Band 
Zweiter Band.
Seite
516
JPEG-Download
 

Schomlauer 516 Schrot

unten weiß mit grauen Flecken; sie kommt im Früh-jahr in die Flüsse und ist im Sommer am fettesten.

4) Die Butte, Elbbutte oder Glattbutte,P. Rhombus, gegen iy 2 Fuß lang und oval, obenbraun und gelb geädert, unten weiß, lebt im Mittel-meer, in der Nordsee und auch in der Unterelbe.

5) Die Steinbutte oder der Turbot, P. maxi-mus, wird 6 —10 Fuß lang, 4—8 Fuß breit undgegen 1 Fuß dick und wiegt bis 300 Pfd.; sie istoben braun, mit gelbröthlichen Strichen u. Knochen-höckern, unten weiß und braun gefleckt, hält sich imMittelmeere, der Nord- und Ostsee an Klippen undzwischen Steinen auf und ist wegen ihres vortreff-lichen Fleisches besonders geschätzt. 6) Die Heil-butte ts. d.). 7) Die Zunge, P. Solea, über2 Fuß lang und 8 Zoll breit, oben braun, untenweißlich, lebt in allen europäischen Meeren und hatein sehr zartes, gesundes Fleisch.

Schomlauer, ein sehr guter Ungarwein von gelb-grüner Farbe und angenehmem gewürzhaftem Ge-schmack ; er wird erst niit dem dritten Jahre trinkbar,hält sich aber sehr lange.

Schoouer, ein langes, schmales und kleines,scharfgebautes Schiff mit zwei Masten.

Schoppen, ein Flüssigkeitsmaß im südwestlichenDeutschland und in einigen Schweizerkantons.Schoßstein, s. Luchsstein.

Schotendorn, ägyptischer, oder unächteAkazie, RoMuia speudoacacia, oder Mi-mosa nilotica, ein im nördlichen Afrika wach-sender und auch in Europa zuweilen angebauterBaum, mit zusammengedrückten, schnurförmigen,glatten, schwärzlichen Samenschoten, aus denen derAkaciensaft ss. d.) bereitet wird. Die kleinengelben Blüthen, welche erbsengroße, kugelförmige,langgestielte Aehren bilden, werden zuweilen zumGelbsärben benutzt und aus der Rinde dieserund einiger verwandter Arten fließt das arabischeGummi.

Schotenklee, gehörnter, oder Hornklee,Lotus corniculatus, eine auf trocknen Wiesen,sandigen Feldern rc. wachsende Pflanze mit ästigen,liegenden Stengeln und großen gelben oder röth-lichen Blumen. Er wird jetzt nur als Viehfutterbenutzt, früher aber brauchte man das Kraut und dieBlüthen als Hsrba und Flores Loti sylvestris oderTrifolii corniculati in der Medizin.

Schottisches Garn nennt man das mit zweiabwechselnden Farben gefärbte wollene und baum-wollene Strickgarn, aus welchem buntgeflammte undmelirte Strümpfe gestrickt werden.

Schottische Zeuge nennt man die mit mehrfar-bigen großen Carreaux gemusterten Zeuge. Ebensohat man auch schottische Teppiche.

Schottland, s. Großbritannien.

Schrägen, ein Brennholzmaß im KönigreichSachsen.

Schrauben sind ein Artikel des Eisen-Knrz-waarenhandels, bei welchem sie in einer großenMenge Arten geführt werden. Es sind dies jedochmit wenig Ausnahmen nur Holzschrauben,welche zum Befestigen von metallenen Theilen aufHolz dienen und demnach in das letztere eingeschraubtwerden. Sie haben scharfe Gänge und gehen mehroder weniger spitzig zu. Man hat sie mit rundenund mit flachen Köpfen und die Schraubengängegehen entweder bis an den Kopf, oder sie nehmennur einen Theil der Länge ein. Eben so hat maneiserne und messingene Schrauben haken von sehr

