Sundzoll
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Sydney
Nordsee, mit den 3 Wearmouth (Bischof-W-,Monk-W.-Thore, Dtonk-W.) eine Stadt bildend,hat 81,000 Einw., eine Börse, ein Zollhaus, dengroßartigsten Schiffsbau Englands; äußerst lebhaf-ten Steinkohlenhandet, ausgedehnte Fischerei, Pa-piermühlen, Fabriken von Tauwerk, Segeltuch,Ankern und Ankerketten, Gußsachen, Glas allerArt, Leder, chemischen Produkten rc. Ueber denWear führt eine berühmte, eiserne Brücke, die auseinem einzigen Bogen von 200 Fuß Spannung und100 Fuß Höhe besteht, und Sunderland mit Wear-mouth verbindet. Sunderlanv ist eine wichtige Sta-tion der Humberland-Küstenöahn, hat Schienen-wege über Newcastle nach Carlisle, nach Berwickim Norden und nach den Fabrikbezirken von Leedsim Süden.
Rechnung, Münzen, Maße u. Gewichte,s. Großbritannien.
Sundzoll hieß ein Seezoll, welchen DänemarkinHelsiugör von allenden Sundpasstreuden Schiffenerhob, der aber auch von den durch den großen undkleinen Bell fahrenden bezahlt werden mußte. Erwurde nach einem speciellen Tarif, sowohl von denSchiffen als von den Waaren erhoben und nurLübeck und einigen preußischen Häfen waren beson-dere Begünstigungen zugestanden. Eine Bisitationder Ladung wurde nicht vorgenommen, sondern dieZollerhebung fand nach den schiffspapieren statt. Ertrug der dänischen Regierung jährlich 1 Mill. Thlr.preußisch ein, doch hatte diese dafür die Verpflichtung,für die Einrichtung u. Erhaltung aller Lenchtthürme,Baken und Bojen vom Kattegat bis zur Ostsee zusorgen. Zehn Mächte, England, Holland, Frank-reich, Preußen, Rußland', Hamburg, Spanien,Schweden, Brasilien und Nordamerika hießen pri-vilegirt, sahen sich aber durch den Zoll so gehemmt,daß sie fortwährend von ihm sich zu befreien suchten.Die Vereinigten Staaten kündigten im Jahre 1855ihren Sundzollvertrag; man ließ sich in Kopenhagenzu Unterhandlungen über die Ablösung herbei undes folgte der Vertrag von 1857, Kraft dessen dieOstsee ein freies Meer geworden ist. Die übrigenMächte entschädigten Dänemark durch eine Summevon ca. 30^2 Mill. dänischen Reichsthalern, wogegenLetzteres den Sundzoll mit seinen Anhängseln auf-hob. Dadurch ist der Verkehr der deutschen Seeplätzean diesem Binnenbecken wesentlich erleichtert worden
Sunnhanf oder Sunn, heißen die Fasern ausden Stengeln der in Ostindien wachsenden b ius.en-artigen Klapperschote, Orotalaiia juncea,einer in Vorder- und Hinterindien und auf den In-seln wachsenden u. häufig angebauten strauchartigenPflanze, die in Ostindien, 'Amerika und auch inEngland wie Hanf zu Stricken, Tauwerk und zuGeweben benutzt werden. Man unterscheidet davon2 Sorten: P h o o l, die beste, stärkste und weißeste,und Boggy, von dunklerer Farbe und wenigerdauerhaft.
Supereargo, Cargadeur oder Cargadornennt man den Bevollmächtigten eines Handels-hauses oder einer Handelsgesellschaft, rer bei einergroßen Waarenversendung über See dieselbe be-gleitet, um den Verkauf der Waaren am Bestim-mungsorte, sowie den Einkauf der Retourladung zubesorgen. Es geschieht, wenn der Absender keinenzuverlässigen Correspondenten am Bestimmungsortehat, oder wenn er demselben sein Interesse entwedergar nicht oder nur unter Controlle anvertrauenwill. Bedeutende Sendungen werden auch zu-
weilen von 2 Cargadeuren begleitet und dann beißteigentlich der oberste Supereargo. — In Hollandnennt man auch zuweilen einen Schiffsmakler Car-gadeur.
