Vino tinto
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Vitriols
Preßt. Er wird den Cyperweinen noch vorge-zogen.
vino tinto, f. Tinto.
Vins de cargaison, s. Bordeauxweine.
Vins de haut pays, f. Haut pays.
Vins de la montagne nennt man in Frank-reich die auf den Bergen in der Gegend von Rheimserbauten Champagnerweine 1. Classe, sowie auchMehrere rothe Languedocweiue aus der Gegend vonMontpellier.
Vins de 1a plaine werden die in dem Strichevon Pezilla bis SalceS im französischen Depart.Ostpyrenäen gewonnenen rothen Roussillonweine2. Chasse genannt.
Vins de la riviere heißen verschiedene an derMarne erbaute Champagnerweine, von denen dieweißen zur 1., die rothen zur 2. Classe gehören.
Vins pourris, gefanlte Weine, nennt mansehr geschätzte weiße Weine, die in den französischenDepart. des Lot und der Garonne aus Trauben ge-keltert werden, welche an den Stöcken die Reifeüberschritten haben und braun und klebrig gewor-den sind.
Vintem, Vinten, eine Rcchnungsmünze inPortugal und Brasilien. In ersterem Lande kommtsie auch als Silberscheidemünze und in Brasilien alsKupfermünze vor.
Vinum Enulae oder Inulae, s. Alant-wein.
Violenwurzel oder Veilchenwurzel, flo-rentinische, Radix Ireos oder Iridis flo-r< 3ntinae, die weißliche oder blaßgelbe, angenehmveilchenartig riechende Wurzel von dem in Italien,^sonders in Toscana kultivirten florentiner^shwertet, Iris üoreutiua. Sie besteht aus ge-schälten, flachgedrückten, ca. V 2 Zoll dicken und gegen4 „Zoll langen, abstehend gegliederten, unregel-mäßigen Stücken mit warzigen Erhabenheiten wodw Wurzelfasern gesessen haben; manche Stücke,besonders die jüngeren, sind durch das Trocknen zu-sammengeschrumpft. Frisch schmecken sie scharf, bit-ker und aromatisch; trocken aber weniger scharf,schleimig und mehlig, doch ist der Geruch beiben trocknen Wurzeln stärker, als bei den frischen.>?m Handel kommen die Stücke vor: weiß, mit gelb-üchen Punkten, holzig und schwer. Die Livorneserund die besten. Die Sorte, welche Dalmatische,^strische oder Veroneser genannt wird, riecht stärker,^ber nicht so angenehm und man glaubt, daß sie vonver Iris pallida abstammt. Man darf diese Wnr-»Ku nicht verwechseln mit denen der Schwertlilie,r? ls florentina, die in unsern Gärten gezogen wird,Mche widrig betäubend riecht und Erbrechen undAbführen verursacht. Getrocknet ist sie viel weicherschwammiger, als die Veilchenwurzel, bekommtsb.er dann einen sehr schwachen Geruch nach Veilchen,^^eilchenwurzel enthält Gummi, festes und äthe-"'ches Oel, Harz, bittre und scharfe Bestandtheile,Gerbstoff, Stärke rc. L>ie wird in der Medizin sel-feÜ "Z'.erlich, aber häufig unter Zahnpulver, Toi-s , ^seifen, zu Likören, Fontanellkügelchen, Tabaks-d?« unter Schnupftabake und zur Erleichterungd.® Zahnens der Kinder gebraucht. Zu dem letztenwelck ^ ie j u stugerförmige Stücke geschnitten,aeu^^ ^vlfszähne, Radix Ireos pro inkautibus,
» annt werden. Je größer, fetter und weißer diefcrän rl ^' desto höher ist der Preis; graue,viel ^ -'.zusammengeschrumpfte und magere sindwohlfeiler. Die besten kommen aus Toscana,
geringere aus der Provence, aus der Gegend vonVerona, aus Jstrien und Dalmatien.
