Scoparin
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Seebinse
Verrath und gewöhnlich auch den Gewinn oder Ver-lust an jedem Gegenstände daraus ersehen kann,namentlich das Waarenscontro, Wechselscontro,Staatspapierscontro, Aetienscontro rc. (f. Buch-haltung).
Scoparin, s. Ginster.
Score wird in England bei zählenden Güterneine Anzahl von 20 Stück geheißen.
Scorpion, europäischer, Scorpio euro-paeus, ein im südlichen Europa unter Steinen,in den Ritzen der Häuser rc. lebendes ungeflügelteSInsekt von 2—3 Zoll Länge, das am Ende desSchwanzes einen spitzigen, hakig gebogenen Gift-stachel hat, mit dem es sticht und eine sehr schmerz-hafte, jedoch in der Regel nicht gefährliche Ent-zündung verursacht. Sie kommen theils getrocknet,theils in Baumöl in den Handel, da sie, besonderssonst, gegen Blasenkrankheiten gebraucht wurden.In Italien bereitet man durch Uebergießen derselbenmit Mandelöl und Erwärmen Scorpionöl,welches gegen die Stiche von Scorpionen und an-deren Insekten angewendet wird.
Scorzo heißt man in Rom das Feld-, Getreide-und Salzmaß.
Scorzonerwurzel, s. Haferwurzel.
Scotts, s. Escots.
Scrip, s. Omnium.
Scrivellis, s. Elephantenzähne.
Scrups, s. Tabak.
Scrupolo, Scrupulo, ein Medizinal- undApothekergewicht in Italien.
Scudo, Thaler, Silbermünze im Kirchenstaate,s. Römische Staaten.
Scutari (türk. Jskanderie), feste Stadt amgleichnamigen See, 3 Meilen vom adriatischenMeere, Stapelplatz von ganz Albanien und Bos-nien, zum Theil auch von Serbien, Macédonienund Thessalien, mit 40,000 Einw., 2 Kastellen,einem großen Bazar, einem Handelsgericht, Schiff-bau, bedeutender Fischerei im See, Gewehrfabri-kation, Seiden-, Wollen- u. Baumwollenwebereienund lebhaftem Handel, namentlich Zwischenhandel.Die Gesammtausfuhr betrug im Jahre 1861 :1,215,536 Fl. österr. Währ., gegen 919,976 Fl.in 1860; die Gesammteinfuhr erreichte imJahre 1861: 1,436,859 Fl. österr. Währ., gegen2,172,917 Fl. im Vorjahre. Die vorzüglichstenExportartikel sind: Häute, Hasenfelle, Schafwolle,Bauholz, Wachs, Olivenöl, Rohseide und Seiden-raupsamen. Die Haupteinfuhrartikel bestehen inWollen -, Baumwollen - und Seidenmanufacten, inStahl, rohem und verarbeitetem Eisen, in kurzenWaaren, Golddraht und Flittergold, Colonial-waaren, Salz und Spiritussen.
R e ch n u n g , Mün zen, M aß e und Gewichte,s. Türkei.
Sea-Jsland, s. Baumwolle.
Sealy's Scheuer-Ziegel. Unter diesem Na-men werden von England aus in länglichte Viereckegeformte Ziegel, ca. 2 Zollpfd. schwer, weithin ver-sendet. Es ist eine aus das feinste Pulverisirte Massevon fahlgelber Farbe, welche zusammengepreßt mitder Inschrift: Sealy’s Impérial Patent, versehen ist.Sie dient zum Putzen und Poliren von Stahl,Eisen, Kupfer, Messing, Nensilber und Silber.Beim Gebrauch wird die Masse mit etwas Regen-wasser angefeuchtet, sodann die zu putzendenGegenstände mit einem Stück Leder oder Wolle da-mit abgerieben; sie nimmt alle Unreinigkeiten, selbst
Rost fort und gibt den Gegenständen einen schönenGlanz. Selbst hölzerne Tische und Fußböden, dienicht polirt sind, können damit geputzt werden, daalle Fettflecke dadurch vertilgt werden. Diese Ziegelmüssen trocken aufbewahrt werden und können wieHolz gesägt, doch auch leicht zerschlagen werden. EineHauptniederlage ist 'davon in Cöln bei C. Bartho-lomäus.