Supertara, s. Tara.
Suppentaseln, s. Gallerte.
Supporte sagt man zuweilen für Zinsen.Surinam, s.'Gniana.
Surone, s. Serone.
Swanboy, s. Schwanboy.
Swandown hieß ein früher in England ver-fertigter wollener oder mit Baumwolle gemischterZeug zu Westen, Beinkleidern rc.
Swansea, englische Seestadt an der Mündungdes Tawy, hat 31,000 Eiuw., äußerst lebhaftenHandel, besuchte Seebäder, Eisengießereien, Zink-werke, Schiffswerfte, bedeutende Steinkohlengruben,Eisenbahnverbindung mit allen Küstenorten desNordrandes des Bristol-Kanals; außerdem überMertyr Tydfil, Hereford, Shresburg mit Liverpoolund Manchester. Swansea ist der Hauptsitz desenglischen Kupferhandels, denn fast alles Kupfererz,das man in Großbritannien u. Australien gewinnt,wird hier geschmolzen.
Rechnung, Münzen, Maße u. G e w i ch t e,
s. Großbritannien.
Syceesilber, s. China.
Sydney , Hauptstadt der englisch - australischenColonie Neusüdwales, mit 60,000 Einw., Sitz desGeneralgouverneurs und der übrigen höchsten Eolo-nialbehörden, an der Sydney-Bai (Sydney-Cove),der großen Meeresbucht Port Jackson, 1 ^/ 2 ,Meilenvon der Mündung dieses Hafens, welcher einer derbedeutendsten der südlichen Hemisphäre, ein Haupt-sitz des australischen Handels, ein Sammelplatz dereuropäischen und amerikanischen Schiffe und in dergünstigsten Lage ist, um sowohl für seine Importeals einheimischen Produkte unversiegbare Absatz-quellen in den Ländern der Südsee zu finden und zuerhalten. Sydney hat eine im Jahre 1850 erröteteUniversität, eine Sternwarte, einen botanischenGarten, eine bedeutende Münze, eine Börse, wissen-schaftliche, Handels- und gemeinnützige Vereine,Erziehungs-Jnstitute, öffentliche und Privatschulen,Buchdruckereien, mehrere industrielle Gesellschaften,und macht in jeder Hinsicht den Eindruck einereuropäischen Stadt. Die Nachts durch Gas be-leuchteten Straßen sind lang, die Häuser hoch, undhinten auf deni Strande erheben sich terrassenförmigSchiffswerfte, Magazine, Reepschlägereien, Mahl-mühlen rc., die das Bilv reger Betriebsainkenvollenden. Der Handel, dem die australischen Gold-felder einen neuen Aufschwung gegeben haben, spleltdie Hauptrolle und wird durch die Bank von Nen-südwales, durch die Handelsbaukgesellschaft vo"Sydney, durch die Bank von Australien, durch vraustralische Vereinsbank und Actienbank unterstützt-Eingeführt werden Waaren aller Art; aus-geführt hauptsächlich Gold, Wolle, Häute, Talgund die Produkte des Wallfischfangs, der trotz destarken Concurrenz der Nordamerikaner, noch linmganz einträglich in den Südseegewässern betnevewird. Im Jahre 1860 liefen 1625 Schisie n567,800 Tonnen ein und aus. Dampfschiffe gebtäglich nach Paramatta und in gewissen Zwlscy ^räumen nach Melbourne, Adelaide, Lauucesteu r -»auch mit Englaud ist eine Dampsschifffahrtverv '
, düng hergestellt. Von Sydney aus gehen serdrei Schienenstraßen: die Great- Northern;