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Zweiter Band.
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Sardelle

495 Sarsaparille

bilederlanden in großer Menge gefangen wird. Siewerden frisch gegessen, geräuchert nnd marinirt, znrVersendung aber hauptsächlich eingesalzen und so be-sonders von Frankreich und den Niederlanden ausweit verschickt. Die meisten werden an der Westküste.^ Frankreich von der Mündung der Garonne biscjkte Nähe von Brest gefangen. Bei Sables, ^lonne und St. Gilles, dann bei Belle-Jsle, Cracuno Quiberon dauert der Fang vom Juni bis inb^^Ptember und dann sängt er gewöhnlich erstu Eancarneau und Duarnenez unweit Brest an,er, wenn die Witterung es erlaubt, oft bis gegenWeihnachten dauert. Die ini Herbst gefangenenardellen sind besser als die im Sommer gefangenen,a ste ein festeres Fleisch haben, daher besser zumL">ien geeignet und haltbarer sind. Die aus derar von Duarnenez sind deshalb zur Versendung^ bristen geschätzt; außerdem zeichnen sich die von, van an der Mündung der Garonne besondersso,, ^ u ! eu Geschmack aus. Sobald die Fische ge-llsigen sind, wird der Kopf abgeschnitten und die« , öeweide herausgenommen nnd wenn sie ausand gebracht worden sind, werden sie sogleich ein-ßj al 33 und dann entweder angepackt in Haufenim* oder in Fässer gepackt verkauft. Man

^verscheidet in Frankreich hauptsächlich folgendeües s 1 * Sardines en sei oder en piles, die blos ein-sind; 8. pressees, die, nachdem sie einigeSalz gelegen, wieder abgewichen und dannr» gepreßt worden sind, um das Fett darausum £ y n£n t welches das Verderben befördert undrett ^^ 11 , zum Gerben rc. benutzt wird; 8. so-^ > die.am Feuer getrocknet! und geräuchert sind,

Nen besonders die größeren, später gefange-ten ; 8. oonütes, die etwas am Fener gebra-,, ^d dann marinirt worden sind. Man Packt dielR^>v - ^budung bestimmten Sardellen in Fässer^Ms), die eigentlich nicht mehr und nicht we-2 ^ als 5000 Stück enthalten sollen, denn ist diesie „^deutend größer, so sind die Fische zu klein, istA»« ^ ^uner, so sind sie für den Verkauf zu groß.iZ.. den schlechten, beschädigten und verdorbeneneu ^ird Thran gepreßt, der besonders zurG. ^"berei gut brauchbar ist. Die eng lisch ein»eri,,Een sind größer als die französischen, aber vonbaftt>^ erer Qualität, auch nicht so gut gesalzen undwerd? ^Eg haltbar. Italienische Sardellenverschiedenen Gegenden, besonders an derauch"von Italien, bei Livorno, Genua, sowie. Sicilien re. gefangen. Am meisteniJ[ ( 7 sind die von der Insel Gorgona, welcheTonnen von 38 Pfd. hauptsächlich vonbon ynnInnren; die sicilianischen werden in FässernUer ^ dfd. versendet. Geringer sind die istria-werden'' besonders von Trieft aus verschicktwerde,, an den Küsten von Dalmatien

Und vi ^ Sardellen, namentlich bei Lissa, gefangengaur ^.Quantität derselben ist so groß, daß fastUnd ^^Ä.sEud, sowie auch ein Theil von Italienuördu^ Türkei damit versehen wird. Nach demdante Deutschland kommen besonders die b ra-scher,/die an den belgischen undMentli^o'Icheu Küsten gefangen werden nnd na-tikel ur Amsterdam ein bedeutender Handelsar-so unk,->n- ® ev Ertrag der Fischerei ist daselbst jedochAnker in manchen Jahren gegen 25,000

Sie finV ,cut 8 ett werden und in anderen gar nichts.Eiue As,"" zweiten Jahre besser als im ersten. —art der Sardellen sind die A n ch 0 v i s (s. d.).

