Trieft
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Trinidad
k. k. Central- Seebehörde, ein Handels- nnd See-gericht, eine Handels- und Nautische Akademie,viele Versicherungsgesellschaften und Vereine, auchhaben alle handeltreibenden Staaten Konsuln inTrieft. Die Industrie der Stadt ist ebenfalls nichtunbedeutend; sie besitzt große Schiffswerfte, Sei-lereien, Gerbereien, Fabriken von Seife, Lichten,Liköre, Spielkarten, Wachsbleichen rc. In der Näheund namentlich bei den Dörfern Servola und
Muggia wird die Austern- und Fischzucht starkgetrieben. Seit einigen Jahren hat sich die Schiffs-bau-Industrie sehr gehoben, besonders durch die Ar-senale des österreichischen Lloyd, wo auch eiserneDampfer gebaut werden, und jene von Tonellound des Ltadiliinouto toouioo trivstino , welche zweiletzteren sich auch mit dem Bau von Kriegsschiffenbefassen.
Wechselpreise. Die hiesigen Coursnotirungen sind folgende:
gus Amsterdam.
„ Ancona und Bologna . .
„ Antwerpen.
„ Augsburg .
„ Berlin.
„ Corfu und Zante . . .„ Frankfurt am Main . .„ Genua und Livorno . .
„ Hamburg.
„ Konstantinopel . . . .„ London ......
„ Mailand.
,, Malta.
„ Messina und Palermo . .
„ Neapel.
„ Paris, Lyon und Marseille
„ Petersburg.
„ Rom.
„ Venedig ..
„ Wien.
für 100 Fl. holländisch Courant.
„ 100 Lire ital. (Franken).
„ 100 Franken.
„ 100 Fl. südd. Währung.
„ 100 Thaler preuß. Courant.
,. 100 Talleri (Talari, Maria-Theresienthaler).„ 100 Fl. südd. Währung.
„ 100 Lire ital.
„ 100 Mark Banco.
„ 100 türkische Piaster.
„ 10 Pfund Sterling.
,, 100 Lire ital.
„ 100 Malteser Scudi.
„ 100 Lire ital.
i ? 100 „ „
„ 100 Franken.
„ 100 Silber Rubel.
,, 100 Scudi effectiv.
„ 100 Fl. österr. W. in Silber.
„ 100 Fl. „ „ in Banknoten.
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Die Course der Geldsorten werden für das Stück in Gulden und Neukreuzer angegeben.
Wechselusanzen. Commission 1 / s bis y 2 %;Kurtage gewöhnlich 1 Promille für Käufer und
Verkäufer.
Handelsusanzen. Die Gewichtswaaren wer-ben meist nach dem Centner oder dem Pfunde ver-duft, nur Eisen und Stahl nach dem Migliajo von1000 Pfp., dalmatiner Theer nach 100 venet.Ichweren Pfd., schwedischer nach dem Barile; Thrannach dem Faß von 220 Pfd., 3 Kronenthran nachvern Faß von 300 Pfd., Citronen und Pomeranzennach der Kiste, Blakfischbein nach 1000 Stück, Araknnd Rum nach dem alten engl. Wein-GallonGallons --- 43 hiesige Maß), Malaga-Weinnach der Arroba (---- 10 hiesige Maß), englischen7 -wlst nach dem englischen Pfunde (avdp. Original-^5."nng), geräucherte Heringe nach dem Barile rc.^te Verkäufe geschehen in der Regel auf 3 bis 6-vcouate Zeit oder gegen baar mit 2—3 % Dis-Die Commissionsgebühr wird für Einkäufegewöhnlich mit 2 %, für Verkäufe mit y 2 % berech-bie Waarencourtage ist y 2 —1 %•^echselrechtliches, s. Oesterreich,-oanken. Die Bildung einer „Triester Com-erzialbank" ist im December 1857 vom Kaisers^ehmigt worden und ihre Dauer auf 25 JahreZugesetzt. Kapital 10 Millionen Gulden, vertretend;/^ ^etien k 500 Fl. Sie befaßt sich mit Wechsel-wcontirungen; Darlehen auf bewegliches Unter-Mnd; Depositengeschäft; Kauf und Verkauf von^aatspapieren; Uebernahme von Geld und andern. ertheil in Conto -Correut; Eröffnung von Kre-gegen Deckung; Acceptirung von Wechselnuv Anweisungen; Ausgabe von Cassen-Anweisun-3." rn Beträgen von mindestens 100 Fl. mit be-nmten Verfallzeiten; Auszahlung und Jncasfo
w tf’s Unis.» Ptricon. II.
von Coupons, Dividenden rc. — Eine Filial-Escompte-Anstaltder österreichischen National-bank (s. Wien). — Eine städtische Leihanstalt.— Eine Sparcasse, verbunden mit Escomptecassa.
Rechnung, Münzen, Maße u. Gewichte,s. Oesterreich.
Die hiesigen Maße und Gewichte weichen inden folgenden Punkten von den österreichischen ab:Das Fußmaß ist das Wiener; das Getreidemaß istwie in Venedig, der venetianer Star. Die hiesigeOrna oder der Eimer hat 40 Boccali und ist — demWiener Eimer, dazu werden alle Flüssigkeiten mitAusnahme von Rum, Oel, obengenanntem Weineund Likör gehandelt. Oel wird nicht gemessen, son-dern gewogen; 107 Pfd. für eine Orna. Jstrianer u.Dalmatiner Cipro-Weine werden pr. Barilla von462 /s Maß verkauft. Das Gewicht ist das Wiener.
Trinidad, die größte und südlichste der kleinenAntillen, den Engländern gehörig, vor dem Meer-busen von Paria und von dem festen Lande vonVenezuela nur durch zwei Meerengen getrennt; sieliegt jedoch ebenso wie Tabago außer dem Bereichder verheerenden Orkane und ist daher eine sichereFlottenstation. Sie hat einen Flächeninhalt von81 m Meilen mit 69,000 Einw., ist,im Norden ge-birgig , im Süden hügelig, hat viele ansehnlicheBäche u. Seen, auch einen Asphaltsce von 1 Stundelaug und breit, mit schwimmenden, begrasten Inselnvon Asphalt. Die Küsten haben viele Busen undAnkerplätze; das Klima ist heiß, aber durch die See-winde abgekühlt, doch leiden die neuankommendenEuropäer sehr durch Fieber. Der Boden ist sehrfruchtbar nnd größtentheils gut angebaut. DasHauptprodukt ist Zucker; außerdem wird Getreideund Gemüse, Südfrüchte, Pisang, Kaffee, Tabak,
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