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Sassaparille

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Satinoker

parille, Radix Sassaparillae, ist die Wur-zel von Smilax syphilitica oder Sassaparilla undwahrscheinlich noch von einigen anderen Arten dieserGattung, die in verschiedenen Sorten aus Mittel-und Südamerika kommt. Sie besteht aus einemharten, holzigen Wurzelstocke mit vielen langen,federkieldicken Fasern , an welchem zuweilen noch derstachelige Stengel befindlich ist. Zuweilen sind aberauch die unbrauchbaren Wurzelstöcke von den Fasern,welche der eigentliche Handelsartikel find, getrennt.Letztere sind geruchlos und haben einen widerlich bit-teren Geschmack. Es kommen, besonders folgendeSorten im Handel vor, die aber in ihren Wirkungengleich und nur deshalb im Preise sehr von einanderverschieden sind, weil bei der einen mehr Verlustdurch die dabei befindlichen Wurzelstöcke entsteht, alsbei der andern: IfHonduras-Sassaparille,welche am häufigsten ^geführt wird, besteht aus gro-ßen knolligen, mehrköpfigen Wurzelstöcken, an denenoben die kurz abgeschnittenen Stengel und untendichtstehende, mehrere Fuß lange und bis 1 / 2 Zolldicke Fasern befindlich sind, die bei geringer leichterWaare viel dünnere Zasern haben und mit tiefenund breiten Streifen der Länge nach durchzogen sind.Sie haben eine schwärzlichbraune, tief runzelige Ober-haut u. zeigen auf dem Querschnitt meist eine bräun-liche Rindenschicht, auf welche ein dunkler Ring unddann das weißliche, gelbliche oder röthliche Markfolgt; oft ist aber die Rinde nicht zu bemerken. DerKern ist holzig, zähe und weiß. Die Wurzeln kom-men eingebogen und mit den eigenen Zasern um-schnürt in 2—3 Fuß langen und ca. 3 Psd. schwerenBündeln, welche in Leinenballen oder in Lederseroneuvon 80—100 Psd. gepackt sind; zuweilen sind sieaber nicht in Bündel gebunden, oder diese bilden nurdie äußere Schicht in den Seronen und inwendigsind lose Wurzeln, 2) Brasilianische, Para-vder Lissaboner S. wird ebenfalls häufig geführtund ist die theuerste Sorte, da sie keine Wurzelstöckehat. Die Fasern sind den vorigen ganz ähnlich, nurist die Oberhaut und die Rinde mehr braun, fastbraunroth. Dicke und dünne Wurzeln sind gemischt,die Längsfurchen zahlreicher, aber weniger tref. Siekommt in 4 Fuß langen bloßen Rollen von 40—50Psd., die mit den eigenen Fasern fest umwundensind. 3) Veracruz- oder Tampico-S. hat großeschwere Wurzelköpfe, mit kurzen, oft kaum 1 Fußlangen Fasern, und ist deshalb am wohlfeilsten, dadie Köpfe gegen 30°/«, bei der guten langen Hondu-ras aber nur etwa 5 °/ 0 ausmachen, in Ballen von100—150 Psd. Uebrigens sind die Fasern, bis aufdie graubraune Farbe der Oberhaut und Rinden-schicht, den vorigen gleich. — Außer diesen Haupt-sorten kommen noch zuweilen vor: Caraccas undValparaiso, mit hellgrauen, dunkelbraunen, fein-gestreiften Fasern, welche der Honduras nahe kom-men, und Della-Costa und Zamaica, welcherunzlig, dünn, gelbrolh oder röthlich und weißgrau,sonst der brasilianischen ähnlich sind. Man unter-terscheidet noch die Sorten dadurch, daß bei einigenWurzeln Schwefelsäure auf den Querschnitt gebracht,diesen sogleich braunroth färbt. Das ist z. B. d erFall bei den Wurzeln von Veracruz, Jamaica. An-dere Wurzeln werden dadurch nur gelb gefärbt, wiez. B. die brasilianische, Honduras und Caraccas-Sassaparille. Oft kommen auch die von den Stöckenabgeschnittenen Wurzeln in etwa 1 Fuß langen undiy 2 —2 Psd. schweren Bündeln, die an beiden Seitenglatt abgeschnitten, dreimal geschnürt u. die Schnüre

