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Zweiter Band.
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Stockholm

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Stockholm

6 hanseatische, 30 holländische, 25 mecklenburgische,112 preußische, 4 russische und 1 oldenburgisches.Abgegangen sind 969 Fahrzeuge von 38,140 Neu-lasten. Die Hauptgegenstände der Ausfuhr waren1863: Stabeisen, Mauufaktureisen, Eisenplatten,Nagel und Pflugschaaren, Schroteisen und Schmelz-stücke, Roheisen, Kanonen, Stahl, Kupfer undKupfernickel, Alaun, Feldspath, Schwefel, Weizen,Hafer, Pech, Theer, Braunroth, Bretter und Bal-ken rc. Die hauptsächlichsten Einfuhrartikelwaren: Band, Baumwolle, Spirituosen, Oele, ge-trocknete und gesalzene Fische, Bleiweiß, Indigo,Woll- und Baumwollgarne, Häute, Leder, Hanf,Kaffee, Zucker, Käse, Butter, Talg, rohe Seide,Sirup, Reis, Spezereien, Thee, Tabak, Thran,Wolle, Wein, seidene, wollene, baumwollene, leineneund hänfene Gewebe, Mehl und Grütze, Getreide,Kochsalz, Steinkohlen und Coaks.

Weck sei preise. Auf der Stockholmer Börsewerden folgende Course notirt:auf Amsterdam für 100 Fl. niederl. Crt. \ .

„ Berlin für 100 Thlr. preuß. Crt. 1 S

„ Christiania für 100 Speciesthaler. |' w„ Hamburg für 100 Mark Banco. I n

„ Kopenhagen für 100 dänische Riksdaler) *

R. M. / K

„ London für 1 Pfund Sterl. \ Z

„ Paris für 100 Franken. ] -

,, St. Petersburg für 100 Silberrubel. / ""

Die Wechselcommission beträgt gewöhnlich 1 / 2 %,Courtage Vio % von jeder Seite.

Wechselrecht, s. Schweden.Platzgebräuche. Die Exportartikel werdengewöhnlich gegen baar geliefert, d. h. der Verkäufertrassirt bei Einsendung des Conuossaments auf dasvon dem Käufer angewiesene Hans; von den Im-porten werden die Colonialwaaren in der Regelbaar („contant", d. h. nach hier geltender Gewohn-heit auf 1 Monat Frist, oder „extracontant^, d. h.mit Geld in der Hand) bezahlt, doch auch aufFristen von 3—6 Monaten, die Manufakturwaarenaber auf 6—9, ja auf 12 Monate Frist, oder, wennbaar, mit Rabatt verkauft. Gutgewicht ist nichtüblich und als Tara rechnet man meist die übliche.

Banken und Handelsanstalteu. 1) DieReichsbank. Die Bank der Reichsstände zu Stock-holm genießt des größten Vertrauens, sie besitzteinen Grundfond von 25 Millionen, muß stetswenigstens 10 Millionen in Gold und Silber inibreu Lassen haben, darf nicht mehr als 30 Mill.über ihr klingendes Vermögen in Umlauf setzen undmuß wöchentlich Bericht abstatten über ihre Stellung.Die klingende Casie ist bedeutenden Fluctuationenunterworfen bewesen und hat gewechselt zwischen 11und 57 Millionen; am 31. December 1864 betrugdieselbe etwas über 16 Millionen. Die Bank machtDisconto -, Leih -, Giro - und Contocorrentge-schäfte, und ihr Gewinnst, der jährlich über 1 Mil-lion beträgt, wird nach dem jedesmaligen Beschlusseder Reichsstände zu allgemeinnützlichen Arbeitenverwendet. Sie gibt Zettel in Abschnitten zu 1, 5,10, 50, IM, 500 und 1000 Rthlr. aus, die einenZwangscours haben. — 2) Die A l l g e m e i u e H y -pothenbank wurde im Jahre 1861 von demStaate gegründet mit einem in Obligationen her-gegebenen Grundfond von 8,000,M0 Rthlr., umfür die 1836—61 für verschiedene Provinzen gestif-teten 10 Hypotheken-Vereine die zu ihren Opera-tionen nöthigen Mittel anzuschaffen, so wie auch die

