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Ernstfeuerwerkerei für die Grossherzoglich Hessische Artillerie
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154
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wird, damit die Hülse überall Eine Stärke be-halte. Das Abschneide» der Fahne ist deswegennothwendig, weil die Endseike des letzten Bogenssich sonst nicht vollkommen dicht an die Hülse an-schließen würde.

Die gesammten Papierstreifen, den ersten, soweit er nm den Minder reicht, ausgenommen,werden zur besseren Verbindung, und um demPapier seine Spannkraft zu benehmen, innerhalbmit schwachem Leimwasser (zu st Loth Leim 2 Schop-pen Wasser) bestrichen.

Damit der Minder ohne große Anstrengungsich aus der Hülse herausdrehen lasse, bestreichtman ihn zuvor mit trockener Seife.

§. 163. Der Minder ist ein mit einem Griffeversehener, langer, hölzerner Cylinder, der^ des in-nern Durchmessers des Stocks stark ist, so daß also diePapierstärke der Hülse ^ dieses Durchmessers oder -^ des Winkers beträgt. Er ist an seinem unte-ren Ende halbkugelformig abgerundet und inseiner Mitte nach der Gestalt und Große desDorns ausgebohrt, so daß er mit einigem Spiel-raum darauf paßt.

Das Rollirbrett ist von hartem, gewöhn-lich eichenem Holze bearbeitet; seine Große undStärke richten sich nach dem Kaliber des Stocks;es ist besonders auf seiner unteren Fläche sehreben gehobelt und hat auf der oberen an demeinen Ende einen hölzernen Handgriff (s. §.275-)-