Zinkblumcn
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Zinn
und in der Medizin wie in der Photographie ge-braucht werden. Es ist giftig.
Zinkblumen, s. Zinkoxyd.
Zinkbutter, s. Zinkoyd, salzsanres.
Zinkoxyd, Zinkblumen, auch Almey undAugenichts genannt, Zincum oxydatum,Flores s. Calx Zinci, Nihilum album,Lana philosophica, Pompholix, ist einweißes, leichtes, lockeres, geschmackloses Pulver, dastheils auf trocknem Wege bereitet wird, indem manZink bei starkem Feuer schmelzt, wobei es, wenn dasMerall sich entzüncet, als leichte Flocken emporfliegt,welche aufgefangen werden; theils auf nassem Wege,indem man schwefelsaures Zinkoxyd in heißem Wasserauflöst, mit kohlensaurem Natron niederschlägt, denNiederschlag auswäscht. trocknet und glüht. Diesletztere ist reiner und als Arzneistoff wirksamer,während das erstere oft mit andern Metallen, selbstArsenik verunreinigt ist. Das auf die erste Artbereitete Zinkoxyd wird jetzt im Großen unter demNamen Zinkweiß fabrizirt, um an die Stelle desBleiweißes zu treten, vor dem es den Borzug hat,daß die Verfertigung viel einfacher und für die Ar-beiter unschädlich ist, daß es besser deckt und daß derdamit gemachte Anstrich von den Gasarten, welchedie Bleiweißfarbe schwärzen, nicht verändert wird.Die Fabrikation wurde zuerst von einer französischenActiengesellschaft, der Socictö de la vieille montagne,unternommen, welche große Fabriken bei Paris undbei Lllttich anlegte; jetzt aber wird es auch an meh-reren Orten in Deutschland, namentlich in Schlesien,in Neukoschütz bei Dresden rc. fabrizirt. Das Zinkwird blos erhitzt, so daß es sich verflüchtigt und deraufsteigende Dampf sich entzündet; das Oxyd setztsich dabei als ein feiner weißer Staub in den Auf-fangkammern an. welcher unmittelbar ganz wieBleiweiß gebraucht werden kann. Die geringerenSorten werden wahrscheinlich eben so wie bei diesemdurch Zusatz von Schwerspath u. dgl. erzeugt. Derzum Anstreichen zu verwendende Firniß darf jedochkeine Glätte enthalten, sondern muß mit Braunsteingesotten werden, von dem man dem Oele 10% gröb-lich zerstoßen zusetzt. Beim Sieden, welches 24—36Stunden lang fortgesetzt werden muß, bis das Oeleine röthliche Farbe annimmt, ist besonders großeBorsicht wegen des Entzündens der Dämpfe zu be-obachten. — Außerdem wird das Ziukoxyd zur Por-zellanmalerei und auch zuweilen in der Medizinäußerlich benutzt. Das unreine, welches sich in denHohöfen ansetzt, in denen zinkhaltige Erze geschmol-zen werden, ist unter dem Namen Ofenbruch<s. d.) oder Tu tia, tutia grisea oder tutia praepa-rata, Cadmia fornacum, eigentlich ein Suboxyd desZinks, im Handel.
Zinkoxyd , baldriansaures, Zinenrnva-Icrianicurn, ein aus Weißen, perlmutterglänzen-den, leichten Blättchen bestehendes Salz, das nachBaldrian riecht und eben so, aber zugleich metallischzusammenziehend schmeckt, schwer löslich in kaltemWasser; aber leicht löslich in warmem Wasser, Wein-geist. Aether und Oelen. Es wird bereitet, indemman zu 1 Theil Baldriansäure, die mit 180 TheilenWasser verdünnt ist, % Th. Zinkoxyd zusetzt, dieMischung abdampft und krystallisiren läßt. Manbraucht es zuweilen in der Medizin.
