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Zweiter Band.
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Sumbulwurzel

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Sunderland

einem schlechten Hafen, und der Stadt Natal;Jndrapnra auf der Westküste, mit der gleich-namigen befestigten Hauptstadt am Flusse Jndra-Pnra^ und der Stadt Padang am nämlichenFlusse, Sitz des Statthalters, u. a. — Von den un-ter einheimischen Fürsten stehenden Reichen ist dasbedeutendste Ach ein oder Atchin (s. d.); fernerMenaugkabn im Innern mit der Stadt gl. N.,wo vorzügliche Dolchklingen verfertigt werden;Suruasa, Pandscharadschung u. a. — Su-matra ist von mehreren Inseln umgeben, von denenfolgende die bedeutendsten sind: Banka (f. d.);Billiton, östlich von dieser und ebenfalls denNiederländern gehörend, 54 □ Meilen mit 14,000Einw.. reich an Eisen, das aber wenig benutzt wird;auch die Zinnausbeute ist erheblich. Linga oderLingin, nördlich vonBanka, 40 Meilen, 10,000Einw., ist reich an Zinn und sehr fruchtbar, mit derStadt Kwala-Dai; Hog, Berkensinsel oderRias an der Westküste, 80 mMeilen mit 200,000Einw., von einem thätigen und gebildeten Stammebewohnt, ist durchaus' angebaut, mit schönen be-quemen Wohnungen, erzeugt besonders Reis, Oel,Eocosnüsse und Pfeffer, u. a.

Geldwährung. Die gesetzliche Geldwäh-rung in den holländischen Colonien ist wie in I a v ain niederländ. Gulden zu 100 Cents, dochauch in Reichsthalern zu 48 L-tübern indisch, u. derspanische Piaster gilt gewöhnlich IV* dieser Reichs-thaler, daher der Werth des letzteren 1 Thlr. 4 L>gr.6 Pf. preußisch und 2 Fl. 7 Cts. in niederländischerWährung ist. Für den kleinen Verkehr ist hier ausZinn und Blei eine Münze geprägt, Pitje, Petisoder Kipping genannt, mit einem Loch in der Mitte,durch welches sie zu 500 Stück auf eine Schnur ge-reiht wird, und von der 8000 einen spanischenPiaster oder Dollar gelten. Im großen Handel wirdübrigens auch häufig nach Piastern oder Dollarsgerechnet.

Maße und Gewichte. Längenmaß. DasDepoh hat 2 Hailohs L 2 Estos oder Covids ü 2Fankals ä 2 Tempohs und das Hailoh ist = 1 engl.?)ard. — Getreidemaß. Das Coyan hat 800Kulahs h 4 Chupahs und dieses ist = l, 0 32s Liter;das -Kulah Reis enthält 7 engl. Pfd. adp.; das inden inneren Distrikten gebräuchliche ist jedoch nur' dhngefähr halb so groß wte dieses. Flüssigkeiten wer-den meist gewogen, sonst bedient man sich dafür auchder Getreidemaße. Uebrigens sind auch chinesischeMaße im Gebrauch. — Handelsgewicht ist derchinesische Pikul; der Bahar ist -- 384 Kättys und^niegt 560 engl. Pfd. adp. = 254 ^Kilogr. — InAtchem rechnet man nach Thals zu 4 Pardoes^ 4 Mähs & 4 Kopangs, und es sind Thäls undMähs von geringhaltigem Golde geprägt, von denender Mähs ungefähr iy 6 Schilt. Sterl. werth ist; alsScheidemünze gibt es Käsch, meist von Blei, seltenerdon Zinn, von denen 1500—2500 ein Mähs gelten.>ssn Großhandel wird ebenfalls meist nach spanischenHmstern oder nach ostindischen Rupien gerechnet. —Längenmaß. Der Covid ist 18 engl. Zoll oderAä Uard. — Getreide- und Flüssigkeitsmaß.Das Coyan hat 10 Gnnchas L 10 Nellis a 8 Bam-boos und das Bamboo ist — ca. l 2 / s Liter. — Ge-^rcht. Der Bahar hat 200 Kättys L 20 Bunkalsund wiegt 423,4» engl. Pfd. adp. ---- 192, 06 Kilogr.

