Buch 
Ernstfeuerwerkerei für die Grossherzoglich Hessische Artillerie
Entstehung
Seite
55
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5,5

Zu den Hülsen wählt man starkes Papier;der Bogen wird nach der Länge in vier gleicheTheile getheilt; jeder dieser Theile oder Streifengibt eine Hülse und muß etwa st" breit und15" lang seyn. Zum Rolliren der Hülsen legtman von diesen Streifen 8 bis 10 Stück aufein Brett so über einander, daß jeder unten liegendevor dem oberen etwa vorsteht und bestreichcdas vorstehende mit Kleister. Alsdann wird derMinder ganz gerade auf den obersten Streifengelegt, die trockene Seite dicht um- und bis un-ter den Minder gekniffen und so der ganze Strei-fen mit beiden Händen fest um den Minderaufgerollt, die bestrichene Seite aber überall gutangedrückt. Jetzt zieht man den Minder bei-nahe um einen Durchmesser der Hülse zurück,kneift die Hülse daselbst dicht zu, bestreicht dieKniffe mit Kleister und laßt die Hülsen in derLuft oder in einer warmen Stube trocknen. Diegetrockneten Hülsen werde» hiernach sowohl oben,als unten einen Finger breit in starken Leim ge-taucht und dabei in die obere Oeffnung, damitsie sich nicht verenge, em Hölzchen gesteckt, wel-ches jedoch wieder gleich herausgenommen werdenmuß. Das Beleimen oben soll der Hülse mehrFestigkeit geben und verhindern, daß beim Stop-fen sich kein Satz zwischen das rollirte Papiersetze. (§. 18/ u. 21b.)

§. 51. Bei der Auswahl und Zusammensetzung