Band 
Dritter Band.
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Als die Engländer im Jahre 1650 die flamän-dische Ackerwirthschaft kennen lernten, so hielten sie die-selbe keinesweges für einen blinden Schlendrian; dennihre Resultate zeigten sattsam, daß sie die Folge einereben so glücklichen als überdachten Methode war. Eng-land bediente sich derselben sogar, um seinen eigenenAckerbau zu verbessern; und noch zu unsern Zeiten hates sich darnach umgesehen. Kaum war der boarrl »52§ricu1rure errichtet, so schickte er mehrere Fragennach Brüssel, deren Beantwortung von dem AbbäMann und H. von Poederle sich in den land-wirthschaftlichen Beytragen im Englischen abgedrucktfindet. Diese Fragen betrafen den Fruchtwechsel,den Dünger, die Behandlung des Viehes, den Raps,den Kleebau, als die Basis des niederländischen Acker-baues , die Größe der Pachthöfe u. s. m.

Eine dieser Fragen, welche den belgischen Land-wirthen gewiß zur Ehre gereicht, war in folgendenWorten abgefaßt: Sind die großen Aerndten Flan-derns und ihre Ergiebigkeit eben so sehr der vortreffli-chen Cultur als der Güte des Bodens zuzuschreiben?Und zieht ein flamandischer Landwirth nicht auch guteAerndten von einem schlechten Boden?" Diese Fra-ge ist nun eben der Punkt, dessen Beleuchtung wir unshier vorgeseht haben. Wir wählen zu dem Ende einenPachthof, dessen Zergliederung der Gegenstand unsererUntersuchung seyn soll.

Man hat seit 50 Jahren Vieles über den Acker-bau geschrieben; man hat mehrere Entdeckungen ge-macht;