spannenlang und daumensdick, walzenförmig, vornetwas dicker, mit einer Kugel am Hinteren Ende,auf dem Rücken braun, am Bauche röthlich vonFarbe. Er wird von den Chinesen als ein stimu-lirender Leckerbissen sehr geschätzt und ist daher einwichtiger Handels- und Ausfuhrartikel des ostin-dischen Archipels. Tausende von malayischen, chine-sischen, spanischen, französischen, englischen undamerikanischen Schiffen sind beständig mit demFange desselben beschäftigt, der an der Nordküstedon Nenholland und bei den Aruinseln am ergiebig-sten ist. Die nur einige Fuß tief im Wasser liegen-den Thiere werden mit einem Stachelstocke, die tieferhegenden mit einem, an einem Steine befestigtenHaken oder auch von Tauchern aus dem Meere ge-holt und auf die letzte Art erhält man die bestestörte, denn der Tripang ist um so besser, je tiefernn Meere er lebt. Nach dem Fange nimmt mandie Eingeweide heraus und trocknet die Thiere erstam Feuer, dann an der Sonne. Die meisten wer-den nach Makassar auf Celebes gebracht, welches derHauptstapelplatz dafür ist und wo sie auch mit großerSorgfalt sortirt werden. Die Fischer machen davono Hauptsorten: Balla Sekalie, Talipongund Gama genannt, die aber von den dastgenChinesen, welche allein die eigentliche SortirnngErstehen und daher auch den Handel ganz in denHänden haben, in eine Menge Unterseiten, alle mitbesonderen Namen, getheilt werden, deren Preiseauch sehr verschieden, gewöhnlich zwischen 5 und^8 Piaster pr. Pikul von 133y 3 engl. Pfd. sind."8on Makassar allein gehen jährlich 8—9000 PikulUach Canton, und außerdem auch bedeutende Quali-täten von Manilla, Batavia rc.
Treseto, eine Rechnungsmünze auf den balkari-schen Inseln.
Tresorscheine, s. Papiergeld.
Tresquille nennt man in Marseille unge-waschene Schafwolle.
Tressen sind bandartige Gewebe, deren Aufzugaus Seide, baumwollenem oder leinenem Garn, derZuschlag aus ächtem, plattirtem oder unächtem^old- oder Silbergespinnst, dergleichen Draht oder^ahn besteht. Man verfertigt davon vielerlei Sor-wn von verschiedener Breire und verschiedentlich ge-mustert rc. Sonst war die Kette zu den ächtentreffen durchgängig Seide und dieses ein Kenn-stuchen ihrer Aechtheit; jetzt aber verfertigt man auchbwse häusig mit leinener oder baumwollener, oderauch niit Geide gemischter Kette. Am gangbarstenstnd die zum Besetzen von Uniformen, Livreen rc.^brauchten Doppeltresfen von Gespinnst,welche auf beiden Seiten ein gleiches Ansehen undgleiches Muster haben. Wenn sie anstatt des Ge-iprnlistes mit seinem Drahte durchwetzt sind, heißenue Drahttressen. Bandtressen, Halb-Dessen oder Ligaturtressen stnd nur auf einer!«eite mit Gold oder Silber bedeckt und das Musterst auch iinr auf dieser sichtbar. Lahn treffen^>er Plaschtreffen sind solche, bei denen dasAuster durch Lahn gebildet ist und die zu Kirchen-tnaten, sowie zum Besetzen der Hauben rc. derandleute in manchen Gegenden gebraucht werden;^ heißen gebogte oder doppelt gebogte, wennan der einen oder an beiden Kanten Bogen haben,reite Tressen mit Bogen werden auch G arnitur-.wsien genannt. Gallonen oder Gitter-sind leichte, durchsichtige Tressen, derentte aus Gespinnst besteht. Außer diesen gibt es
noch mehrere andere Sorten; auch die Gold - undSilberspitzen rechnet man zu den Tressen. ImAllgemeinen theilt man sie in ächte und in nn-ächte oder leoNische, und versteht unter ächtengoldenen solche, zu denen das Gespinnst, der Lahn rc.mit Gold plattirt ist, wogegen es zu den ächtensilbernen entweder ganz von Silber oder auch nurplattirt ist, und die letzteren werden auch halb-ächte oder plattirte genannt. Zu den unächlenaber ist gar kein Gold oder Silber, sondern nur einediesen ähnliche Metallcomposition verwendet. Dieächten und auch die plattirten Tressen werden in derRegel nach dem Gewicht, die unächten nach demStück oder nach der Elle verkauft. Die Treffenwerden von den Gold« und Silberfabriken verfertigt,die sich in allen großen Städten befinden.
Treff oder Bergis ist eine Gattung leichterfranzösischer hänfener Segelleinen, die besonders inund um Bergis im Departement der Somme ver-fertigt werden.
Tresteraiche, s. Trübaiche.
Tresterasche nennt man die aus den ausge-preßten Weintrestern bereitete Drusenasche.
Triage istcher französische Ausdruck für das wasvon einer Waare ausgesucht und weggeworfen wird;in Deutschland aber versteht man darunter besondersden aus schwarzen und zerbrochenen Bohnen be-stehenden Kaffee.
Trichilienrinde wird in Mittel- u. SüdamerikaVon Trichilia glabra, cathartica, trifoliata etc. ge-sammelt und als Brech- und Purgirmittel gebraucht.Die Rinde von T. moschata, welche die nämlicheWirkung hat, wird auch Julibalirinde, OorteiJulibali oder Euribali genannt. In Deutschlandsind sie nicht im Gebrauch.
Tricot oder Tricote nennt man einen auf demStrumpfwirkerstuhle gewirkten elastischen Zeug vonWolle, Baumwolle oder Seide, der zuweilen zu Bein-kleidern, außerdem besonders zu Theateranzügen ge-braucht wird. Auch die gewirkten feinen wollenen,baumwollenen u. seidenen Unterbeinkleider, Jacken rc.werden zuweilen Tricot genannt.
Tricotage heißen in Frankreich die gewirktenund gestrickten Strumpfwaaren.
Tricot äs Lsrlin, f. Spidernet.
Tricot äs laine wird in Frankreich eine Artordinairer starker Tücher für Militair, Matrosen rc.genannt.
Trie nennt man in den Seeplätzen des nörd-lichen Frankreichs die dritte Sorte des gesalzenenKabliaus.
Triebstahl, s. Draht.
Trieges heißt eine Gattung buntgestreifter Zwil-liche, die im Schweizerkanton Aargau verfertigtwerden.
Trient an der Etsch, größte und volkreichsteStadt Tirols, Station der von Verona nach Bozenlaufenden tiroler Südbahnlinie, mit 14,000 Einw.,hat ein Merkantil- und Wechselgericht, wichtigenActiv-, Speditions- und Transithandel, Schiff-fahrt, Seiden - und Weinbau, große Scidenfilanden,Zuckerraffinerie, Fabriken von Tabak, Spielkarten,Bleiweiß, Thongeschirren, Maccaroni, Salami rc.;Wachsbleichen, Gerbereien und Färbereien. In derNähe sind Marmor - und Gipsbrüche.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. O esterr eich.
Trier, schon in altrömischer Zeit eine bedeutendeStadt für Handel und Verkehr gewesen, ist heute