nnt weißem oder blauem Papier überbunden sind,unter dem Namen gebundene oder gereinigteSassaparille in den Handel und bei dieser machtman in England, Hamburg rc. gewöhnlich keinenUnterschied in der Sorte; in Italien aber hat mannach der Länge der Wurzeln 5 Sorten derselbe!!,von denen die längste ohngefähr 5mal so theuer istals die kürzeste; sie sind am meisten abweichend vonallen andern Sorten. Alle kommen darin überei»,daß sie geruchlos sind und .einen faden, schleimigemspäter bittren und scharfen Geschmack haben. Sieenthalten als wirksamen Bestandtheil das Smilaxc i n oder S a l s a p a r i n, ein leichtes, weißes Pu^ver, welches aus der Alkohollösung in kleinen fa^losen Nadeln sich abscheidet; es ist trocken ohneschmack, gelöst schmeckt es bitter, herb, ekelhaft'Außerdem enthalten sie ätherisches Oel, Amylm»'Gummi, verschiedene Salze und Säuren. —Sassaparille wird in der Medizin hauptsächlichgegen Syphilis, Merkurialkraukheiten, Hautaus^schlüge, Gicht u. dgl. angewendet. — DeutschtSassaparille wird die Wurzel des Sandried^grases zuweilen genannt.

Sassenage, s. Käse.

Sassolin, s. Boraxsäure

Satin (sranz.) und Sateen (engl.) heißt eigens

lich der seidene Atlas, doch verfertigt man nutet

diesem Namen schon seit geraumer Zeit eine MEanderer Gewebe von Seide, Halbseide, Wolle,Baumwolle und Leinen, die aus der rechten Semeine atlasartige Oberfläche und meist eine glänzendeAppretur haben. Die Arten und Namen derselbensind sehr mannichfaltig und wechselnd, und vielederselben sind wieder vergessen worden, währe»von Zeit zu Zeit andere auftauchen. So hat es volseidenen Satins gegeben und gibt es auch zum The»noch: Latin tnro, 8. rn886, 8. Sultane, 8.nette, 8. i'ontange, 8. Odalisque U. V. a. PvN dewollenen Satins sind besonders die einfarbige»glatten zu erwähnen, die meist unter dem Na»>eLasting (s. d.) bekannt sind; doch hat man degleichen auch oft bunt gestreift, geblümt und amverschiedene andere Art gemustert, die Muster häuft»von Seide, unter verschiedenen Namen angeserttö'Ebenso kommt ein dicht und fest gewebter Ba»lwwollenzeug mit atlasartiger Oberfläche und in ve 'schiedenen Farben unter dem Namen Satin ooSateen vor, der besonders in der Oberlausitz »'an einigen Orten in Böhmen verfertigt und iWesten, Beinkleidern, Schnürleibern, Schuhe»dgl. gebraucht wird. , -

Satine ist ein atlasartiger, mehrfarbiger ^

denzeug, eine Abart des Satins, mit dem erlichkeit hat, und den man namentlich in Krefeld vfertigt. «...

Satinet nennt man ebenfalls verschiedene ^tuugen atlasartig gewebter Zeuge, namentlich er»starken, dichtgewebten Baumwollenzeug z» j_kleidern, Westen, Schuhen, Sommerröckender sowohl weiß, als auch einfarbig und bunt ü.druckt vorkommt. Auch gibt es dergleichen »m \denen Streifen und Mustern. Ferner hatweilen wollene Zeuge dieser Art, auf deren rew ^Seite der Köper mehr sichtbar ist als bei dentins, unter dem Namen Satinet verfertigt.Satinholz, s. Atlasholz. m

Satinoker oder Satinober nennt „er

Art feinen gebrannten Eisenoker von rothbra»oder gelbrother Farbe.