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Zweiter Band.
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Schmalen

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Schnepfe

als auch fein eingesprengt vor. Der beste und reinsteSchmirgel kommt von der Insel Naxos, wo er sichbei dem Vorgebirge Emeri findet; außerdem kommter auch an mehreren Orten in Asien, in Spanien(rother), Portugal, auf den Inseln Jersei uudGuern-sei, in Schweden (von röthlicher Farbe und geringerQualität), iu Mexiko rc. vor, und früher fand mansehr guten blauen Schmirgel oder Hartstein amOchsenkopf bei Schwarzenberg in Sachsen, der aberjetzt ganz erschöpft ist. Der'Schmirgel kommt ent-weder in ganzen Stücken oder gemahlen in _ bettHandel. Der erstere wird zu passenden Stückengeschliffen und von Edelstein-, Marmor- und Glas-schneidern gebraucht; der letztere zum Schleifen, Zer-sägen und Bohren von Edelsteinen, Glas, Stahl undanderen Metallen und harten Körpern, zum Polireuharter Steine, und auch anstatt der Feile zum Be-arbeiten des Wootzstahles. Er wird zu dem Endedurch Schlämmen in Sorten von verschiedener Fein-heit sortirt. — Häufiger als der ächte Schmirgelkommen jedoch verschiedene andere Mineralkörperunter diesem Namen in den Handel, welche aus ge-mahlenen Abgängen verschiedener Edelsteine, wieGranaten, Topase, Spinellen rc. zuweilen mitQuarzsand vermischt, bestehen, oder auch in derErde gefunden werden. Dahin gehört besondersder Granatschmirgel aus Böhmen und der soge-nannte lev an tische oder venetianischeSchmirgel, der aus Eisenglanz und Quarz be-steht und sich in der Levante in großetl Lagern imUrgebirge findet. Er ist braun, dunkelstahlgrauoder eisenschwarz von Farbe und wird hauptsächlichnach Venedig gebracht, wo man ihn pulvert unddann in Sorten von verschiedener Feinheit in denHandel bringt. Aus der Gegend von Schwarzen-berg im Erzgebirge kommt ebenfalls ein grauer un-ächter Schmirgel, der in Sachsen häufig tm Handelist. Zum Putzen und Poliren verfertigt man auchSchmirgelpapier u. Schmirgelleinwand,indem man Papier mit Leim bestreicht und danngepulverten Schmirgel darauf streut.

Schmosen, s. Baranken.

Schmuck- und PuHfedern, s. Espadonfe-dern, Falkenfedern, Geierfedern, Hah-nenfedern, Marabufedern, Paradies-vögel, Pfauenfedern, Reiherfedern,Straußfedern und den Art. Federn.

Schmuggel, Schmuggelhandel, s. Han-del und Eontrebande.

Schnallen, s. Stahlwaaren.

Schnecken, die man ißt, werden au einigen Ortenin Deutschland, namentlich in Vorarlberg, in Würt-temberg auf der Alp und auch in der Schweiz ge-sammelt oder auch besonders gezogen und versendet.Es ist die Weiubergsschnecke, Helix pomatia,deren gelb und graubraun gestreiftes, festes, etwasdurchscheinendes Gehäuse ohngefähr 17 a Zoll imDurchmesser hat und die besonders in Weinbergenlebt. Das Thier selbst ist grau von Farbe undüber 3 Zoll lang. Die Zucht geschieht in eigenenSchneckengärten oder Plätzen mit trocknem Gras-boden, ohne alle Bäume und Sträucher und vonfließendem Wasser umgeben. Sie werdett jedochnur gegessen, so lange sie mit dem Deckel verschlossensind und können daher nur im Winter bis zum Märzgebraucht werden. Man genießt sie besonders inkatholischen Ländern als eine beliebte Fastenspeiseund sie gehen daher meist nach Baiern und Oester-reich und selbst nach Italien. Man verschickt sie in

Säcke oder Fässer verpackt. Sie dienen bei Aus-zehrungskrankheiten als stärkende Speise und werdenzu Kraftsuppen, Schneckenmilch u. s. w. verwendet-Auch bereitet man zu diesem Zweck aus ihnen dasSchneckendecoct, das unter dem Namen voooetuwüolioum geführt wird.

