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Zweiter Band.
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Wkstindien 745 Wicke

uega (Getreidemaßi bedeutend größer, indem sielOo,?! Liter enthält; an Gewicht wird sie zu 100spanischen Pfd. angenommen.

III. Französische Besitzungen: die Jn-wln M a r t i n i q u e, Guadeloupe, D e s i r a d e,Marie-Galaute, Les-Saintes und ein Theildes übrigens niederländischen St. Martin'. Diegesetzliche Münzwährung ist wie in Frankreich,doch kommt auch hin und wieder noch die frühereRechnungsweise nach Coloniallivres zu 20 Sonsä 12 Deniers vor, von denen auf Martinique 180,auf Guadeloupe aber 185 — 100 franz. Frankenwaren. Als Papiergeld circnliren seit 1855 Cassen-scheine (Bons de caisse) zn 5, 10, 50, 100, 500und 1000 Franken, welche als StaatspapiergeldZwangsumlauf haben, aber unbeliebt sind. Fernersind die Noten der Colonialbanken auf Martiniqueund Guadeloupe zu 500, 100 und 25 Franken, dievon den öffentlichen Cassen an Zahlnngsstatt ange-nommen werden, in Umlauf. — Wechsel recht istdas französische. — Maße und Gewichtesind gesetzlich ebenfalls wie in Frankreich, doch sindauch noch die alten französischen im Gebrauch, vondenen aber folgende abweichen: Die hiesige Auno(Elle) ist — l,igi Meter. Der Pot (Flüsfigkeits-Ulaß) hat 2 Püttes ü 2 Chopines a 2 Roqnilles a 2Muces und ist = 1, 8G26 Liter; auch bedient man sichdes alten engl. Weingallons, welches — 2 Pots ge-rechnet wird; der Tier^on hat 65 Gallons. DerBaril (Getreidemaß) hat aus Martinique 56, aufGuadeloupe 52 Pots. Der Boucaud beini Gewichtdedeulet 10 Quintaux ä 100 Pfd. Markgewicht.

IV. Niederländische Besitzungen: dieInseln Curassao, St. Enstachins oder Eu-staz, Saba, ein Theil der Insel St. Martinund mehrere kleinere Inseln bei Curassao, nament-lich Aruba, Buen-Ayre rc. Man rechnet ge-setzlich wie in den Niederlanden, vor 1827 aber,und hin und wieder auchZioch jetzt nach Courant-piastern zu 8 Realen oder «Schillingen ä 6 Stübern;der Piaster oder Dollar gilt jetzt meist 2y ä nieder-ländische Fl. — Wechselrecht ist das nieder-ländische. — Maße und Gewichte sind diealten holländischen, doch bedient man sich.auch zu-weilen der alten englischen.

_V. Dänische Besitzungen. Die InselnCroix, St. Thomas und St. Jean.Man rechnet gewöhnlich und besonders im Groß-handel nach spanischen oder mexikanischen Piastern?u 8 Realen oder zu 100 Cents, im inneren Verkehraber auch nach Thalern oder Pesos dänisch-westin-dlsches Courant zn 96 Schillingen. Die Valuta isteine Goldwährung, gestützt auf die Annahme derspanischen, mexikanischen, so wie guten mittet - undsädamerikanischen Gold-Onzas zu 16 Piastern. —Die für diese Colonien in Dänemark ausgeprägtenMünzen sind seit 1860 Silberstücke zu 20, 10, 5und 8 Cents und Brouzestücke zu 1 Cent. Außer-dem circnliren hier die Noten der Bank von^t. Thomas. — Maße und Gewichte sind dieManischen, doch bedient man sich auch des englischenr)ard und des alten englischen Weingallons.

Schwedische Besitzung. Die Insel^t. Barthelemy. Man rechnet hier nach eug-M-westindischem Courant ls. oben Englische)§esitzungen>, 200 Pfv. desselben — 100 Pfd.^terl. und der Piaster zu 9 Schilt., im Großhandelüber auch nach spanischen und amerikanischen Pia-stern und Dollars zu 100 Cents. — Maße und

Gewichte sind gesetzlich die schwedischen, doch sindauch die englischen häufig im Gebrauch.