Zinkoxyd, blausanres, oder Cyanzink,Zincum cyanatum, hydroeyanicum oderzooticum, Cyanetum s. Cyan arctum Zinci,Blaustoffzink, Zinkcya'nür, wird bereitet,
indem man in Wasser aufgelöstes essigsaures Zink-oxyd mit Blausäure fällt. Es ist ein matt silber-glänzendes, geruch- und geschmackloses Pulver, dassich leicht in Salzsäure auflöst, aber unlöslich inWasser und Weingeist, und wird seit einiger Zeit inder Medizin gebraucht. :■.>
Zinkoxyd, eisenblausaures, Cyaneisen-zink oder Eisencyanzink, Zineuin ferro-borussicum, ferro - hydrocyanicum odercyanatum ferratum, FerrocyanidumZinci, Cyanuretum Zinci ferrosum, wirdbereitet, indem man eine Auflösung von weißemVitriol in Wasser mit aufgelöstem Blutlaugensalzfällt, und erscheint als ein weißes, geruch- undgeschmackloses Pulver, das sich in Salzsäure undAetzkalilauge leicht auflöst. Es ist unlöslich in Wasserund Weingeist und wird in der neueren Zeit eben-falls in der Medizin angewendet.
Zinkoxyd, essigsaures, Zincum aceticum,Acetas Zinci s. zincicus, eine Auflösung vonkohlensaurem Zinkoxyd in coucentrirter Essigsäure,die nach dem Abdampfen Wasserhelle, perlmutter-glänzende. biegsame, schief rhombische Blättchen undTafeln bildet, welche schwach nach Essigsäure riechenund einen ekelhaften, bittersalzigen, herbmetallischenGeschmack haben. Es löst fid; leicht in Wasser undWeingeist auf und wird besonders zur Bereitungdes Cyanzinks, auch, obgleich selten, in der Medizinbenutzt.
Zinkoxyd, jodsaures, s. Jodzink.
Zinkoxyd, kohlensaures, Zincum carbo-nie um, s. Galmei.
Zinkoxyd, salpetersaures, Zincum ni*tricum. Man läßt Zink in Salpetersäure stehlösen und die Flüssigkeit verdunsten. Es bildetPlatte, farblose, vierseitige Krystalle, die giftig sindund in der Medizin Verwendung finden.
Zinkoxyd, salz saures oder Chlorzink,Zincum muriaticum oder chlor atufl 1 ,Chloretum Zinci, wird bereitet, indem mankohlensaures Zinkoxydhydrat in erwärmter Salzsäureauflöst und abdampft; es bildet dann ein grau-weißes, geruchloses Pulver von scharfem, sauer"lichem, metallischem Geschmack, das in Wasser,Weingeist und Aether leicht auflöslich ist und »uder Luft schnell zerfließt, weshalb es sorgfältig gegendiese geschützt werden muß. Wenn man Zink M"Quecksilbersublimat in einer Retorte erhitzt, so ver-flüchtigt sich das Chlorzink und verdichtet sich in derVorlage zu einer weißlichen, durchscheinenden, wachs"artigen Masse, die bei etwas über 100° C. schmilztund Zinkbutter genannt wird. Diese sowietrockne Chlorzink wird zuweilen in der Medizin, W*sonders äußerlich als Aetzmittel. auch als Reservatbeim Zeugdrnck gebraucht. Innerlich wendet mangewöhnlich den Zinkäther an, eine Auflösungvon 1 Theil Zinkbntter in 1 Theil Weingeist n»v4 Theilen Schwefeläther. Das Chlorzink fludeauch noch Anwendung als Mittel gegen Fäulmllbei Holz, bei anatomischen Präparaten rc. In %
| Medizin gebraucht man auch das Zincum cit r1 'icum, citronensaures Z., Zincum lactiouw,j milchsaures Z., weiße, zusammenhängende KrystU" ’
! Zincum tannicum, gerbsaures Zink. . .
! Zinkoxyd, schwefelsaures oderVitriol, s. Vitriol.
Zinkweiß, s. Zinkoxyd.
Zinn, Staun um, ein Metall von silberahnuwFarbe mit einem schwachen bläulichen Sche" r