Seam, in England ein Quarter Malz, auch24 Stein Glas.
Sebesteu, s. Brustbeeren, schwarze.
Sebnitzer Zeuge sind die in der Stadt Sebnitzund Umgegend in Sachsen verfertigten Gewebe, be-sonders halbleinene und baumwollene bunte Ging-hams und Möbelzeuge, dergleichen Tücher, Buch-leinen, Matrosenleinen, Barchente, Bettleinen, auchweiße und ungebleichte gewöhnliche Leinen u. a.
Seeale cornutum, s. Mutterkorn.
Secchio, Secchia, Weinmaß in Italien undauf mehreren jonischen Inseln.
Sechellen, Seychellen oder Maheinseln,eine Gruppe von 12 kleinen, meist unbewohnten undgroßentheils unfruchtbaren Inseln, eigentlich dieSpitzen einer großen Korallenbank, sim indischenOcean, östlich von Afrika. Sie haben ein ange-nehmes Klima, nur mäßige Hitze und wenig Stürme,und erzeugen in den schmalen, nur zum Theil frucht-baren Thälern Baumwolle, die allein ausgeführtwird, etwas Zucker, Kaffee, Muskatnüsse,. Gewürz-I nelken rc.; auch haben sie Wälder, die gutes Schiff-! bauholz liefern und besonders Cocospalmen, darunterj die große Seecocospalme. Ferner giebt es Rindvieh,
> Schafe, Schweine, Kaninchen, Geflügel, Tauben,
; Papageien, viel und große Schildkröten rc. Bewohntl sind eigentlich nur 3 derselben, auf denen die Fran-j zosen Niederlassungen angelegt hatten, die aber seit! 1814 den Engländern gehören; diese sind: Mäh«,i die größte, 4 Meilen lang und 1 Meile breit, nntder gleichnamigen Stadt, die einen Hafen hat;Praslin, mit Hafen, und La Digue.
Sechsbäßner wurden im südlichen Deutschlanddie nunmehr eingezogenen Conv. 20 Kr.-Stücke oderKopfstücke genannt, weil sie 24 Kr. oder 6 Batzenim 2 H /2 (— öäVa) Fl.-Fnße galten. Sie kommennur noch selten vor.
Sechser nennt man im südlichen Deutschland dre6 Kr.-Stücke, im nördlichen die 6 Pf.-Stücke.
Sechtelasche wird zuweilen die ausgelangt^Seifensiederasche genannt, welche zum Düngen be-nutzt wird.
S echter, Getreidemaß in Frankfurt a. M-
Sect nennt man starke und süße Weine, zu denenman die Trauben eine Zeitlang am Stocke trocknetläßt. Man bereitet sie namentlich in Spanien nttvauf den kanarischen Inseln. <
Secunda-Wechsel, s. Duplicat u. Wechs^
Secunde, Lachter-Secunde, ein Längenmapbeim Bergbau.
Securltätsprotest, s. Wechsel.
Sedativsalz, s. Borax säure.
Sedlitzer Salz, s. Bittersalz.
Sedum, kn 0 llig es, s. Fette H e n ne.
Seeassekuranz, 's. Versicherung.
Seeballe, s. Meerbälle.
Seebarbe, s. Meerbarbe.
Seebaumwolle, s. A d e n 0 s. , a ,
Seebiuse oder Teichbinse, Soirpu» 1custris, eine in Teichen und tiefen JJß v J jwachsende 6—12 Fuß hohe Binsenart, deren Vt 9