Spanische Weine
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Speck
u. kommt meist durch die holländische Maatschappy,welche von Zeit zu Zeit große Quantitäten davon inHolland verauctioniren läßt, nach Europa. Wenndie Knoten weggeschabt sind, wird es gereinigtesStuhlrohr genannt. Man benutzt es zu Regen-schirmstäben, zu verschiedenem Flechtwerk, besonderszu den Sitzen der Rohrstühle, zunt Einziehen in dieDamenhüte rc. Zu dem letzten Zwecke wird eS indünne, schnurenförmige Streifchen geschnitten, dieMan unter dem Namen S ch n u r - oder P u tz r o h rvon Hamburg, Amsterdam rc. bezieht. Die ganzdünnen Ranken des Rohrs, welche Schnurrot-ding genannt werden, benutzt man, besonders inOstindien, zu Matten, Stricken u. dgl.
Spanische Weine sind zwar aus den verschie-denen Provinzen des Landes von sehr verschiedenerQualität, aber meist süß, dick, stark und feurig, daste in der Regel aus ganz reifen Trauben gekeltertoder mit eingekochtem Most versetzt werden. In derJugend ist ihr Geschmack gewöhnlich nicht ganz rein;durch das Liegen werden sie zwar wohlschmeckender,mner und gehörig klar, aber mit Ausnahme wenigerSorten sind sie nicht lange haltbar. Die bestenwerden in den südlichen Provinzen, namentlich inAndalusien und Granada erbaut und die vorzüglich-sten Sorten sind die Malagaweine, der Trntode Rota, der Leres, der Sän Lucar, vondenen wir unter besonderen Artikeln sprechen, fernerder Alicantwein und der Benicarlo aus demKönigreich Balencia, der Gar nach as aus Ara-gonien rc., und außerdem verweisen wir auch auf dieArtikel Malvasier, Muskatwein und Sect.
Spanischroth, ist eine aus Saflor bereitete, rothevarbe, welche man in den Färbereien zu Baum-wolle, Wolle und Seide gebraucht. Auch bedientMan sich desselben zum Schminken.
Spanischschwarz ist in verschlossenen Gefäßenverkohltes Korkholz, das als schwarze Farbe benutztwird.
Spanischweiß, s. Wismuthweiß.
Spanish Stripes nennt man in EnglandWichte Tuche von allen Farben mit farbig gestreiftenSalleisten, die besonders nach China gehen. Diesticke sind 18—19 Dards lang und 61—62 engl.Jvll breit.
.Spann, ein Längenmaß beim Bergwesen imH^rzogthum Braunschweig.
Spargatten oder Spartillen sind aus Es-Mrrtogras geflochtene Schuhe, die in Spanien undPortugal verfertigt werden und von denen auch viele"ach den Colonien gehen.
Spargelklee, s. Luzerne.
Spargelstein, s. Apatit.
Spargelwurzel, Radix Asparagi, ist diesuß schleunig schmeckende Wurzel des in^Mschland auf sandigen Anhöhen und Wiesenwild wachsenden Spargels, die als ein auflösendesMs" harntreibendes Mittel in der Medizin gebraucht. wo. Die wirksamen Bestandtheile darin sind As-^aragin (s. d.) und Asparaginsäure, sie enthält aberA a }?6 er b em Schleimzucker, Gummi, Eiweiß,2 ?p>elsäure und verschiedene Salze und Säuren,i^w gemeine Spargel, Asparagus officinalis , wird&p «? rten gezogen und gibt eine sehr beliebte Speise...s ühmt ist der Ulmer, 'Darmstädter u. s. w. Spar-y kr er vielfach versandt wird.
Sparkassen, s. Bank.
^Parseide nennt man eine Art ganz feinen fläch-
senen Zwirn, der in Barmen, Elberfeld rc. verfer-tigt wird.
Spartet«, s. Ginster.
Sparterie sind eigentlich die verschiedenen ausden Fasern des Spartograses (s. d.) verfertig-ten Gegenstände, wie allerhand Thau- und Strick-werk, Netze, Körbe, Matten, Teppiche, Schuhe,Säcke, Sitzkissen rc., die sich sämmtlich durch großeHaltbarkeit auszeichnen und besonders in Spanienund Portugal in großer Menge und meist sehr sau-ber und zierlich verfertigt werden, auch zum Theileinen bedeutenden Handels- und Ausfuhrartikelbilden. Strike und Tauwerk aus Spartogras, dieohne getheert zu sein, in der Nässe länger halten,als hänfene, gehen häufig nach Frankreich; auch ver-fertigt man Körbe daraus, in denen Asche, Soda.Seife rc. versendet werden, und in Italien gibt esFabriken, in denen man diese Körbe wieder auf-trennt , um Stricke daraus zu verfertigen, die be-sonders von den Fischern benutzt werden. — InDeutschland versteht man jedoch unter Sparterieoder Spadrille Gewebe aus fein gespaltenemWeidenholze, die zu verschiedenen Zwecken benutztwerden. Sie werden in Stücken von verschiedenerGröße, gewöhnlich 1 — 17a Elle im Quadrat undverschiedentlich gemustert, gefärbt, bedruckt rc. ver-fertigt, welche auch Spanplatten oder Span-böden genannt werden. Man benutzt diese zuTischdecken und dgl., auch werden Hüte, Mützen,Gerippe und Einlagen in Frauenhüte rc. und selbstWesten daraus verfertigt. Da sie bei einem gefäl-ligen Ansehen sehr wohlfeil sind, so gehen sie auchhäufig nach überseeischen Ländern und selbst nachChina. Man verfertigt sie besonders in Schluckenau,Nixdorf, Ehrenberg rc. in Böhmen, sowie auch inFrankreich, Italien und der Schweiz.
Spartillen, s. Spargatten.
Spartogras, Esparto oder zähes Pfrie-mengras, Stepa tenacissima oder Spar-tum tenacissimum, ist eine Grasart mit ein«blüthigen Aehrchen, die im nördlichen Afrika, inSpanien und in anderen Gegenden des südlichenund mittlen Europa an sonnigen Anhöhen wächstund aus der man besonders in Spanien die unterSparterie erwähnten Gegenstände verfertigt.Das Gras wird in Wasser, am liebsten in See-wasser gelegt, um die Rinde abzulösen, dann ge-trocknet und übrigens wie Flachs und Hanf behan-delt. Man versendet es auch in unverarbeitetemZustande aus Spanien, besonders von Alicanteaus nach dem südlichen Frankreich und verfertigtin Marseille Tauwerk, Schnüre, Fußdecken, Ma-tratzen und dgl. daraus.
Speck, das geräucherte Fett gemästeter Schweine,das mit der Haut in zwei großen Stücken (Speck-seiten) vom Rücken und den Seiten der Schweineabgelöst worden, ist ein bedeutender Artikel desFleischwaarenhandels, da er in der Küche sehr häufigbenutzt und auch besonders zum Verproviantirender Schifte in großer Menge gebraucht wird. Ambesten ist er von solchen Schweinen, welche mitEicheln gemästet sind; auch Korn, Gerste, Erbsen,Kastanien und andere feste Fnttergattungen gebenguten Speck, dagegen wird er von Bucheckern undBranntweinspülich weich, tropft ab und schwindetbeim Räuchern. Man verlangt von gutem Speckbesonders, daß er fest, nicht schmierig, schön weiß,nicht gelb, eher mit einem röthlichen Scheine ist unddaß er keinen ranzigen, unangenehmen Geruch und