Westiran, s. P ersten.

Wettergläser, s. Barometer.

Wetzsteinschiefer, s 1 Schleifsteine.

Wetz, 1) ein Wollgewicbt in England; 2) einenglisches Hohlmaß für trockne Gegenstände, auchTun genannt.

Weymuthskiefer, I’inus S.trobus, ein inNordamerika einheimischer und in Deutschlandhäufig in Holzanlagen gezogener Baum, der eineHöhe von mehr als 100 Fuß erreicht, mit glatter,weißlich-aschgrauer Rinde, 2y. 2 —3 Zoll langen,dünnen, hellgrünen, zu 5 aus einer Scheide kom-menden Nadeln, walzenförmigen, an der Spitze ge-krümmten Zapfen, die bei der Reife sogleich denSamen stiegen lassen. Das zähe weiße Holz ist alsBrenn- und Nutzholz brauchbar.

Whappernocker, das Fell einer noch nicht ge-nau bestimmten nordamerikanischen wilden Katzen-arr, etwas größer als ein Wiesel. Es ist glänzendbraunroth von Farbe, dicht, fein und weich, und istals Pelzwerk sehr geschätzt.

Whisky nennt man in England und Nordame-rika den Getreidebranntwein, der in England meistaus Gerste, in Irland mit einem Zusätze von Hafer,in Amerika aus Weizen, Mais oder Roggen ge-brannt und mit Zucker oder Sirup versüßt wird.

Wiborg oder Wiburg, Hanptort des gleich-namigen Gouvernements im russischen Großfürsten-thum Finnland, am nordöstlichen Theil des finni-schen Meerbusens, mit 6200 Einw, Hechel- undTabaksfabriken, einer kleinen Festung, einem Hafen,einer wichtigen Messe und bedeutendem Seehandel,der sich fast ausschließlich auf Europa beschränkt.Die hiesige Einfuhr und Ausfuhr im Jahre 1863ergibt sich im Vergleich mit den Vorjahren aus nach-folgenden Uebersichten: ^

1863. 1862. 1861.

Einfuhr R. S. 1,830.814 2,409,850 1,650.056Ausfuhr „ 1,642,668 1,490,736 1,475,380

welche Summen in finnischer Mark den 4 fachenBetrag ausmachen. Die bedeutendsten Einfuhr-artikel sind: Zucker, Kaffee, Salz, Manufaktur-und kurze Waaren. Steinkohlen, Weine, Spiri-tuosen, Heringe, Tabak, Eisen und Eisenwaaren,Oel, Sirup, Thee, getrocknete Früchte, Getreide,Talg und Talglichter, Seife, Tauwerk rc. Aus-geführt wurden hauptsächlich: Holz und Breter,Borsten, Stearin-Olein, Stearinkerzen, Seife,Flaschen rc. Im Ganzen kamen in 1863: 495 See-schiffe im hiesigen Hafen an und es war die englischeFlagge mit 197, die finnländische mit 159, die nor-wegische mit 47 und die französische mit 41 Schiffenvertreten. Außerdem trafen 304 Küstenfahr-zeuge ein. , , .

Rechnungsart und Münzen, s. Fmnland.

Maße und Gewichte, s. Rußland.

Wichse, s. Schuhwichse.

Wicke, Butterwicke oder Fcldplatterbse,Viola sativa, eine oft wildwachsende aber meistangebaute Pflanze mit 1-2 Fuß hohem kletterndemoder liegendem Stengel, purpurrothen oder violettenBlüthen, braunbchaartcn Schoten und runden,etwas zusammengedrückten, glatten, graubraunenSamenkörnern. Das Kraut gibt ein gutes Grün-futter und die Körner werden besonders als Futter