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Zweiter Band.
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Schnittlauch

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Scholle

Farbe grau rostfarben mit schwarzen Bändernund Flecken ist. Sie lebt im Winter im südlichenUropa und dem nördlichen Afrika und kommt im^urz nach Deutschland, wo sie sich in Gebirgswäl-oern und Vorhölzern aufhält und das sie im Octo-er wieder verläßt. Sie wird vorzüglich bei ihrerZukunft im Frühling geschossen. Außerdem kom-?! en ni Deutschland besonders folgende Arten vor,«! e ^wohnlich Becassinen genannt werden. DieK.^/asfe, große Becaffine, mittleSchnepfe, große Sumpf- oder Wasser-köpfe, 12 goß ;ang, Oberkörper schwarzbraun,<>, ^'aungelbem Längsstreifen und braunrothenMcken, Unterkörper gelblich; die kleine oder ge-erne Becassine, Heer- oder Bruch-es" Himmelsziege, 10 Zoll lang, Schna-. ^orn breit, Oberkörper schwarzbraun und gelblichb Itreisi t Unterkörper weißlich, mit bräunlichenweisen und Flecken; die kleine oder stummes.^assine, Haar-, Moor- oder Halb-I^^bfe, nur 8 Zoll lang, dunkelbraun, mit brei-^.lchwarzem Streifen über den Kopf.

^ ^chuittlauch, ^llium 8odoenoprasum, hat kleine,r Zwiebeln, wächst rasenartig, buschartig zu-> Minen und wird häufig angebaut. Die Benutzungalst allgemein bekannt; zuweilen wird es^auch^ ^ ac ^ x schoenoprasi in der Diedizin ge-

^chnittwaaren, s. Ansschnittwaaren.^chnürleiber, Korsette, werden in mehrerendi.°^Städten fabrikmäßig verfertigt und auch aufund größeren Jahrmärkte gebracht.^nUerdings sind die Schnürleiber ohne Naht sehro^"uein geworden, die auf einem eigenen Stuhle»es, y' werden und deren starker und fester Stoffj^'H'chkeit mit dem Pique hat. Man verfertigt siedie ß 1 ! ^ eien Orten. Zu ihrer Befestigung dienen^"sirbänder.

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urstrümpfe , die man bei der Chirurgie ge-

a^Ef^g^rden aus starker Leinwand oder Leder

Ichnupstabak, s. Tabak.

^chnupstücher, s. Taschentücher,schied- oder Schnüre werden in sehr ver-Und ^ten aus Leinengarn, Baumwolle, Wolleschi,» ei ^ e verfertigt, und zerfallen in Rund-e öict en ' Plattschnuren oder Litzen, undtier^E- Mehrere Arten verfertigen die Posamen-u te ^ e unsere aber werden im Großen fabrik-gefertigt, namentlich in Barmen, Elberfeld,berg ^c., ferner in Radeberg, Pnlsnitz, Anna-ruUnt 5^reberg, Berlin, Wien, Groß-Sieghardsschux ^°^rreich rc. G u m m i s ch n u r e n von Kaut-Torten ^ride übersponnen werden in verschiedenenvon lN ??"wentlich in Berlin sabrizirt. Schnuren

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uuck ist eine Anzahl von 60 Stück und wirdschock bündeln ä 15 Stück getheilt. AltesNungO.!fvd neues Schock waren ehemaligeRech-

gute aÜ^^n in Sachsen . ersteres 20 , letzteres 60

Sachen oder 27* Thlr.

