Werschack
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Weftindien
und besonders zur Bereitung des Wermuthlikörs. ^Stach der preuß. Pharmacopöe wird auch gekoch-?t es Wermuthöl, 01. ^bs. oootnm, bereitet, in- ;dem man getrocknetes Kraut so lange mit Baumöl igelinde kocht, bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist. ;Es ist kkar und gelbgriin von Farbe, wird zuEinreibungen angewendet und darf nicht brenz- llicht sein. !
Werschock, Längenmaß inRußland, s. d. !
Werst, die russische Meile. !
Werth bei Verfall bedeutet, daß der Zins aus !einem Wechsel erst von dessen Verfallzeit (Verfall-!tags au gutgeschrieben oder belastet wird. !
Wcrthheimer, s. Frankeuweine. !
Werth heute bedeutet, daß der Zins aus einem ;erst später fälligen Wechsel, vom Tage des Verkaufs !und nicht von der Verfallzeit des Wechsels an läuft.!
Werthspeseu, s. Rechenkunst, kaufmän-inische(unter Waarenrechnung). ^ !
Weser. Dieser deutsche Strom, dessen Lauf :hauptsächlich gegen Nordweften gerichtet ist, bilbet ;sich ourch den Zusammenfluß der Werra und Fuldabei Hannöverisch-Mindeu, durchfließt als größerer ^schiffbarer Strom 55 Meilen lang Kurhessen, West- ,phaleu, Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Bre-men und ergießt sich, nachdem er verschiedene Ne-benflüsse: die Aller, Wümme, Geeste, Diemel^Emmer, Hunte rc. aufgenommen, 10 Meilen unter-!halb der freien Stadt Bremen in die Nordsee. Der !größte Nebenfluß ist die unterhalb Berden mün-dende, in der Gegend von Magdeburg entspringendeAller, welche wieder durch die Oerze, Ocker und;Leine verstärkt wird. Die wichtigsten an der Weser >liegenden Städte sind Münden, Hameln, Rinteln, :Minden, Nieuburg und Bremen; letzteres beherrschteden Handel des Flusses. Seehäfen au demselben!sind: Vegesack, Bremerhafen, Elsfleth und Geeste-^münde. Die Schifffahrt auf der Weser ist bedeu-.teud und wird sowohl mit Dampfschiffen als mit'Segelschiffen betrieben, indessen können nur Fluß- jschiffe sie befahren; Seeschiffe vermögen nicht ein->mal nach Bremen zu koinmen. Obgleich vorzugs-!weise ein hannöverscher Fluß, ist derselbe auch fürden preußischen Staat, welchen er auf eine Längevon 15,7 Meilen berührt, wegen der Wasserver-bindung mit Bremen von hoher Wichtigkeit. Na-türliche Hindernisse im Strombett sind für dieSchifffahrt nachtheilig, und es wäre zu wünschen,daß die Regierungen der Uferstaaten diesen Uebel-ständen abzuhelfen trachten würden. Die Weser-schifffahrtsacte, ursprünglich von ziemlich liberalenGrundsätzen ausgegangen, da sie die Schifffahrtauf dem ganzen Strome für frei erklärte, wurde zu-letzt im Jahre 1857 revidirt.
Weserleinen nennt man die in den Ortschaftenan der Weser in Hannover, Westphalen, Braun-schweig rc. verfertigten Flachs-, Halbflachs- undHeedeleinen.
Westindien nennt man die große Inselkette,welche sich von der Südspitze Floridas bis zurMündung des Orenocco herabzieht und den Meer-busen von Mexiko und das, karaibische Meer vomatlantischen Ozean trennt. Sie begreift daher dieBahamainseln und die großen und kleinenAntillen in sich. Das wirthschaftliche Gedeihendieses Jnsellandes dauert unaufhaltsam fort undoffenbart sich durch eine zunehmende Einfuhr frem-der Bodenerzeugnisse und Manufakte, durch einenbeträchtlichen Export der eigenen Production der
Insel durch verschiedene Pläne zur Verbesserung derVerkehrsmittel iin Innern. Ausgeführt wurden:
1862 1863
Zucker 153,081,628 147,793,855 \
Kaffee 13,861,586 20,980,475 I Wiener
Tabak 8,591,730 6,153,955 f Pfd.