Reichsbank ihre bisherigen in Grundstücke eingezeich-neten Forderungen an dieselbe überließ. Die Allge-meine Hypothekenbank steht unter Beaufsichtigungdes Staates, indem der Wvrtsührende vom Königeund der Vice-Wortführende von dem Reichsschul-dencontore ernannt wird, um sowohl die Interessendes Staates als auch des Grundfonds zu über-wachen . auch muß alljährlich die ganze Stellungdurch den Druck bekannt gemacht werden. Sie leihtnur auf Grundstücke, besonders Güter, höchstensbis zu dem halben Werthe derselben und liefert denHypotheken-Vereinen die nöthigen Kapitale, lostauch die noch anslaufenden Obligationen derselbenein, so daß diese nach und nach verschwinden. Nurder Hypotheken-Verein zu Oerabro mit einem Werthehypothisirter Grundstücke von 18,973,514 Rthlrn.,worauf 8,689,957 Rthlr. geliehen werden können,aber nur 8,633,M5 wirtlich geliehen sind, mitauslaufendeu Obligationen zum Betrage von11,928,146 Rthlr., hat sich bis jetzt noch nicht audie Allgemeine Hypothekenbank angeschlossen, son-dern operirt noch selbständig. — 3) Die «Stock-holmer Privatbank, errichtet 1856, mit einemGrundfond von 1,000,000, Reservefond 789,852,Creditiv bei der Reichsbank 6,010,000 Rthlr., hatteEnde 1863 Forderungen u. Ueberschüffe 13,823,359,Schulden 13,023,507 Rthlr. Sie macht ähnlicheGeschäfte wie die Reichsbank. — 4) Die gegen-seilige Hypothekencasse für schwedtfcheBergwerksbesitzer, gestiftet 1833 auf Actienzur Unterstützung der Eisenwerke, anfangs miteinem Kapitale von 6, seit 1839 aber 9 MillionenRthlrn. Sie bewilligt Bergwerksbesitzern, die zu-gleich Actienbesitzer sind, je nach der Reihe, in wel-cher sie sich dazu anmelden und auf gehörige Sicher-heit, Amortissementsanleihen gegen jährlich zuzahlende G 1 / 4 %, wovon 5 % Zinsen, 1 % Amor-tissement und. % zu den Verwaltungskosten. ZuEnde 1863 war die Zahl der Theilnehmer 219,auslaufende Obligationen 8,178,000 Rthlr., For-derungen für Anleihen 7,787,822 Rthlr.— 5) Th eEnglish and Swedish Bank, limited,stiftet 1862 auf 20,000 Actien (die jedoch auf 40,000erhöht werden können) ä 30 Pfund Sterling, dienach und nach eingezahlt werden sollen, und wovonbis zum 31. December 1864 erst 15 Pfd. Sterl. ein-gezahlt waren, also mit einem Kapitale von 300 ,0v0Pfd. Sterl. — 6) Guillemot & Weylandt,Commandit-Gesellschaft mit Oonssil doSurveillance, seit 1862 mit einem Kapitale von1 Mill. Rthlr. Die beiden zuletzt genannten treibendie gewöhnlichen Bankgeschäfte. — Außerdem befin-den sich in Stockholm folgende Anstalten und Ge^sellschaften, die den Verkehr zu beleben bestimmt

sind: die Seeversicherung - Actiengesellschaft Nep*

tunus (Sjöförsäkrings-Aktiebolaget Neptnnus), ^See-Assekuranz-Compagnie in Stockholm (Sjo^

! Assecurance-Compagnie! i Stockholm), die See-! Versicherungsgesellschaft in Stockholm (Sjö-Fbr^säkrings-Bolaget i Stockholm), der Stockholm^

> See - Assekuranz - Verein (Stockholms Sjö - Äffo-1 curance - Förening), das königl. Seeversicherung^Obergericht, das Lootsen - Coutor, die Renten - unoKapital-Versicherungsanstalt, die Stockholmerpothekencaffe, der HyPothekenverein der Mälar-provinzen, der Stockholmer Kaufmannsverein,Stockholmer Börsenverein, eine NavigationsschuleBörse, Münze, mehrere Dampfschifffahrtsgesen"schaften, ein Eisencontor.