Sardinien, s. Italien, Königreich.

Sardinische Weine, von der Insel Sardinien,sind roth und weiß, feurig und consistent und habenim Allgemeinen Aehnlichkeit mit den spanischen;auch gibt es viele süße darunter. Die vorzüglichstenSorten werden bei Alghieri, Sassari und Ogliastroerbaut und unter den süßen zeichnet sich besondersder Nasco aus, der eine Ambrafarbe und vorzügli-chen Wohlgeruch hat und dabei edel und mild ist. InAlghieri, Bosa und Sorso werden auch sehr guteMalvasier- nnd MuskateÜersorten gewonnen, undder Bernaccio von Cagliari und Oristano ist eben-falls sehr geschätzt.

Sardonyx, s. Onyx und Karneol.

Sargues ist ein aus Wolle und Leinengarn ge-webter Zeug, der im südlichen Frankreich verfertigtwird.

Sarokowaja Botschka (Faß), ein Maß in Ruß-land für Getreide ----- 40 Wedro.

Sarsaparille, s. Sassaparille.

Sarsenets nennt man die einfarbigen Futterkat-tune, welche gemangelt und zuweilen auch geglättetund gewässert sind. Sie kamen früher hauptsächlichaus England, werden aber jetzt in Deutschland ebenso gut und billig angefertigt, namentlich in Mit-weida und mehreren anderen Orten des sächsischenErzgebirges, in Berlin, Breslau, Wien, Böhmen,am Rhein rc. Sie sind gewöhnlich 1 3 / 16 und l 7 /i«Elle breit.

Saschen, Längenmaß in Rußland.

Saffafrasholz oder Fenchelholz, Lignum8assafras oder Radix Sassafras, ist dieWurzel des an Flüssen in Nordamerika wachsendenSassafraslorbeers, Raums Sassafras oderSassafras officinale, mit unten grauweißen Blättern,gelblichen Blüthen und blaurothen Beeren von derGröße der Wachholderbeeren. Es hat einen starkenfenchelartigen Geruch und einen scharfen, gewürz-haften süßlichen Geschmack; es ist leicht, locker, undgrobfaserig und besteht aus großen, dicken, ästigennnd knolligen Stücken. Das Innere ist bei jünge-ren Bäumen schmutzig weiß, bei älteren gelblichbraun, ins Röthliche spielend. Man braucht es ge-raspelt gegen Syphilis, Gicht, Hautkrankheitenu. dergl. und erhält es in Körben von ca. 500 Pfd.über Holland und England. Die Rinde , CortexLigni Sassafras, wird ebenso in der Medizin undauch zur Bierbrauerei gebraucht; sie ist gegen 3Linien dick, die Außenseite runzelig, rissig und höcke-rig , die Innenseite schwärzlich- oder röthlichbraun,lang- und grobfaserig; der Geschmack ist stark ge-würzhaft, brennend und bitterlich, der Geruch fen-chelartig. Die Wurzel ist röthlich, weich und schwam-mig; sie hat den Geruch und Geschmack des Holzes.Das aus dem Holze destillirte ätherische Oel, OleumLigni Sassafras, ist bräunlich, wenn es nochmalsdestillirt worden, weiß von Farbe und hat den Ge-ruch und Geschmack des Holzes; es wird mit der Zeitgelb und röthlich und hat die Eigenschaft, den Kaut-schuk auszulösen nnd wird in der Medizin und zuLikören verwendet. Die Rinde enthält von diesemOele noch mehr als das Holz; außerdem ist in Bei-den S assafrid enthalten, ein Stoff, welcher m derMitte zwischen Gerbsäure u. Harz steht; verschiedeneFette, Guinmi, Eiweiß, Farbstoff rc. _

Sassani nennt man in Rußland lN Essig einge-legte Karpfenzungen , die in kleinen Fäßchen als eineLeckerei verschickt werden.

Sassaparille, Salsaparille oder Sarsa-