Schwergewicht
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Scontro
man ihn in gut verstopften Gläsern aufbewahrenmuß. Der Baryt ist giftig; als Gegengift ist beson-ders Glaubersalz zu empfehlen. Außerdem kommennoch folgende Barytpräparate im Droguenhandelvor: Essigsaurer Baryt oder essigsaureSchwer erde, Laryta acctioa oder Acetas baryti-cus cum aqua, ein farbloses, an der Luft verwittern-des Salz, schiefe Prismen bildend, von widerlichstechendem Geschmack, das sich leicht in Wasser, auchetwas in Weingeist auflöst, in warmer Luft verwittertu. in der Hitze verkohlt. Er wird durch Auflösen deskohlensauren Baryts in Essigsäure und Abdampfenbereitet und hauptsächlich in der Zeugdruckerei undChemie benutzt. Chlorsaurer Baryt oderChlorbarium, Baryta chlorica oder Chlorasbariticus, bildet farblose Krystalle von herbem,stechendem Geschmack, löst sich leicht in Wasser, nichtin Weingeist auf und wird bereitet, indem man na-türlichen kohlensauren Baryt mit Chlorsäure sättigtund krystallistren läßt, oder durch Vermischung einerwässerigen Auflösung von chlorsaurem Natron undWeinstein, die mit kohlensaurem Baryt neutralisirtund dann abgedampft wird. Man verwendet ihnzur Darstellung der Chlorsäure und in der Feuer-werkern zur Erzeugung eines prächtigen grünenLichtes, wie zur Darstellung von Lichtbildern. Sal-petersaurer Baryt, Baryta nitrica ober Ni-tras baryticus, sind weiße Krystalle von scharf salzigbitterem Geschmack, die sich etwas schwer in Wasserund nicht in Weingeist auflösen. Man bereitet ihndurch Sättigung von kohlensaurem Baryt mit Sal-petersäure oder aus krystallistrtem salzsaurem Barytund in Wasser ausgelöstem Chilisalpeter. Salz-saurer Baryt, Baryta muriatica, ChloretumHarii cum aqua oder Terra ponderosa salita, bildetweiße tafelförmige Krystalle von scharf salzigemEkelhaften Geschmack und wird in der Medizin ge-braucht. Man bereitet ihn, indem man natürlichenkohlensauren Baryt in verdünnter Salzsäure auflöstund abdampft, oder indem man Schwcrspath mitKohle in einem verschlossenen Tiegel glüht, dannwit Salzsäure versetzt und krystallisirt. Es bil-den sich farblose, vierseitige, durchsichtige Krystalle,^der weiße, schuppige Blätter, die leicht löslich inWasser, geruchlos und giftig sind. Die phos-phorsaure Schwererde lSaryta pkosphorica eut-.wht, wenn chlorsaurer Baryt mit phosphor-wurenl Ammoniak zersetzt wird; es bildet sich einweißes Pulver, das in Wasser schwer löslich ist, insauren leichter sich lost und giftig wirkt. Ein sehrnarkes Gift ist die jodsaure Schwererde, das>>odbaryum, Barium jodatum, Baryta hydro-Jplica, dargestellt durch Auflösung von Baryt in4odwasserstosfsäure, oder durch Zersetzen des Eisen-wdurs mit Baryt. Es bilden sich dünne, weißes sudeln, die leicht an der Luft zerfließen und sich zer-Mn, indem sie eine bräunliche Färbung annehmen.
haben einen ekelerregenden Geschmack. Diese^dschiedenen Präparate der Schwererde finden iner Medizin Anwendung. Der chrom sanre B a-^n hellgelbes Pulver, welches in Wasser un-r, ist, in Säuren leicht gelöst wird. Manwan ^ ^ in der Malereis; es wird vom Schwefel-^ uerstoffgas nicht verändert. Der flußsaureuur in der Chemie gebraucht, ist ein weißesSchwefelbari um ist ein röthlichgelbeslöst ^sich in heißem Wasser mit gelber FarbeZutritt der Luft verdirbt,chwergewicht heißt an manchen Orten das
beim Großhandel gebrauchte Gewicht, welches schwe-rer ist als das für den Kleinhandel bestimmte Leicht-gewicht.
