterscheidet, während der des Chlo-
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