Saukstmnd
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demselben Körper, z. B. Eisen, Schwefel u. s. w. inverschiedenem Maße und es entstehen dann verschie-dene Abstufungen, die man Oxydationsstufen nennt.So sind z. B. die Oxydule und die Oxyde solcheAbstufungen, indem in den ersteren weniger, in denletztern mehr Sauerstoff enthalten ist. Bei denMetallen bilden die Säuren die höchsten Oxyda-tionsstufen; in manchen Säuren finden sich aberauch solche Abstufungen von verschiedenem Gehaltdes Sauerstoffs, z. B. in den Schwefel-Phosphor-säuren u. dgl. Zu der Darstelluug dieser Oxyde undSäuren wendet man nicht den Sauerstoff direet an.Er findet überhaupt in der Technik nur sehr wenigVerwendung, fast nur zur Darstellung des Knallgas-gebläses, durch welches es nur möglich wird, einigeMetalle zum Schmelzen zu bringen was aber nurin kleinen Massen geschehen kann. Auch dient er zurHervorbringung eines sehr intensiven Lichtes aufLeuchtthürmen. — Wird der Sauerstoff durch Elec-tricität z. B. einen Blitzstrahl erregt, so bekommt ernoch andre Eigenschaften, er röthet dann das Lack-muspapier, riecht phosphorartig u. s. w. In diesemerregten Zustande wird er Ozon genannt.
Sauksvund heißt eine geringe Sorte ostindischerSeide.
Saum, Flüssigkeitsmaß in der Schweiz. ,
Saurian ist ein sehr körperlicher und geistiger!dunkelrother Languedocwein, sowie auch ein Mus-katwein aus der Gegend von Beziers ini Depart.Herault.
Sauternes, ein weißer Bordeauxwein 1 . und 2 .,Classe, der viel Mark, Feinheit, angenehme Blumesund Würze hat. (S. auch Haut -Läutern es.)
Sauwabund heißt die dritte Sorte der ostin-difchen Seide. j
Savigny , ein rother Burgunderwein 2. und 3.Classe aus dem Depart. Cöted'or.
Saye, s. Soy.
Sayegarn oder Sayetgarn ist ein aus feinerKammwolle gesponnenes mehrdrähtiges zuweilenmit Seide gemischtes Garn, von dem man hartesund weiches unterscheidet und das nach der Stärkein verschiedenen Nummern bis zu einem hohen Gradevon Feinheit in den Maschinenspinnereien verfertigtwird. Das harte wird zu verschiedenen Geweben,das weiche zu Posamentiererarbeiten, Stickereien,Strümpfen (Sayetstrümpfe) und dergl. ver-wendet.
Sazo, ein Gewicht in Venedig.
Scabiose, gemeine, Grindkraut oder Apo-stemkraut, Scabiosa arvensis, eine aufWiesen gemeine Pflanze mit bläülichrothen Blumen,deren fiederspaltige, gesägte, rauhaarige Wnrzelblät-ter von bitterlichem, etwas zusammenziehendem Ge-schmack, Ickerba Loabiosa«, noch zuweilen, jedochselten, in der Medizin gebraucht werden. Bon eineranderen Art, 8oabiosa guooisa , Teufelsabbiß,wurde früher auch die schwach bitter schmeckende,faserige, unten wie abgebissene Wurzel, Radix Sca-biosae oder Morsus Diabolb, in der Medizin ge-braucht.
Scaferlati heißt eine Art türkischer Rauchtabak.