Schwerin, Hauptstadt des GroßherzogthumsMecklenburg - Schwerin , an der Westseite desSchweriner Sees, mit 23,500 Einw. Sie ist meistgilt gebaut, besonders die Paulstadt, hat regelmäßige,gut beleuchtete Straßen mit vielen ansehnlichen Ge-bäuden, mehrere Restdenzschlösser und auf einerInsel des Sees liegt das schöne, neue Schloß,welches durch Brücken mit der Stadt und dem Parkverbunden ist; überhaupt ist die Stadt und die Um-gegend in der neueren Zeit sehr verschönert worden.Sie hat einige Fabriken von Portland-Cement,Eißengußwaaren, Maschinen rc., ferner ansehnlicheBranntweinbrennereien und Bierbrauereien. DerHandel ist nicht bedeutend und erstreckt sich nur aufdie Stadt und die nächste Umgebung; durch dieEisenbahnverbindung mit Hamburg, sowie mitRostock und Wisniar ist jedoch der Verkehr mehr be-lebt worden.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Mecklenburg-Schwerin.
Schwcrspath, s. Schwer erde.
Schwertfisch, Xivias Gladius, ein in denMeeren der nördlichen gemäßigten Zone lebenderFisch, der bis 30 Fuß lang wird. und sich durch dieschwertförmige, 1V 2 —6 Fuß lange, an beiden Sei-ten scharfe Verlängerung des Oberkiefers auszeichnet,in der er eine große Kraft besitzt. In der Nord-und Ostsee findet er sich selten länger als 4 Fuß, immittelländischen Meere aber bis 20 Fuß. Er hatein schmackhaftes, fettes Fleisch, welches gegessenwird, und in Sicilien werden die Flossen einge-salzeu und unter dem Namen Callo verkauft.
Schwindelhafer, Taumellolch, Sommer-lolch, Tollkorn, Lolium temulentum , ist einunter Gerste'und Hafer häufig vorkommendes Un-kraut, dessen Same giftig narkotisch ist und unterBier, Branntwein und Brod genossen gefährlichwird. Von Bierbrauern wird es öfter dem Bierezugesetzt, um es berauschender zu machen. Der darinenthaltene wirksame Bestandtheil ist das Loliin, einbitterer Extract.
Schwindelkörner, s. Cubeben.
Scillitin, s. Meerzwiebel.
Sconto, s. Discont.
Scontro nennt man in der merkantilischenSprache die Ausgleichung gegenseitiger Forderungenund Verbindlichkeiten durch Abrechnung, so daßder eine Theil nur den Ueberschuß au den anderenbaar zu bezahlen hat Da die Zahlungen da-durch sehr erleichtert werden, indem nur geringeSummen baaren Geldes wirklich bezahlt zu werdenbrauchen, so ist es auf mehreren Handelsplätzen,namentlich in A u g s b u r g, M ü n ch e n und L o n -don gebräuchlich, daß die Kaufleute an gewissenWochentagen zusammenkommen, um zu scoutriren,und man nennt deshalb in Augsburg und Münchendie Zeit von einem Scontrotage der einen Wochebis zu dem nämlichen der folgenden, also eine Woche,ein Scontro. In Leipzig, wo es sonst au denMeßzahltagen gebräuchlich war, nennt man daherden Zahltag noch zuweilen Scontro.— In derBuchhaltung versteht man unter Scontro einNebenbuch, in welchem über die Gegenstände, mitdenen man handelt, Conten geführt werden, auf denendas Eingehende ins Debet und daö Ausgehende insCredit geschrieben wird, so daß man jederzeit den