verschiedenen Größen und Formen, die in eine eiserneHolzschraube ausgehen. Alle diese Artikel werden inRemscheid, Jserlohn, Hagen, Schmalkalden, Oder-feld am Harz, Neunkirchen bei Wien, Connewitz beiLeipzig rc. verfertigt. Mutterschrauben, welchein eine eiserne Mutter geschraubt werden und dahervollkommen cylindrisch sind, kommen dagegen nurselten im Handel vor. — An den meisten der obengenannten Orte werden auch Schraubenklup-Pen, Schraubenfchneidezeuge, Schraub-stöcke und Feilkloben und andere ähnliche Artikelverfertigt.

Schreibfedern, f. Federn.

Schreibmaterialien. Hierunter versteht manalle zum Schreiben erforderlichen Gegenstände.

Schrenz, s. Papier.

Schriftmetall oder Schrift;eug ist das zumGießen der Buchdruckerlettern bestimmte Metallge-misch, das aus Blei und y 6 — V* Spießglanz oderRegulus Antimonii besteht. Alter Zeug oderauch bloß Zeug nennt man unbrauchbare Lettern,welche wieder eingeschmolzen werden.Schrittschuhe, s. Schlittschuhe.

Schrobeln, s. Krämpeln.

Schroffs heißen im englischen Ostindien Geld-wechsler oder Mäkler, die sich mit dem Sortiren derbeschnittenen und zu leichten Münzen beschäftigen-Die Vergütung, welche sie dafür erhalten, wirdSchroffage genannt.

Schrot, Bleischrot oder Hagel sind kleineBleikugeln von verschiedener Größe, mit denen mankleine Thiere schießt. Das dazu verwendete Blei er-hält einen kleinen Zusatz von Arsenik, gewöhnlichgelben Auripigment, damit es nicht zu schnell er-starrt. Das Gießen geschieht in einem bis 200 Fnöhohen Thurme oder Schachte. Das geschmolzeneBlei wird mit einem Löffel in einen Kasten »mblechernem durchlöchertem Boden gegossen, der nmBleiasche bedeckt ist, durch welche es nur in einzelnenTropfen durchsickern kann, und fällt dann von derHöbe des Thurmes herab in ein Gefäß mit Wasser-nachdem es unterwegs zu runden Kugeln erstaAist. Je kleiner das Schrot ist, desto geringer brauchedie Höhe zu sein, zu dem feinsten nur etwa 10 FüllDa die auf diese Weise geformten Küchelchen nrchvon gleicher Größe sind, so werden sie noch durchSieben sortirt. Dann werden sie mit Graphitpu^ver in Fässern, die sich um ihre Achse drehen, polus-und in England gibt man ihnen zuweilen nnQuecksilber ein silberartiges Ansehen, wodurch t 1aber das Fleisch des Wildes vergiften können, wensie lange darin bleiben. Die Anzahl der Sortenin den einzelnen Fabriken nicht gleich; gewöhnuwbeträgt sie 12—18 und die feineren Sorten werdedurch höhere Nummern bezeichnet. Der femlSchrot heißt Vogeldunst und der stärkste Po sie'oder Rehposten, von denen es in der Regel auwmehrere Sorten von verschiedener Größe gibt. ySchrotfabriken verfertigen gewöhnlich auch Fl"ten kugeln, die aber in Formen gegossen werde,Gutes Schrot muß aus lauter völlig runden,und glänzenden Körnern, ohne Löcher und Wtiefungen und in jeder Nummer von gleicherbestehen, daher die Unterschiede zwischen den Nun... Das engul^

mern möglichst klein sein müssen, ^asSchrot, auch Patentschrot genannt, gilt fürbeste, doch verfertigen es die meisten deutschenbriken jetzt fast eben so gut. In Deutschland 9*es namentlich bedeutende Schrotgießereien in VlU»