Toluol
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Topas
aromatischem Geschmack iu den Handel, das sich inätherischen Oelen und in 6 Theilen absolutem Al-kohol auslöst. Er wird durch Mastix, Weihrauch,Benzoe verfälscht, jhat dann aber nicht den eigen-thümlichen Geruch und ist röthlicher oder schwarz.Seine chemischen Bestandtheile sind: ätherisches Oel,Benzoesäure, Linname'tn, Zimmtsäure, Tolin, Tolu-harz. Das Tolin oder Toluol wird durch trockeneDestillation gewonnen. Man erhält den Tolubalsamentweder in irdenen Töpfen wie den Pernbalsam, oderm run den Blechdosen von 4—10 Psd. Inhalt. Derharte ist theurer als der weiche. Er hat auslösendeEigenschaften und wird innerlich und äußerlich inder Medizin, sowie auch zu Parfümerien gebraucht.
Toluol, ein dem Benzin ähnliches Oel, austrockner Destillation des Tolubalsams, des Drachen-blutes, insbesondere aus Steinkohlentheer, Holz,Harz gewonnen, riecht ätherartig, hat ein spec. Gew.b°n 0,m, eine hellbrennende, rußende Flamme,ist farblos und dünnflüssig. Durch Salpetersäureentstehen 2 Verbindungen aus ihm: das Nitrotü-tn ol, eine süße, nach bittren Mandeln riechende,gelbe Flüssigkeit von 1,« spec. Gew., und das Bi-nitrotoluol, farblose, schmelzende Krystalle, diestch in Kalilösung schön roth färben. Aus dem To-luol gehen verschiedene wichtige chemische Verbin-dungen hervor.
Toman, Tomaund, Tomond, Münze inPersien, s. d.
Tomasu, ein Gefäß in Japan, das man zumMessen benützt.
Tomback ist eine Metallmischung von goldähn-flcher Farbe, die in verschiedenen Verhältnissen ausKupfer und Zink, zuweilen auch mit etwas Zinn,zusammengesetzt wird. Dadurch wird auch eine Ver-schiedenheit in der Farbe erzeugt, und man unter-scheidet daher gelben, halbrothen und rothen. Er istsehr dehnbar und geschmeidig, und wird daher zuullerhand kleinen und feinen Arbeiten aus Blechu. Draht verwendet, besonders zu unächten Schmuck-gegenständen und Galanterieartikeln, welche vergol-det werden sollen. Der Goldschlägertomback, ausshelchem das unächte Blattgold verfertigt wird, be-steht aus 100 Theilen Kupfer und 25 Theilen Zink.
Tomolo oder Tomulo, Getreidemaß im Nea-politanischen.
Tomond, s. Toman.
.Ton (Tonne), Gewicht in Großbritan-nien,). d.
Tonelada, Hohlmaß und Gewicht in Portu-g u l und Brasilien, s. beides.
Tonkabohnen oder Tonkobohnen, Fabae^Tonco, sind die gegen 2 Zoll langen, V 2 Zolloreiten, bohnenförmigen, netzartig gerunzelten Sa-menkörner des in Guiaua wachsenden Tonka-dauines, Hipterix vdorata. Sie haben eine glän-^nde, dünne und zerbrechliche Schale, welche frischgelblich oder bräunlich von Farbe ist, durch längerespagern aber schwarz wird, und die einen granbräun-"chen Kern enthält; der Geruch ist stark und ange-nehm, fast wie frisches Heu, der Geschmack angenehmgswürzhaft. Sie enthalten einen eigenthümlichen^toff, eine Art Stearopten, Tonkakampherber Cumarin genannt, farblose', harte, 4seitigeM'anlenkrystalle, von angenehm aromatischem Ge-ruch und brennendem Geschmack, der auch mit der$ e,t tu Gestalt weißer Krystalle aus der Schale derLohnen auswittert. Durch Einwirkung von Kali-nuge entsteht die C u m a r i u s ä u r e daraus, welche
in glänzenden, farblosen Nadeln krystallisirt, vonbittrem Geschmack, aber geruchlos ist; mit Basengibt sie cumarinsaure Salze. Sie werden haupt-sächlich zur Verfertigung eines mehlartigen Schnupf-tabaks , Tonko, Tonka, spanischeKleie oder8on de Toneo genannt, verwendet, der aus Tabaks-blättern und Rippenmehl (eigentlich Havanna-blättern), mit Zusatz von gestoßenen Tonkobohnen,Melilotenklee, Tonkagras rc. zusammengesetzt undmit feinem Ocher gefärbt wird.
Tonkagras, Tonkogras, Lavendelgras,gelbes Riechgras, Anthoxantum odora-tum, eine in Europa, dem nördlichen Asien undAmerika auf sandigen Bergen wachsende Grasartmit weichhaarigen Blättern und 1^—3 Zoll langer,länglich eirunder oder ästiger Aehre, das ebenso wiedie Wurzel getrocknet einen angenehmen, dem Laven-del oder der Tonkabohue ähnlichen Geruch hat. DieWurzel und die Pflanze werden daher zur Verfer-tigung des Tonkotabaks benu^t; auch gibt das Grasein gutes Futter und in Kränterkissen wendet manes in der Ruhr als ein die Schmerzen linderndesMittel an.
Tonkakraut wird der Melilotenklee zuweilengenannt.
Tonna, Tonne, ein Weinmaß auf der InselSicilien.
Tonne, ein Hohlmaß für Flüssigkeiten, Honig,Butter, Getreide, «salz rc., im nördlichen Deutsch-land, Dänemark, Norwegen, Schweden, England rc.,auch früher in Frankreich (Tonneau), von sehr ver-schiedener Größe; auch ein Gewicht bei Schiffs-befrachtungen (Schiff s tonne), nach dem zugleichdie Lästigkeit oder Tragfähigkeit der Schiffe (ihrT o n n e n g e h a l t) bestimmt wird. Man findet dasNähere darüber in den Artikeln über die einzelnenLänder.
Tonneins heißt ein in der gleichnamigen Stadtim franz. Depart. Lot und Garonne verfertigterSchnupftabak.
Tonnenfisch wird zuweilen der in Tonnen ge-packte Laberdan genannt.
Tonnengehalt, s. v. a. Lästigkeit eines Schiffs;s. Last.
Tonnengeld oder Lastgeld heißt eine Abgabe,welche in den Häfen oder auch auf Flüssen von denSchiffen bezahlt werden muß und sich nach ihremTonnengehalt richtet.
Tonnerre , ein rother Champagnerwein 1. und2. Classe, der im Departement der Nonne gewon-nen wird.
Tontine, s. Renten.
Tonnstelle, ein Feldmaß in den russischen Ost-seeprovinzen.
Topas , ein Edelstein, meist von gelber Farbe inverschiedenen Nuancen, aber auch zuweilen farblosund, wiewohl seltener, hellgrün, hellblau, veilchen-blau oder röthlich. Er ist völlig durchsichtig, sehrglänzend, nimmt eine ausgezeichnete Politur an undsteht in der Härte dem Spinell ziemlich gleich. Erfindet sich in Brasilien, Arabien, Aethiopren, Si-birien, Neuholland, England und auch an mehrerenOrten in Deutschland, namentlich in Sachsen undBöhmen, und wird zu allerhand Schmucksteinengeschliffen, die gepulverten Bruchstücke auch zumSchleifen anderer Edelsteine benutzt. Man unter-scheidet besonders folgende Sorten: brasiliani-schen Topas, von goldgelber, ins Röthlicheziehender Farbe; brasilianischen Rubin, hell