Sumbulwurzel, von einer noch unbekannten^stanze, kam vor einiger Zeit aus Petersburg inden Handel, in Scheiben von verschiedener Dicke

und bis zu 4 Zoll im Durchmesser. Die Außenseiteist schmutzig graubraun und geringelt, das Innereschmutzig weiß oder graugelblich, der Geruch starkmoschusartig (vielleicht nicht natürlich), der Ge-schmack scharf gewürzhaft. Sie sollte zu Parfümerienverwendet werden, war aber gegen Moschus zutheuer. Aus der Wurzel werden durch Destillationverschiedene Arten Oele gewonnen. Ein ätherisches,nicht moschusartig riechendes, ein gelbes, grünesund blaues Oel, mit dem Geruch nach Cajeputöl,dessen Lösung in Alkohol nach einiger Zeit den Ge-ruch nach Moschus zeigt. Diese Oele werden unterdem Namen Moschuswnrzelöl oder Sum-bulwurzelöl in den Handel gebracht.

Sundainseln nennt man die Reihe größererund kleinerer Inseln, die sich von der HalbinselMalakka bis fast an die Nordspitze von Australienerstrecken. Die bedeutendsten derselben, von denenwir in besonderen Artikeln gesprochen haben, sind:Sumatra mit Banka, Java, Borneo undCelebes. Südlich von letzterer liegen die kleinenSundainseln, welche zum Theil ebenfalls unterniederländischer Herrschaft stehen; auch haben diePortugiesen auf einigen derselben aus alter Zeit nochkleine Faktoreien. Sie sind fast alle vulkanisch undden Erdbeben sehr ausgesetzt; sonst haben sie Bodenund Produkte mit den größeren Inseln gemein.Folgende sind die wichtigsten derselben: Timor,400 Hs Meilen, mit mehr als 500,000 Einw., er-zeugt besonders Sandelholz und Wachs, fernerGold, Kupfer, Gewürze, Reis, Rosenholz, Bau-hölzer, Pferde, wilde Büffel, Schweine, Hirsche, Ba-birussas, Krokodille, Schlangen, weiße Ameisen,große Schmetterlinge u. Spinnen, Perlen, Naphta rc.Die Bewohner erbauen Reis und treiben Viehzucht,ergiebige Fischerei (viel Tripang, der einen wich-tigen Handelsartikel bildet) und Schifsfahrt nach denbenachbarten Inseln. Die Hauptstadt der Nieder-länder ist Knpang mit 5000 Einw., Hafen undlebhaftem Handel; außerdem die Stadt Cugaooder Cup ao. Auf der Nordostküste besitzen die Por-tugiesen die Hafenorte Babao, Dilli und Ba-tou-Guödö. — Sumbava, 370 Meilen, istgut bewässert, bringt besonders Sandelholz, gute,kleine Pferde, Salanganennester rc. hervor. Haupt-stadt Bima, unter einem eingeborenen Herrscher;Sumbava mit großem Hafen und Handel; vonden 12,000 Einw. der Stadt und Umgegend blieben1825 bei einem furchtbaren Ausbruche des VulkansTomboro nur 26 am Leben; Papekat oder Pe-kati gehört den Portugiesen. — Bali, zunächst beiJava, gegen 100 □ Meilen mit fast 1 Will. Einw.,ist sehr fruchtbar, aber Holzarm; bringt Hirsche, Sa-langanen, Gold, Kupfer, Seesalz rc. hervor. Haupt-stadt Karang-Assem; ferner: B ali oder Bali-ling auf der Norbküste; Dschambarana rc.—Lombok, 71 slj Meilen, ist stark bewohnt, aberwegen beschwerlicher Landmim wenig besucht; mitden Städten Mataran, Residenz des Radscha,und Ampinnan. — Flores oder Mandschi-rei, 422 sHMeilen, mit der Stadt Larantncamit Fort, und einigen portugiesischen Besitzungen.— Svlor, 200 HsMeilen, mit der niederländischenStadt Labayona und der portugiesischen La-rantnca; Sandelbosch oder Tschindana,100 sHMeilen; Ombai, 85 sH Meilen u. m. a.

Sundan, s. Gummi, arabisches.

Sunderland, englischer Seehafen in der Graf-schaft Dnrham, an der Mündung des Wear in die