Violinen, s. Musikalische Instrumente.
Viper, Giftotter, Kreuzotter, Natter,Vipera Berus, eine in ganz Europa, im nörd-lichen Afrika rc. lebende giftige Schlange von 2 bis3 Fuß Länge, welche früher getrocknet aus Italienund Aegypten in den Handel kam, indem man dasdaraus bereitete Vipern fett, Axuugia Viperaeitalicae , in der Medizin brauchte. Jetzt ist es nurnoch hier und da als Volksmittel im Gebrauch undin Italien kommt es unter den Theriak.
Viquebille-Weine sind sehr gute süße weißeWeine aus der Gegend von Pau im franz. Depart.der niederen Pyrenäen, die viel Körper, Geist,Mark und Würze haben.
Viride Aeris , s. Grünspau.
Bis, 1) Rechnungsmünze in Birma; 2) Handels-gewicht in Ostindien.
Visettholz, s. Gelbholz.
Visiren heißt den Inhalt eines Gefäßes zu Flüs-sigkeiten vermittelst des V i s i r st a b e S ermitteln. Aufdiesem sind die verschiedenen Größen des landes-üblichen Flüssigkeitsmaßes angegeben und er wirddurch das Spundloch hinein und bis in den unterstenBodcnwinkel gesteckt.
Visirmaß, s. v. a. Aichmaß, s. d.
Visirstoof, Pegelstoof, ein Maß für Flüssig-keiten in der russischen Ostseeprovinz Kurland.
Visonfelle von der in Nordamerika lebendenMustek Yison, braun von Farbe, mit einem weißenFleck unter der Kehle, sind ein sehr geschätztes Pelz-werk. Auch die Felle von Mustek lutrook, demZobel ähnlich, aber von hellerer Farbe mit weißemKopfe, werden dazu gerechnet.
Visla, a Vista, f. Wechsel.
Vitrees werden in Frankreich die in und umVitre im Depart. Jlle und Vilaine verfertigten lei-nenen und hänfenen Gewebe genannt.
Vitriol, Vitriolum, nennt man die verschie-denen Salze, welche aus einer Verbindung derSchwefelsäure mit Metalloxyden entstehen. Im Han-del kommen folgende vor: I) Eisenvitriol,grüner Vitriol, Kupferwasser, schwefel-saures Eisenoxydul, Vitriolum Martis,Ferrum gulphuricum oxydulatum, Sul-phas ferrosus, besieht aus 25, 7 Eisenoxydul,28,9 Schwefelsäure und 45, 4 Wasser, doch weichendie Verhältnisse der Bestandtheile auch hiervon ab.Er findet sich in Gestalt schiefer, rhombischer Säu-len, auch tropfsteinartig und nierenförmig, vongrüner, ins Bläuliche öder Weiße fallender Farbe,je nachdem ihm Kupfer- oder Zinkvitriol beigemischtist, und an der Luft zu einem gelben oder weißlichenPulver verwitternd, besonders durch Zersetzung vonSchwefelkies entstanden, in alten und neuen Gru-bengebäuden an mehreren Orten in Tirol, Böhmen,Ungarn, am Harz, in Schweden rc., auch zuweilenaufgelöst in den Grnbenwässern, aus denen er durchAbdampfen gewonnen wird. Der meiste wird jedochin den Vitriolwerken oder Vitriolsiedereien künstlichbereitet, namentlich aus Vitriol- und Alaunschieser,aus Schwefelkiesen, besonders aus dem leicht ver-witternden Wasserkies, durch Auslangen der altenGrubensteine und zuweilen auch durch Auflösen vonEisen in verdünnter Schwefelsäure. Auf diese Artentstehen mehrere Arten des Eisenvitriols, von denenaber die meisten kupferhaltig sind, daher ihre Farbemehr oder weniger ins Blaue fällt, denn ganz frei