Baumwolle 123,861 331,209 1
Wir haben bereits in besondern Artikeln die geogra-phische Beschreibung der Antillen u. s. w. gegebenund hier nur noch das Nöthige über die Münz-,Maß- und Gewichtsverhältuisse derselben anzu-führen. Von Haiti, das nicht unter europäischerHerrschaft steht, findet man sie unter dem Artikelüber diese Insel angegeben. In den europäischenBesitzungen richten sich diese Verhältnisse in derHauptsache nach denen des Mutterlandes und wirfassen sie daher je nach dem letzteren zusammen.
I. Englische Besitzungen: die Babama-Jnseln, Jamaica, Torto la, Virgin-Gor da,Anegada, Anguilla, Barbuda, St. Chri-stoph oder St. Kitts, Newis, Antigua,Montserrat, Dominica, St. Lucia, Bar-bados, St. Vincent, Grenada, die Greua-dillen, Tabago u. Trinidad. Hier wird zwarebenso wie in allen brit Besitzungen, nach PfundSterling zu 20 Schilling ä 12 Peuce ge-rechnet , aber die Grundlage der hiesigen Währungist nicht, wie in Großbritannien selbst, eine Gold-münze, sondern der hier am häufigsten eirculirendespanische und amerikanische Piaster oder Dollar,dessen Werth durch das Gesetz vom 21. Sept. 1838auf 4 Achill. 2 Pence festgesetzt ist. Demnach sind4Vg hiesige Rechnuugspfuud — 1 deutsches Münz"Pfund fein Silber, und daher 1 Pfund
— 6 Thlr. 27 Sgr. 8 , a Pfg. preuß. Crt.,
— 12 Fl. 6,9 Kr. im 52^ Guldenfuß,
= 10 Fl. 38 4 /g Nkr. im 45 Gulden fuß.
Neben den Piastern haben die spanischen und mexi-kanischen Gold-Onzas zu 16 Piastern und derenTheilstücke gesetzlichen Umlauf; auf den Bahama-inseln gelten sie gesetzlich 4'/.--, Pfund. — Die engli-schen Gold - und Silbermünzen sind gesetzlichesZablmittel und im Kleinverkehr herrscht jetzt dasenglische Silbergeld vor. Für Westindien präglman gegenwärtig noch Silberstücke zu 3, 2 und IV*Pence ganz im englischen Silbermüuzfnße. VonKupfergeld läuft hauptsächlich das englische um.Außerdem circuliren auch die Noten mehrerer Ban-ken, namentlich der Jamaicabank, des Schatzamtesvon Jamaica, der Colonialbank (deren Hauptsitz inLondon), der Bank von England und einiger an-dern englischen Banken. _ ,
Maße mtb; Gewichte sind in der Regel wie mEngland; als Hohlmaße für trockne und flüssigeWaaren bedient man sich jedoch meist noch der altenenglischen, auch rechnet man auf manchen Inselnnur 100 Pfund auf den Centner. Auf Trinidad,welches früher Spanien gehörte, sind noch die cast^lischen Maße und Gewichte (s. Spanien) im Ge-brauch und auf St. Lucia, das ehemals eine fran-zösische Colonie war, die alten französischen. i
II. Spanische Besitzungen: die InselnHavanna, Portorico, die Passage- und dieSchlangeninsel. Man rechnet nach Piastertoder Dollars zu 8 Reales ü. 4 Cnarto«,theilt aber den Piaster auch häufig in 100 C e n t c-simos. — Maße und Gewichte sind in deHauptsache die spanisch-kastilischen, doch ist die Fa-