Schneeberg, unweit der Zwickauer Mulde, ander Eisenbahn von Zwickau nach Schwarzenberg,nächst Freiberg die wichtigste Bcrgstadt in Sachse",hat 7900 Einw., ein Krankenhaus, Armen-, Arbeit«-Hans und andere Wohlthätigkeits-Anstalten, eimKaserne, Klöppelschulen, treibt Spitzenklöppelei unvStickerei, besitzt Fabriken von chemischen Produktenund Schmelzfarben, Argentan, Buntpapieren,garren, Buntschuhen, Puppen, Schnupftabak, Berg-bau auf Silber, Wismuth, Nickel, Blei, Eisen rc.,hat Spitzen-, Weißwaaren - und Blaufarbenhande"Der hiesige Silberbergbau war vormals der ergiebEste des ganzen Erzgebirges, von dem man vonau die erste sicherste Kunde hat. Die Stadt beka«ihr Bergrecht und Stadtgericht 1479 und de"ersten Freiheitsbries 1481. Die große Ha"h^kirche mit Gemälden von Lucas Cranach versehe",wurde von 1516 bis 1540 erbaut. Als alter K""stbau gilt noch der Floßgraben, erbaut in den Jahre"1556-1559.

Rechnung, Münzen, Maße u. Gewicht,s. S a ch s e n, Königreich.

Schneeberger Schnupftabak ist ein ausschiedenen Kräutern und Blumen zusammengesetzt^weißes oder grünes Pulver, das in die Nase gezogenstarkes Niesen erregt und daher besonders früher stgen Schwindel, Kopfschmerz, zur Stärkung des Ec-dächtnisses und der Augen rc. gerühmt wurde- ^weiße besteht hauptsächlich aus Maiblumen,grüne aus der Angelikawurzel. Man verfertigt win Bockau, Schneeberg, Lauter, Eibenstock rc- EErzgebirge und verkauft ihn in kleinen Schachts •

Schneehuhn, Tetrao Lagopus, eineWaldhuhn, das auf hohen Gebirgen in Schwedeund anderen nördlichen Ländern, aber auchFrankreich, Italien und der Schweiz lebt. Es ""ohngefähr 15 Zoll lang und ist im Sommer rowgelb und schwarz linirt, wird aber im Winter °auf wenige Stellen ganz weiß. Es wird besondevon Stockholm aus als Handelswaare versendet "*den Federpelz benutzt man auch zu Kleidungsstücke 'die Schwanzfedern zum Putz.Schneerosenblätter, s. Alpenbalsam-

Schneller, s. Strähn.

Schnepel oder Schnäpel,' auch Weißst'^genannt, 8a1ina lavarotus, ein in der Ost " t.Nordsee lebender Fisch von ca. 1 Fuß Länge "IVa—2 Pfd. Schwere, auf dem Rucken blaust"»'an den Seiten gelblichweiß und am Bauche .st" hweiß. Er begleitet gewöhnlich die Heringszüge"kommt im Herbst in die Flüsse um zu laichen-Jungen bleiben einige Jahre in den Flüsse" "werden besonders in der Elbe und Oderund sowohl frisch gegessen, als auch eingesalze" »geräuchert verschickt.

Schnepfe, ein Geschlecht der Sumpfvögel,dem es mehrere Arten gibt, die wegen ihres vorn >lichen Fleisches als das feinste Wildpret st" t ,Unter dem Namen Schnepfe versteht man hEs.,sächlich die Wald- oder Holzschnepfe, aU %",i 0 -lenkopf oder Wasserrebhuhn genannt, sc *pax rusticola, welche gegen 14 Zoll lang und 9 ^

hoch wird, einen 37 2 Zoll langen Schnabel hat