Me„ ^Elernen oder Schocke nennt man in Böh-60 eu unb der Lausitz die Leinen in Stiickenvon 72 An, zum Unterschiede von den Weben

gemeines oder großes, oderkitte unk ^.^.vkraut, Oboliäonium majrt3,> Schutthaufen, an Wegen re. häufig wach-

sende Giftpflanze mit cylindrischer, ästiger, lang-faseriger , schwarzbräunlicher, inwendig weißerWurzel, großen, weichen, gefiederten, oben kahlen,unten weichhaarigen graugrünen Blättern und gel-ben vierblättrigen Blüthen. Der Kelch ist zwei-blättrig. Das Kraut und die Wurzel, welche frischeinen scharfen, dunkelgelben Milchsaft von unange-nehmem Geruch und brennend bitterem Geschmackenthalten, werden unter dem Namen Ilerba undRadix Obelidonii in der Medizin gebraucht und ausdem frischen Kraute ein grünlicher, giftiger Extractvon der Consistenz einer Pillenmasse bereitet. DiePflanze und besonders die Wurzel enthält mehrereeigenthümliche Stoffe, namentlich das Cheli-donin, ein nicht krystallinisches Alkaloid, und dasPyrrhopin, Chelerythrin oder Sangui-n arin, ein schwachgelbes, scharfbrennend schmecken-des krystallisirendes Subalkaloid und Hauptbcstand-theil des Milchsaftes, der ihm seine gelbe Farbeverdankt. Außerdem enthält es noch das Cheli-doxanthin, einen gelben Farbestosf, der krystalli-sirt, und die Chelidonsäure farblose Krystallevon sehr saurem Geschmack, welche an der Luft ver-wittern und durch Kochen mit verdünntem Kali dieChelidinsäure bilden. Das Chelidonin gehörtzu den theuersten Stoffen; die Unze kostet Fl. 192.

Schöngelb, s. Ocher.

Schönheitsmittel oder kosmetische Mittelnennt man diejenigen Präparate, welche zur Er-haltung und Berschönerung der Haut und der Haareangewendet werden. Dies sind namentlich die ver-schiedenen geistigen und aromatischen Waschwässer,feinen Seifen, Pomaden, Schminken rc., welche inmannichfaltigen Arten und Formen und unter ver-schiedenen Namen von den Parfümeriefabriken ver-fertigt und auch zum Theil aus Paris, Montpellier,Graste rc. in Frankreich bezogen werden.

Schönroth nennt man verschiedene lebhaft rotheErdfarben, die zum Anstreichen benutzt werden,namentlich eine Art, die in der Gegend von Qued-linburg und auch im sächsischen Erzgebirge gefundenwird.

Schöpstalg oder Hammeltalg ist harter undspröder a!s Rmdstalg und wird deshalb nur mitdiesem vermischt zu Lichtern benutzt. Auch brauchtman ihn zu Pommaden und zum Ablöschen desStahls.

Schörl, s. Turmalin.

Scholle, klouronootss, ein aus vielen Artenbestehendes Fifchgeschlecht, das sich durch seine platteGestalt, fast wie eine runde oder ovale Scheibe, aus-zeichnet; auch schwimmen sie immer auf der Seiteund am Kopfende stehen die Augen auf einer Seitenahe bei einander. Sie haben keine Schwimmblase,halten sich daher meist auf dem Grunde des Wassersauf, und werden wegen ihres schmackhaften Fleischesgefangen, auch meist getrocknet oder geräuchert ver-sendet. Die bemerkenswerthesten Arten sind fol-gende : 1) Die gemeine Scholle, Goldbutte,! Platteis, P. Platessa , oben grau mit rothbrau-! nen Flecken und Adern, unten röchlichweiß, auf demI Kopfe 6 Höcker, wird gegen 1 x /a F'"6 lang und lebt! häufig in der Ost- und Nordsee. 2) Die Glahrke^ oder K l i e s ch e, P. Limanda , nur 6 Zoll lang und1 fast eben so breit, oben gelb und unten weiß vons Farbe, ebenfalls in der Nord- und Ostsee. 3) Der! Flunder oder die Straubbutte, P. Flessus,I etwa 1 Fuß lang und 9 Zoll breit, oben dunkelbraun! mit gelbgrünen Flecken und kleinen weißen Stacheln,

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