Scammonimn, Regina Scammonii oderDiagrydium, ist ein ctu8 mehreren im Orientwachsenden Pflanzen aus den Familien der Winden,Asklepiadeen und Apocineen gewonnenes Schleim-harz, das als Milchsaft aus denselben fließt undan der Luft vertrocknet. Es kommt in mehrerenSorten von sehr verschiedener Qualität vor, am
häufigsten aber sind folgende: 1) Das Al e P P r sch e >als das beste, soll von Convolvulus Scammonia undvon einigen anderen Windeuarten kommen, welchebesonders um Aleppo und Saint-Jean d'Acre inSyrien wachsen. Es besteht aus unregelmäßigen,leicht zerbrechlichen Stücken von verschiedener Größe,mit muscheligem, harzglänzendem Bruche, welcheaußen schmuziggrau bestäubt, inwendig grünlich"schwarz von Farbe find, mit dem nassen Finger ge"rieben eine grauliche Emulsion und gestoßen ein Heuolivenfarbiges Pulver geben. Es schmeckt unange"nehm kratzend und hat einen eigenthümlichen,sauren, moderartigen Geruch. Das beste enthan75—80 % reines Harz und außerdem Wach»'Gummi, Stärkmehl, Alaunerde, Gips, Sand un"andere Stoffe ; in den geringeren Sorten aber ver"mindert sich der Harzgehalt bis zu 8% und es sindbesonders Stärkmehl, bis 40%, und Gips, bis 50%zugemischt. In Wasser ausgelöst scheint dies gruwlich gefärbt mit wenig Bodensatz. Durch Schwefel"säure scheidemsich Flocken ab, die später krystallisiren >es ist die Scammousäure. 2) Das SmY^naische ist bedeutend geringer als das vorige,^e»nur einige Procent Harz und außerdem ebenfallsGummi, Gips, Stärkmehl, Faserstoff rc. enthawEs soll von Rai'iplooa Secamone kommen, nachderen aber nur eine künstliche Zubereitung des Alep^pischen sein; auch ist der Geruch und Geschmack Mverschieden. Es kommt meist in runden, bis V* +%schweren Kuchen, die außen grünlichschwarz unglänzend, binnen porös und häufig von Würmerzerfressen sind. 3) Antio ch isches, ist dem SiM"nischen ähnlich, kommt aber nur selten vor.Seammonium wird in der Medizin als Purgwmittet gebraucht, aber jetzt nicht häufig mehr aj}3'wendet, besonders wegen der mannigfachen %Jfälschungen. Auch aus Frankreich kommt eiu mächtes Seammonium, schwarz, sehr hart undvor, welches Seammonium in Kuchen genannt wu 'Es kommt von dem Safte von Cynantkum >"0%peliacum her. Diese Sorte erkennt man an deschwereren Gewichte.
Scarfs, s. E c h a r p e 3.
Scarlett, s. Jodinroth. , b
Schabenpulver ist ein Thon der pulverisirt »mit Arsenik vermischt ist, zur Vertilgung von vschiedenartigen Jusecten bestimmt. Es kowhauptsächlich aus Sachsen und ist giftig. cll
Schablonen sind ausgeschnittene Stücke .Blech, Holz rc., durch welche Maler und T»uwFiguren, Buchstaben, Blumen u. s. w. malen. %bedient sich derselben vielfach zum Zeichnen
Lollis.
Schablonenpinfel, s. Pinsel.
Schabzieaer, s. Käse.
Schachtelhalm, Schachthalm oder Schalsjeu, Egui86tum biamalo, eine inWäldern häufig wachsende Pflanze, deren .'tarke, 3—4 Fuß hohe Stengel scharfe erha^ängsstreifen haben, daher sie getrocknet vonern und Drechslern zum Abschleifen und ^ron Holz, Knochen und dergl. benutzt werd^, " x,-raucht man es zuweilen in der Medizin--alt es in runden Bündeln besonders aus der^v ,,
--—4. cv.. «- 4 ,s^msirbare ^ -.
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egend. In ihin ist eine gelbe, krystallisirbare ^tanz. das Flavequisitin enthalten, weiw ^,ortrefflicher Farbestoff ist, besonders ^ ser
>olle, die man mit Alaun gebeizt hat. Dieseestoff steht an Güte dem Wau völlig gleich-
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