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Zweiter Band.
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Schachteln

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Schafgarbe

leinen Art, die unter dem Getreide wächst, wirdScheuern von Zinn und Messing gebraucht«v Schenerkraut, Zinn- oder Kannen-^aut genannt.

/schachteln, s. Holzwaaren und PaPP-ardeiten.

und Balkenmaß, aus dem Kubikmaß^ Olldete Körpermaße, zur Berechnung des Inhaltshnt! ^^barbeiten, Steinblöcken, Bau- und Schiff-Beim Schachtmaße ist Länge und Breitein ^ • H^e aber hält im Decimalmaß nur den^eil derselben, die Schachtruthe ist also 1 RutheB^^breit, aber nur Vlo,Ruthe -----1 Fuß hoch.

breit

100 Kubikzoll

und hoch;'10 Balkenfuß^benl Schachtfuß.

^^chuchwitz nennt man in Schlesien und derx^^unsitz zuweilen den weißen Zwillich mit vier-fern-^ Austern zu Tischzeug, Handtüchern u. dgl.;SVn, roth und weiß gestreifte oder gegitterteK M Tischdecken aus Lauban.

Mdrit,s, Potasche.

tz,j-?Mckenleinen werden zuweilen die bunt ge-m»» i, ' halbleinenen Ginghams genannt, diest.?! besonders in der Gegend von Sebnitz, Neu-Ä^oStolPen rc. verfertigt.

Massel, Schaff, s. Scheffel.

cgemeines, Haus- oder zahmesbekanntes, über alle Länder der ge-hg.Men Zone verbreitetes und in großer Menge,a», sachlich wegen seiner Wolle und seines Fleischesdq« ct ne8 Hausthier, von dem aber auch die Haut,M vett, die Knochen, die Gedärme, Sehnen, diebenutzt werden. Es soll von dem wildendas r*dem Mufflon oder Argali abstammen,lickp» ^n mehreren Gegenden Asiens und des süd-Europas auf trocknen Bergen findet. Amder es mird das Schaf durch seine Wolle, wegender hauptsächlich gezogen wird und welche

sond???^^E seiner Veredlung ist. Diese ist be-rin»?x öurch die spanischen Merinoschafe (s. Me-gemein bewerkstelligt und dadurch zugleich im All-ivord?« "t.öre Qualität der Schafwolle sehr verbessertbei enn in allen civilisirten Ländern sind jetztedest ,?! die meisten Schafe halb oder ganz ver-Klim^» uebrigens sind durch Verschiedenheit desLehrer? der Nahrung, durch Pflege und Kulturniehr ^hlelarten entstanden, die sich aber wiederDas « £r .weniger.mit einander vermischt haben.Deutsch^^?ue ^er Landschaf bildet besonders inh *!;' Polen rc. die Stammrace, ist aber jetztDas und nur noch selten rein anzutreffen,

sind ar/st ^lösche und das Eiderstädter Schafeine verlangen eine fette Weide und geben

Rolle ^^oll lange, geringe, aber brauchbarescha?' ^Das Dithmarsische und das Geest-ebenfall« . e Marschschaf genannt, werdenUiitteis-il. Niederungen gezogen und geben vielftyctf Zoll lange Wolle. Das Haide-

und leb?Haideschnucke genannt, ist sehr kleinsicher ^?en mageren Haidegegenden des nörd-e«giebt^^Utschlands, Frankreichs und Englands;groben a! ne 9«inge haarige Wolle, die nur zu ganz^vthr^^ell und Hüten verarbeitet wird. Das^lichte Schaf hat eine ziemlich feine,

giebt! 3! » glänzende Wolle, welche gute Tücheras Bucharische Schaf, das in einem

Theile Asiens und Afrikas lebt, hat eine gute Wolle;die jungen Lämmer geben die unter dem NamenBaranken bekannten Felle. Das ungarischeoder Zackelschaf hat eine lange, glatte Wolle, dienur zu ganz geringen Decken brauchbar ist; sein Fellwird aber zu Pelzen benutzt. Das englische Dist-ley- oder Leicesterschaf, von dem es wiedermehrere Abarten giebt, hat eine 6—14 Zoll langeWolle und ist zugleich sehr mastsähig. Ueberhauptwerden in England, Frankreich, Italien, der Tür-kei rc. viel mehr Schafe zur Mast und zur Fleisch-gewinnung gezogen als in Deutschland, und beson-ders in den drei zuerst genannten Ländern werdenmehrere Arten gezogen, die sich in dieser Hinsichtauszeichnen. Auch sind gemästete und zur Mast be-stimmte Schafe daselbst ein bedeutender Handels-artikel, der auch zum Theil aus dem Auslande ein-geführt wird, namentlich aus dem südwestlichenDeutschland nach Frankreich, aus Kram, Kärnthen,Steiermark rc. nach Oberitalien, aus der Moldauund Wallachei nach der Türkei rc. Zum Zweck derWollgewinnung und Veredlung verkaufen die Be-sitzer großer Stammschäsereien gewöhnlich Mutter-schafe und Stähre von reiner unvermischter Abstam-mung, welche meist sehr theuer bezahlt werden.

Schaffelle kommen sowohl mit als ohne Wolle,die ersteren roh oder gargemacht, in großer Mengein den Handel und werden sowohl zu Leder (s.Schafleder), als auch zu Pelzwerk verwendet.Zu dem letzten Zweck benutzt man hauptsächlich dieFelle solcher Schafe, welche eine geringe Wolle gebenund die auch meist schwarz, braun oder grau vonFarbe sind. Am meisten geschätzt sind die fein ge-kräuselten oder gewellten Lammfelle, welche unterdem Namen Baranken (s. d.) in den Handelkommen. Außerdem liefern Ungarn, Siebenbürgen,Polen, Rußland, Oesterreich und andere deutscheLänder viel Schaf- und Lammfelle in den Handel,theils von dem gewöhnlichen Landschafe, theils vonverschiedenen besseren Arten, und weiß, schwarz,braun oder gefleckt von Farbe. In Ungarn werdenbesonders viel sogenannte Zackelfelle, von demungarischen oder Zackelschafe, mit langer, glatterund ganz grober Wolle in den Handel gebracht,welche zu den geringsten Schafpelzen für Landleuteverwendet werden. Auch aus Südamerika, vomCap, aus Australien rc. kommen viel Schaf- undLammfelle besonders über England in den Handel,und sie sind überhaupt an den Seeplätzen und auchan vielen Orten des Binnenlandes ein bedeutenderHandelsartikel.

Schafgarbe, Garbe oder Judenkraut,Achillea millefolium, eine aus Wiesen,Triften und an Rainen häufig wachsende Pflanzemit langen, doppelt fiedertheiligen, zottigen, vielfachzertheilten, dunkelgrünen Blättern und weißen, zu-weilen auch blaßrothen Strahlenblumen, welche beideUnter dem Namen Herb» und Flores-Millefolii tttder Medizin gebraucht werden. Das Kraut hateinen schwachen aromatischen Geruch und einen an-genehmen bitterlichen Geschmack; bei den Blüthenist der Geschmack und Geruch stärker und sie enthaltenohngefähr Veoo ätherisches Oel, Oleum Millefolii,Von blauer grünlichblauer oder gelblicher Farbe,welches ebenfalls in der Medizin, wie der darausbereitete Extract zweiter Consistenz, gebraucht wird.Die Pflanze enthält dieAchilleasäure, die wahr-scheinlich mit der Aconitsaure identisch ist; sie ist farb-und geruchlos, von angenehmem saurem Geschmack.